Die Fussball-WM 2026 in den USA findet nicht nur auf dem Rasen statt – auch abseits der Stadien sorgen die Fans für Schlagzeilen. Besonders jene der schottischen Nationalmannschaft sind zahlreich angereist und fallen auf: Sie tranken Biervorräte in der Stadt leer und feierten im Baseball-Stadion. Die Besucher aus Übersee sorgen für Gesprächsstoff im Netz.
«Tartan Army» trinkt in Boston Bars leer
Die schottischen Fans der «Tartan Army» waren wohl besonders durstig. In Boston tranken sie von Donnerstag bis Sonntag viermal so viel Bier, wie die Brauerei hinter der Traditionsmarke Samuel Adams normalerweise während des viertägigen Nationalfeiertags vom 4. Juli vorrätig hat.
Wie der TV-Sender ESPN berichtet, war eine «Notfalllieferung» nötig, um den Bierdurst zu stillen. Besonders gefragt war das «Boston Lager», wie das Unternehmen mitteilte. Paul Morris von der Taverne The White Bull ergänzte: «Uns ist alles ausgegangen. Die Fans waren unglaublich. Sie sind grossartig – sie haben Spass, trinken, feiern – und geniessen die Zeit in vollen Zügen.» «Wir sind seit über 30 Jahren hier, und so etwas haben wir noch nie erlebt. Wir haben den Umsatz vom St. Patrick’s Day verdreifacht», sagte Noelle Somers, Geschäftsführerin der Hennessy’s Bar, dem «Boston Globe».
Schotten auch beim Baseball
Der Fenway Park in Boston ist jedem Baseball-Fan ein Begriff. In 120 Jahren hat das altehrwürdige Stadion schon so einiges gesehen. Eine Horde schottischer Fussballfans gab es aber noch nie – so geschehen in den letzten Tagen.
Engländer in Texas beim Rodeo
Das Rodeo ist im flächenmässig grössten Gliedstaat quasi Kulturerbe – Cowboyhut inklusive. Das Spektakel in den berühmten Stockyards von Fort Worth, nahe Dallas, liessen sich auch zahlreiche angereiste Fussballfans nicht entgehen. In den sozialen Medien waren vor allem englische Fans zu sehen, doch auch ein kroatischer Gast kam im Lokalfernsehen zu Wort.
Fans am Times Square
Tausende Brasilianerinnen und Brasilianer fluteten das ikonische Wahrzeichen von New York vor dem Spiel gegen Marokko. Weniger harmonisch ging es hingegen zwischen den Fanlagern Algeriens und Argentiniens zu und her. Videos im Netz zeigen, wie vereinzelte Fans der beiden Nationen gegeneinander handgreiflich wurden.
Katar fliegt Fans ein
Der Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani, hat laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AP mehrere tausend Fans nach Vancouver einfliegen lassen, um das zweite WM-Gruppenspiel gegen Kanada zu unterstützen. Ein eigens eingerichteter Staatsfonds finanzierte die Reisen, einschliesslich Flügen, Hotels, Transport und weiterer Ausgaben. Auch katarische Studenten in den USA und Kanada wurden eingeladen.