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Wie weiter in Syrien? Kurden sollen sich auf Assads Seite stellen

  • Syriens Machthaber Baschar al-Assad hat die Kurden im Land aufgefordert, sich auf seine Seite zu schlagen.
  • US-Präsident Donald Trump hatte im Dezember angekündigt, alle rund 2000 in Syrien eingesetzten US-Soldaten abzuziehen.
  • Die Kurden im Land versuchen daher, ihre Beziehungen zur syrischen Führung zu verbessern.
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Aus dem Archiv: Die «letzte Schlacht» hat begonnen
Aus Tagesschau vom 10.02.2019.
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«Wir sagen denjenigen Gruppen, die auf die Amerikaner setzen, dass die Amerikaner Euch nicht beschützen werden», sagte Assad am Sonntag in einer Fernsehansprache. «Die Amerikaner werden Euch nicht in ihr Herz oder in ihre Arme schliessen.»

Assad betonte, vor einer Militäroffensive der Türkei könnten sich die Kurden nur schützen, wenn sie sich unter den Schutz der syrischen Armee stellten. Anderenfalls würden sie als «Sklave der Osmanen» enden, fügte der syrische Machthaber mit Blick auf die Türkei hinzu, die gegen die Autonomiebestrebungen der Kurden kämpft.

Kurden fordern Sonderstatus

Am Sonntag beriet das von Kurden angeführte Rebellenbündnis der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) über seine künftigen Beziehungen zu Damaskus. In einer Erklärung forderte die Allianz, dass Assads Regierung den «Sonderstatus» der SDF ebenso wie den halbautonomen Status der Kurdenregion in Syrien anerkenne. Ausserdem erklärten die SDF-Kämpfer ihre Bereitschaft, «Probleme mit der Türkei durch Dialog zu lösen».

Die «finale Schlacht»

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Die SDF-Kämpfer hatten vor gut einer Woche den Beginn einer «finalen Schlacht» verkündet, in der die letzte Bastion der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien erobert werden soll.

Das IS-Herrschaftsgebiet rund um das Dorf Baghus nahe der irakischen Grenze ist nach SDF-Angaben inzwischen auf einen halben Quadratkilometer geschrumpft, die vollständige Eroberung erfolge voraussichtlich in einigen Tagen.

Unterstützt werden die SDF-Kämpfer durch Luftangriffe der US-geführten internationalen Anti-IS-Koalition.

Die Kurden kontrollieren derzeit knapp 30 Prozent von Syrien, ausserdem gibt es von Dschihadisten gehaltene Gebiete in der nordwestlichen Provinz Idlib. Assad sagte dazu in seiner Fernsehansprache: «Jeder Zentimeter Syriens wird befreit werden.»

Karte Syrien

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25 Kommentare

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  • Kommentar von m. mitulla  (m.mitulla)
    Damit will Assad der Teilung Syriens, wie sie von den USA angestrebt wird, verhindern.
  • Kommentar von M. Roe  (M. Roe)
    Es ist doch wohl nur logisch, dass wenn die "Invasoren" in Syrien bleiben wollen, sie sich der Regierung unterordnen. Man kann nicht einfach alles haben, was man gerne möchte.
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Kurden in Syrien sind keine Invasoren.
    2. Antwort von Alex Volkart  (Lex18)
      An Herr M. Roe: Die Kurden sind keine Invasoren sondern sie sind das einzige einheimische Volk dass sich wirksam dem IS in den Weg stellten während andere dem IS halfen, sich selbst zerfleischten oder einfach zusahen. Anfangs bekamen die Kurden nich Hilfe von den Amerikanern und Russen, aber jetzt lässt man sie einfach fallen. Es wird Ihnen nichts anderes übrig bleiben als mit dem Diktator Assad zusammenzuarbeiten wenn sie sonst keine Hilfe bekommen.
  • Kommentar von Klaus Kreuter  (KallePalle)
    Zumindest könnten die Kurden jetzt versuchen ein grosses autonomes Gebiet zu erhalten und mit Syrien zu kooperieren, anders wird es kaum gehen.