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Wintertourismus im Corona-Jahr Skiferien: Wo und wie wird das möglich sein?

Trotz wieder steigender Coronavirus-Zahlen hoffen viele Menschen auf die Winterferien. Maskenpflicht, Abstand und Desinfektion bestimmen fast überall die Vorsichtsmassnahmen.

Schweiz: Die Schweizer Wintersportregionen setzen auf Optimismus. «Wir planen wie immer mit viel Vorfreude einen Winter mit einigen Neuigkeiten», sagt Markus Meili, Geschäftsführer der Engadin St. Moritz Mountains AG in Graubünden. In Zermatt am Fuss des Matterhorns werden alle Bahnen geöffnet und Pisten beschneit. Zermatt Tourismus hat eigens einen Schlauchschal entwickelt, der über die Nase gezogen so gut wie jede Schutzmaske vor Viren schützen soll.

«Bei der Ausübung des Schneesports gibt es bis auf den Mund-Nasen-Schutz in geschlossenen Transportmittel und den Distanz-Regeln im Anstehbereich keine Veränderungen zu sonstigen Wintern», sagt Meili. Simona Altwegg von Zermatt Tourismus sagt: «Auf den Pisten ändert sich nichts, da man an der frischen Luft ist und der Mindestabstand beim Skifahren sowieso gegeben ist.»

Auf den Pisten ändert sich nichts, da man an der frischen Luft ist und der Mindestabstand beim Skifahren sowieso gegeben ist.
Autor: Simona AltweggZermatt Tourismus

Österreich: «Ski-Vergnügen ja, aber ohne Après-Ski», lautet die Parole, die Österreichs Regierung ausgegeben hat. Essen und Getränke gibt es nur im Sitzen, in Gondeln herrscht Maskenpflicht.

Die Bandbreite an Massnahmen ist gross: Ein Multifunktionstuch als Mund-Nasen-Schutz gibt es in manchen Skiorten zu kaufen, anderswo direkt zum Saisonpass. Beim Anstehen für Skilifts muss Abstand eingehalten werden. Hotel- und auch Skigebietsmitarbeiter sollen häufiger auf Corona getestet werden, teils soll täglich vor Dienstantritt Fieber gemessen werden. Manche Orte wollen die Lage mit einem Abwassermonitoring im Blick behalten.

Mehrere Skigebiete garantieren beim Kauf der Saisonkarten Erstattungen, falls es erneut zum Lockdown kommen sollte.

Deutschland: Unser nördliches Nachbarland spielt im alpinen Skitourismus keine grosse Rolle. Denn auch die Skigebiete in den Bayerischen Alpen sind zu klein, um mit der Konkurrenz in Österreich und der Schweiz mithalten zu können – ganz zu schweigen von Mittelgebirgspisten in Schwarzwald, Fichtelgebirge oder Sauerland. Tagesausflügler sind daher wichtig.

Mit Ministerien abgestimmte Hygienekonzepte gibt es noch nicht, aber die Vorgaben für den Winter werden sich am Sommerbetrieb orientieren. Das heisst Maskenpflicht für Gondeln und Lifte und Abstandsgebote.

Italien: In den italienischen Skigebieten laufen seit Wochen die Vorbereitungen für die neue Saison. «Wir werden alle nötigen Vorkehrungen treffen, damit der Ski- und Wintertourismus in Südtirol auch in diesem Winter möglich ist», sagt der für Tourismus zuständige Landesrat in Südtirol, Arnold Schuler.

Zu den Vorsichtsmassnahmen gehören das verpflichtende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Seilbahnen und Abstandsregeln. Alle Gondeln würden regelmässig desinfiziert, Schutzabtrennungen installiert und Taktfrequenzen von Skibussen erhöht.

Wir werden alle nötigen Vorkehrungen treffen, damit der Ski- und Wintertourismus in Südtirol auch in diesem Winter möglich ist.
Autor: Arnold SchulerLandesrat in Südtirol

Frankreich: Frankreichs Wintersportgebiete haben teils ihre Stornierungsbedingungen geändert. So können Reisende auch kurzfristig absagen, wenn es die Corona-Lage nötig macht. Das Wintersportgebiet Courchevel in den französischen Alpen wirbt mit zwei Apotheken und drei medizinischen Zentren, die den Winter über geöffnet sind.

Im nicht weit entfernten La Plagne wird betont, dass Hygienevorschriften und ein schöner Skiurlaub sich nicht ausschliessen würden. Einige Unterkünfte böten einen Online-Check-In an, damit die Wartezeit in Gemeinschaftsräumen verkürzt werde.

Heute Morgen, 07.10.20, 06:00;

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Adriano Granello  (adgr)
    Wenn die Bergbahnbetreiber die Pendel-Luftseilbahnen und die Standseilbahnen in die Skigebiete nicht mehr mit Menschen vollstopfen, sondern stattdessen die Fahrfrequenz der Bahnen erhöhen würden, förderte dies die Glaubwürdigkeit der Wintersportorte bzgl. Corona-Massnahmen weitaus mehr als die realitätsfremde Empfehlung, man solle sich doch bitte diese Pseudo-Schutzschläuche über Mund und Nase ziehen.
  • Kommentar von Gerbrand Ronsmans  (GRo)
    Mittlerweile ist die CH-Bevölkerung genügend informiert damit sie selbst verantwortlich mit dem ganze umgehen kann. Selbst Quarantäne von 5 Tage beispielsweise, oder ähnlich. Viel wirksamer ist es den breite grenzüberschreitende Tourismus ein Halt zu setzen.
    1. Antwort von Michi Leemann  (mille)
      Als würde sich das Virus um Grenzen foutieren. Wir und alle unsere Nachbarn haben sehr hohe Zahlen. Da nützt ihr Vorschlag mal genau... Äh kurz rechnen... Genau, gar nichts!
  • Kommentar von markus ellenberger  (ELAL)
    Wenn doch bei der Gondel die fenster offen sind muss doch auch keine Maske getragen werden, (Frische Luft wie im Bericht erwähnt) oder auch anders gesagt alle die Angst haben sich oder andere anstecken zu können, soll die doch zu Hause bleiben.
    1. Antwort von Michi Leemann  (mille)
      Waren Sie schon jemals in einer Gondel so wegen Abstand, niesen etc.? Offensichtlich nicht!
    2. Antwort von Gerbrand Ronsmans  (GRo)
      Niesen ist in Ordnung, kommt bei Corona nicht vor. Siehe Symptomliste CH-Schule.