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Die Schweiz im Trockenen Kein Feuerwerk, hoher Wasserverbrauch und durstige Tiere

Die Schweiz ächzt unter der anhaltenden Trockenheit. Das hat Auswirkungen auf verschiedene Bereiche.

Legende: Video Feuerverbote, abgestellte Brunnen, tiefe Wasserpegel abspielen. Laufzeit 00:46 Minuten.
Aus SRF News vom 27.07.2018.

Kein Feuerwerk auf dem Gurten: Die anhaltende Trockenheit macht der 1. August-Feier in Bern einen Strich durch die Rechnung. Die Berner müssen auf das traditionelle Grossfeuerwerk am Gurten verzichten. Auch das Höhenfeuer am Berner Hausberg findet wegen der Brandgefahr nicht statt. Auch im ganzen Glarnerland sowie neu auch in der Stadt Schaffhausen darf am Nationalfeiertag kein Feuerwerk gezündet werden.

Feuerwerk über dem Bundeshaus in Bern.
Legende: Die Berner müssen heuer auf das traditionelle 1. August-Feuerwerk verzichten. Keystone

Verkauf von Feuerwerk eingestellt: Auch die grösste Migros-Genossenschaft reagiert auf die zahlreichen Feuerverbote. Die Migros Aare hat den Verkauf von Feuerwerk eingestellt. Bereits gekaufte Ware kann mit dem Kassenbon zurückgegeben werden. Die Migros Aare ist in den Kantonen Bern, Solothurn und Aargau tätig. Auch in diversen Ostschweizer Kantonen verzichten Migros und Coop auf den Verkauf von Feuerwerksartikel.

Feuerverbot

Igel und Vögel haben Durst: Die Trockenheit macht auch vielen Tieren zu schaffen. Pfützen und kleine Wasserstellen sind ausgetrocknet. Igel, Vögel und andere Kleintiere finden daher kaum noch Wasser. Der Schweizer Tierschutz ruft nun dazu auf, Wasserschalen in Gärten und Grünanlagen aufzustellen. Die Schalen sollten jedoch möglichst flach sein, damit die Tiere nicht hineinfallen und ertrinken können.

Ausserdem muss das Wasser regelmässig gewechselt und das Gefäss sauber gehalten werden, wie Helen Sandmeier vom Schweizer Tierschutz STS sagt. Die Tränke sollte möglichst an einem schattigen, ruhigen Ort platziert werden. Damit Igel nicht in Gartenteichen ertrinken, wenn sie daraus ihren Durst löschen wollen, können an steil abfallenden Ufern Kletterhilfen angebracht werden. Tiere, die ins Wasser fallen, schaffen es dann aus eigener Kraft ins Trockene.

Trockenheit

AKW Mühleberg gedrosselt: Wegen der Hitze musste das AKW Mühleberg im Kanton Berg seine Leistung um rund zehn Prozent zurückfahren. Grund dafür sind die hohen Temperaturen der Aare, deren Wasser zur Kühlung des AKW-Reaktors genutzt wird. Die Drosselung sei im Sommer nichts Aussergewöhnliches, sagt BKW-Mediensprecher Tobias Habegger. Auf die Stromversorgung im BKW-Gebiet hat die Drosselung keine Auswirkung. Die BKW produziere mehr Strom als die Kunden verbrauchten, sagte Habegger.

Waldbrandgefahr

Massiver Wasserverbrauch in Winterthur: Der Wasserverbrauch ist vielerorts stark angestiegen. So werden in Winterthur zurzeit rund 32'000 Kubikmeter Wasser pro Tag verbraucht. Das sind rund 35 Prozent mehr als im Jahresdurchschnitt und 45 bis 50 Prozent mehr als in der letzten Juliwoche 2017.

Legende: Video Durch Hitze und Trockenheit ist das Flussbett der Töss vollständig ausgetrocknet abspielen. Laufzeit 00:18 Minuten.
Aus News-Clip vom 27.07.2018.

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33 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
    A.Griesser "Lernen wir mit weniger zu leben" Sie haben ja so recht, aber glauben Sie ernsthaft, dass die Menschheit darauf ausgerichtet ist? Haben Sie seit unserer Entstehung irgendeine pos.Entwicklung feststellen können? Es ist leider umgekehrt, die Bedürfnisse der grossen Masse sind mit unserer Natur+Umwelt nicht vereinbar, das betrifft nicht nur westl.gesinnte Länder. Genau darum ist unsere einzige Alternative endlich eine weltweite Geburtenregelung. Kinderkriegen ist keine Privatsache mehr.
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    1. Antwort von Andreas Griesser (A Griesser)
      Leider muss ich ihnen zum Thema Entwiklung zustimmen. Das einzige was mann aus der Geschichte lernen kann ist, das der Mensch nichts lernt :-( Immer grösser, höher... und vor allem was ändern ja aber beim andern. Aber genau darum geht es. Wir müssen lernen umzudenken und das beginnt bei jedem einzelnen. Ich habe gehandelt und pflanze jedes Jahr 1500 Holzbäume auf meiner Kakaoplantag. Ich weiss es ist ein tropfen auf den heissen Stein aber wenn ich nicht Anfang und was änder wer dann?
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    2. Antwort von Andreas Griesser (A Griesser)
      Zum Thema weltweite Geburtenkontrolle: Ich finde das ungerecht. Für das hochentwickelte Europa mag das angehen. Dort kann mann es sich leisten, nicht aber für Entwicklung und Schwellenländer! Ich lebe seit 12 Jahren in Peru. Es gibt hier KEIN Sozialwesen. Die Kinder sind immer noch die wichtigste Altersvorsorge! Wer keine Kinder hat der im Alter für sie sorgt ist hier aufgeschmissen. Vergessen sie bitte die Idee, oder wollen sie Umweltschutz auf dem Buckel der Armen?
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    3. Antwort von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
      Dies das Problem, es sind viel zu wenige, die einen Tropfen auf den heissen Stein fallen lassen. Darum schreibe ich von "grosse Masse", denn die tut das nicht, sie gibt der Natur nichts zurück, sie nimmt nur, so wie es seit seit Menschengedenken macht. Zudem, PER hat das Bevölkerungswachstum von gegen 3% noch in den 50er/60erJahren auf aktuell 1.3% reduziert, das entspricht ungefähr CHer Verhältnissen von 1,25, immer noch zu viel. Nur, Peru ist 32x grösser, hat aber nur 3x so viele Einwohner.
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    4. Antwort von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
      Zum Thema Geburtenkontrolle, unter anderen Staaten betreibt auch die CH in Peru Entwicklungshilfe. Mein Vorschlag beim EDA vor schon ca 10J wurde als untauglich erklärt: die Idee war, einen Teil der Entwicklungsgelder zu reservieren u.jenen Frauen, nur den Frauen, eine Altersrente in Aussicht stellen, wenn sie freiwillig ihre Kinderzahl auf 2 beschränkten. Inbegriffen natürlich Beratung und Finanzierung der Familienplanung. Ecopop wäre ein Anfang gewesen, die Hilferufe der Frauen blieb unerhört.
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  • Kommentar von Alex Volkart (Lex18)
    Zum testen stellte ich gestern als es so heiss war mehr Wasser nach draussen. Ich war baff wie viele Tiere sich darum gestritten haben.
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  • Kommentar von Rudi Hardy (Wombat)
    Bei uns ist privates Feuerwerk schon seit 50 Jahren verboten denn wir haben die Duerren bei wie bei euch alle paar Jahre. Feuerwerk wird stattfinden so am Nationalfeiertag angelegt bei Profis und ich finde das gut so. Bei Trockenheit wirds nichts, auch Wuerstchen braten im Freien ist undersagt, leider - habe doch gern ein Cervelat mit Thomi Senf.
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