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Weinstein-Anwälte wollen Vergewaltigungsprozess neu aufrollen lassen
Aus SRF 4 News aktuell vom 06.04.2021.
abspielen. Laufzeit 00:43 Minuten.
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Auslöser der #MeToo-Bewegung Harvey Weinstein legt Berufung gegen Vergewaltigungsurteil ein

  • Der wegen Vergewaltigung verurteilte Ex-Filmmogul Harvey Weinstein will seinen Prozess neu aufrollen lassen.
  • Dies bestätigte Weinsteins Anwalt Arthur Aidala gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
  • Das Verteidigerteam des 69-Jährigen habe beim Obersten Gericht im Bundesstaat New York Einspruch gegen das Urteil vom 24. Februar 2020 eingelegt.
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Aus dem Archiv: Harvey Weinstein schuldig gesprochen
Aus Tagesschau vom 24.02.2020.
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In dem gerichtlichen Schreiben hiess es weiter: «Herrn Weinstein wurde sein verfassungsmässiges Recht verweigert, in einer fairen und unparteiischen Jury vor Gericht gestellt zu werden.»

Die Anwälte begründeten ihren Vorwurf mit einem angeblich parteiischen Juror, der angeblichen Voreingenommenheit des Richters James Burke und der Einflussnahme einer «reisserischen medialen Berichterstattung». Insgesamt greifen die Verteidiger den Schuldspruch aus dem vergangenen Jahr in sieben Punkten an.

Auslöser der #MeToo-Bewegung

Die Verurteilung von Weinstein im vergangenen Jahr markiert einen Meilenstein der Rechtsgeschichte. In dem aufsehenerregenden Fall, durch den die #MeToo-Bewegung massgeblich mit ausgelöst wurde, hatte die Jury den Zeugenaussagen von mehreren Frauen entgegen Weinsteins Unschuldsbeteuerungen und trotz des Mangels an Beweisen geglaubt.

Der Ex-Produzent war wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung zu 23 Jahren Haft verurteilt worden. Selbst die Vereinten Nationen sprachen von einem «Wendepunkt» im Umgang mit Opfern sexueller Gewalt. Weinstein sitzt diese Strafe derzeit in einem Gefängnis im Bundesstaat New York ab.

SRF 4 News aktuell, 06.04.2021, 05:00 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Beat Burkhardt  (Bips)
    Aha. Mehrere Zeugenaussagen sind also kein Beweis und führten zu einem Schuldspruch trotz mangelnden Beweisen und Unschuldsbeteuerungen. Grossartige Formulierung für alle, die ein Sexualdelikt anzeigen wollen... Bin gespannt, wie in Zukunft SRF rechtfertigt, wenn es sich bei Freisprüchen darüber beklagt, dass den Opfern nicht geglaubt wird.
    1. Antwort von Jürg Leuenberger  (jleuen)
      @Bips: Weshalb greifen Sie SRF an? Wieso haben Sie die Vorstellung, SRF müsste/sollte/könnte überhaupt etwas rechtfertigen. Die Aufgabe der Presse ist es doch zu berichten, darzustellen, oder sehe ich das falsch?
    2. Antwort von Beat Burkhardt  (Bips)
      Es geht bloss darum, dass solche Berichte sorgfältiger abgefasst werden müssten. Es geht nicht an, so zu tun, als ob Zeugenaussagen keine Beweismittel wären. Gerade bei Sexualdelikten kann oft nur dank Zeugenaussagen eine Beweisführung gelingen, da "objektive" Beweise meist fehlen. Und gerade SRF moniert oft, dass den Betroffenen zu wenig Glauben geschenkt wird.
    3. Antwort von tom rosen  (tom rosen)
      @Bips: Zeugen sind ausschliesslich nicht betroffene Personen. Auch wenn das die Verfolgung sexueller Übergriffe erschwert und offensichtlichen Tätern eine Fluchttüre öffnet - eine Verurteilung muss durch Beweise begründet werden können. Sonst ist der Wendepunkt, den die Vereinten Nationen hier so beklatschen ein fataler - einer der die Rechtsgrundlage für beschuldigte Personen umkehrt und Justizwillkür Tür und Tor öffnet.