1957: Mit «Sputnik 1» schiesst die Sowjetunion den ersten künstlichen Satelliten ins All. Bald darauf umkreist die Hündin Laika an Bord von «Sputnik 2» die Erde. Laika ist das erste Lebewesen, dass gezielt in eine Erdumlaufbahn gebracht wurde. Das Tier überlebt das Experiment nicht.
1959: Die Sowjetunion startet das Luna-Programm. Es umfasst bis Mitte der 1970er-Jahre insgesamt 24 unbemannte Missionen. Nicht alle sind erfolgreich, doch einige Missionen bedeuten Meilensteine der Raumfahrt. So etwa die erste erfolgreiche Mondlandung mit Luna 2 oder die erste fotografische Erfassung der Mondrückseite durch Luna 3 – beides gelingt 1959.
1961: Der Russe Juri Gagarin ist der erste Mensch im All, als erster Amerikaner folgt Alan Shepard an Bord einer «Mercury»-Raumkapsel.
1966: Die sowjetische Mondfähre «Luna 9» setzt auf dem Erdtrabanten auf. Es ist die erste kontrolliert abgebremste Landung auf dem Mond.
1968: Als erste bemannte Mission startet «Apollo 8» mit drei Astronauten an Bord und umrundet den Mond.
Juli 1969: «Apollo 11»-Kommandant Neil Armstrong (USA) betritt als erster Mensch die Oberfläche des Mondes und schreibt Geschichte.
November 1969: Wenige Monate später gelingt der Besatzung von «Apollo 12» die zweite Landung.
1971/72: Vier Missionen folgen – bis im Dezember 1972 die Fähre von «Apollo 17» als bislang letztes bemanntes Raumschiff den Mond erreicht. Insgesamt haben zwölf Menschen den Mond betreten – alle waren weisse US-Amerikaner.
2019: Auch China will auf den Mond – und lanciert dafür 2007 das Mondprogramm Chang'e. Chang'e 4 landet 2019 auf der Mondrückseite. Ziel ist die Untersuchung von Mondtopografie, Ressourcen und die Vorbereitung bemannter Missionen.
2022: Mit der Mission «Artemis 1» gelingt den USA ein erster Schritt, um Menschen künftig wieder auf den Mond zu bringen. Das unbemannte Raumfahrzeug welches die Nasa in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumagentur ESA erbaute, umrundet erfolgreich den Mond und landet am 11. Dezember im Pazifik – nach rund 25 Tagen im Weltall. Mit an Bord sind drei Strahlungspuppen, die mit Sensoren ausgestattet sind. Die gesammelten Daten sollen Aufschluss geben, wie Astronautinnen und Astronauten beim Flug zum Mond am besten geschützt werden können.
1. April 2026: Nach über 53 Jahren werden mit «Artemis 2» wieder Menschen zum Mond geschickt. Kommandant Reid Wiseman, Pilot Victor Glover sowie Missionsspezialistin Christina Koch (alle von der Nasa) und Spezialist Jeremy Hansen (von der kanadischen Weltraumagentur CSA) umrunden in der geplanten zehntägigen Mission den Erdtrabanten. Dabei sollen Systeme und Arbeitsabläufe an Bord des Raumschiffs erprobt werden, um für zukünftige bemannte Mondlandungen vorbereitet zu sein.