«Die Völker der Erde, willkommen in Mexiko!» Mit einer Show, welche die indigene Kultur Mexikos zelebrierte, eröffnete Mexiko die Fussball-WM 2026. «Fussball vereint alle», so die Worte an der Eröffnungszeremonie.
Zum ersten Mal findet die WM denn auch länderübergreifend in drei Nationen statt. Doch diese sind alles andere als geeint. Zwischen den USA und den beiden Nachbarn Mexiko und Kanada knirscht es gewaltig.
Handelsabkommen muss neu diskutiert werden
An der täglich stattfindenden Morgenpressekonferenz konnte es Präsidentin Claudia Sheinbaum am WM-Eröffnungstag denn auch nicht lassen, ihr Unverständnis gegenüber den USA auszudrücken. «Das Handelsabkommen zwischen den USA, Mexiko und Kanada, das hat Trump in seiner ersten Amtszeit gemacht. Und die USA haben davon profitiert!»
Doch genau dieses Abkommen muss Mexiko während der WM mit Co-Gastgeber USA wieder verhandeln. So sieht es der Vertrag vor. Donald Trump liess diese Woche aber verlauten, er wolle das Abkommen nicht mehr. Das wäre ungünstig für Mexiko, das achtzig Prozent seiner Waren in die USA exportiert.
Proteste vor dem Stadion
Doch nicht nur aussenpolitisch gab es Gegenwind im Vorfeld der Weltmeisterschaft in Mexiko, auch innenpolitisch. Auch am Eröffnungstag. Wie seit Wochen gingen Angehörige der rund 130'000 Verschwundenen in Mexiko auf die Strasse.
Ebenso demonstrierten Tausende Lehrerinnen und Lehrer. Es geht unter anderem um die Rente. Es kam zu Zusammenstössen mit der Polizei vor dem Fussballstadion.
2:0 im Aztekenstadion
Doch dann endlich das Eröffnungsspiel. Bereits in der neunten Minute schoss die mexikanische Fussballmannschaft das erste WM-Tor, das zweite folgte in der 67. Minute. Mexiko gewann das Eröffnungsspiel zu Hause. Euphorie im Land und etwas Durchatmen für Präsidentin Claudia Sheinbaum vor dem nächsten Gegenwind.