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Griechenland bis Kalifornien Wälder, Moore und Weizenfelder in Flammen

Schweden kämpft weiter gegen Dutzende Feuer. Auch in weiteren Ländern Nordeuropas und den USA brennt's. Einige der aktuellen Feuer im Überblick.

Schweden: Mehr als 80 kleinere und grössere Brände haben in den vergangenen Tagen die Evakuierung ganzer Dörfer nötig gemacht. Zehntausende Hektar Wald wurden zum Opfer der Flammen. Teilweise haben die Feuer auch die mühsam geschaffenen Feuerbarrieren wieder durchbrochen, derzeit brennt es an 25 Orten. Da viele EU-Staaten selbst mit Bränden zu kämpfen haben, hat die Regierung nun die Nato-Partner um Unterstützung bei den weiteren Löscharbeiten gebeten.

Legende: Video Noch immer wüten in Schweden rund 25 Feuer abspielen. Laufzeit 0:15 Minuten.
Aus News-Clip vom 27.07.2018.

Brandenburg (D): Munition aus dem Zweiten Weltkrieg hat die Bekämpfung eines Waldbrandes in der Nähe von Potsdam erschwert. Das Feuer war aus noch ungeklärten Gründen ausgebrochen und zerstörte rund 90 Hektar Wald. Am Donnerstag hatte es wegen der Weltkriegsmunition im Gebiet kleinere Explosionen gegeben, zwei nahe Autobahnen wurden aus Sicherheitsgründen gesperrt. Mittlerweile ist der Brand weitgehend eingedämmt, die Glutnester dürften die Feuerwehren jedoch noch während mehrerer Tage beschäftigen.

Waldbrand bei Potsdam
Legende: Wegen des Feuers nahe der Autobahn ist die wichtige innerouropäische Ost-West-Achse seit Donnerstag gesperrt. Keystone

Dänemark: In der Nähe von Aalborg kämpft die Feuerwehr gegen einen Moorbrand. Über 50 Hektar sind mittlerweile abgebrannt. Überirdisch wurden die Flammen zwar am Donnerstag gelöscht, doch das Feuer brennt tief im Untergrund weiter. Die Behörden befürchten, dass es sich unterirdisch weiter ausbreitet und an vermeintlich sicheren Stellen wieder aufflammt. Weil Feuerwehrautos auf dem schwierigen Terrain kaum vorankommen, bricht die Feuerwehr die Erdoberfläche mit Traktoren auf, um Löschwasser in die Tiefe zu leiten.

Legende: Video Überirdisch sind die Flammen gelöscht, doch die Gefahr glüht unter der Oberfläche (unkomm.) abspielen. Laufzeit 0:15 Minuten.
Aus News-Clip vom 27.07.2018.

Lettland: Seit über einer Woche kämpft die Feuerwehr im Nordwesten des Landes gegen einen grossen Torf- und Waldbrand. Stellenweise brennt der schwelende Torf wieder mit offenen Flammen, über 1200 Hektar Wald, Buschland und Torfmoor sind abgebrannt. Trotz des Einsatzes von Löschhelikoptern und Unterstützung aus den Nachbarländern gehen die Behörden davon aus, dass das Feuer erst mit Einsetzen des Herbstregens vollständig gelöscht werden kann.

Griechenland: In den Waldbrandgebieten nahe der Hauptstadt Athen hat sich die Lage mittlerweile deutlich entspannt. Laut den Behörden gibt es keine Feuerfronten mehr, die bewohnte Gebiete bedrohen. Und auch die Waldbrandgefahr wird derzeit noch als «niedrig» und «mittel» eingestuft. Doch die Bilanz der Brände fällt verheerend aus: Die Zahl der Todesopfer liegt mittlerweile bei 86, über Tausende Häuser dürften unbewohnbar sein. Laut Regierungsangaben gibt es Indizien, die auf Brandstiftung als Ursache hindeuten.

Legende: Video «Ernsthafte Hinweise auf kriminelle Aktivitäten» abspielen. Laufzeit 0:08 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 27.07.2018.

Kalifornien: Im US-Bundesstaat haben drei grössere Waldbrände bereits Zehntausende Hektar Wald zerstört. Ein Feuer zerstörte seit Montag knapp 12'000 Hektar Wald und bedroht die Stadt Redding. Ein Feuer nahe des Yosemite Nationalparks zerstörte seit seinem Ausbruch vor zwei Wochen bereits 18'000 Hektar Wald. Der bei Touristen beliebte Nationalpark wurde geschlossen. Östlich von Los Angeles zerstörte ein weiteres Feuer seit Mittwoch gut 3000 Hektar Wald. Zahlreiche Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

Legende: Video Im Norden Kaliforniens wurden bereits Tausende Personen in Sicherheit gebracht (unkomm.) abspielen. Laufzeit 0:20 Minuten.
Aus News-Clip vom 27.07.2018.

Grossbritannien: Mit Temperaturen von bis zu 33 Grad Celsius erlebt Grossbritannien den heissesten Tag des Jahres. In der Region um Nottinghamshire sind diverse Felder in Brand geraten.

Legende: Video Am heissesten Tag des Jahres brennen in Grossbritannien Weizenfelder (unkomm.) abspielen. Laufzeit 0:22 Minuten.
Aus News-Clip vom 27.07.2018.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Hochuli (Bruno Hochuli)
    Das grösste Problem ist nicht nur die Trockenheit ,sondern auch das Wasser, durch die grenzenlosen Verbauungen wird das Grundwasser immer weniger. Wir steuern mit Riesenschritten einer Hungersnot und Wassernot zu. Vielleicht merkt jetzt der letzte Mensch, dass wir unseren Planeten schneller zerstören als uns lieb ist.
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  • Kommentar von Stephan Poetsch (StephanP)
    Auch diese Hitzewellen werden wieder nichts auslösen im Hinblick auf die Verwendung bzw. Nicht–Verwendung fossiler Energieträger. Reine journalistische Aneinanderreihung von Bildern mit Feuer sieht nur farblich hübsch aus, dient aber nicht zur Bildung eines Common Sense, energietechnisch das Ruder herumzureissen. Schade
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