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Hurrikan «Lorenzo» fegt über die Azoren
Aus SRF News vom 02.10.2019.
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Hurrikan «Lorenzo» 20-Meter-Wellen treffen die Azoren

  • Hurrikan «Lorenzo» hat über den Azoren gewütet und dort erhebliche Schäden angerichtet.
  • Bei heftigen Regenfällen und Orkanböen wurden am Mittwoch Bäume entwurzelt und Strommasten umgerissen. Es gab Wellen von gut 20 Metern Höhe.
  • Der Sturm zieht nun Richtung Irland.

Betroffen waren vor allem die westlichen Inseln der Azoren. Auf Flores sei der Hafen der Gemeinde Lajes das Flores weitgehend zerstört worden, berichteten Medien unter Berufung auf die Behörden der zu Portugal gehörenden Atlantik-Inseln.

Stromausfall und Überschwemmungen

Der Zivilschutz teilte mit, man habe allein bis Mittwochmittag 127 Einsätze geleistet, vor allem wegen Überschwemmungen, unbefahrbarer Strassen und Schäden an Häusern. 139 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden. Mehrere Gemeinden waren ohne Strom.

Kind steht inmitten von Trümmern
Legende: Auf der Azoren-Insel Faial hat Hurrikan «Lorenzo» ganze Dörfer verwüstet. Keystone

Die östlichen Inseln des gut 1400 Kilometer westlich von Lissabon gelegenen Archipels, darunter die Hauptinsel São Miguel, wurden nur gestreift. «Am Ende war es nicht so schlimm wie erwartet», sagte Ministerpräsident António Costa in Lissabon vor Journalisten.

Wirbelstürme wie dieser sind selten

«Lorenzo» ist deshalb ungewöhnlich, weil es nur äusserst selten vorkommt, dass solche Wirbelstürme, die in der Hurrikan-Saison im Atlantik vor allem die Karibik und die USA in Mitleidenschaft ziehen, so weit nach Osten gelangen. Bis Samstagabend war «Lorenzo» noch der höchsten Kategorie fünf zugeordnet worden. Am Mittwoch wurde der Sturm auf Kategorie 2 herabgestuft.

Der Sturm zieht nun Richtung Irland. Auf dem Weg dorthin wird er sich nach Einschätzung von Experten weiter abschwächen. Zwischen Donnerstag und Freitag werden in Irland und in westlichen Teilen Grossbritanniens trotzdem kräftiger Wind und starker Regen erwartet.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von W. Pip  (W. Pip)
    Wirbelstürme wie dieser sind selten - aber werden zunehmen, wenn der Golfstrom versiegt. Und das wird er.
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    1. Antwort von P Gasser  (pasgas)
      Damir tropische Wirbelstürme entstehen können sind Wassertemperaturen von über 28 Grad nötig. Dank dem Golfstrom ist das Meerwasser im Ostatlantik deutlich wärmer als es eigentlich sein sollte. Dennoch sind die Wassertemperaturen viel zu tief für Wirbelstürme. Ganz selten mal kommt einer bis nach Irland. Ob das mit dem Ende des Golfstroms zunimmt? Reine Spekulation. Fakt ist aber dass der Klimaewandel die Entstehung solche Stürme begünstigt (höhere Wassertemperaturen).
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    2. Antwort von Dani Furer  (einfach statt kompliziert)
      Vielleicht wäre es gut wieder alttestamentliche Zeiten einzuführen. Damals hat ein Prophet zweimal überlegt, was er sagt und was nicht. Wenn es nicht eingetroffen ist, wurde er gesteinigt. Und wenn es unangenehm war fürs Volk, wurde er in den Brunnen gesteckt. Heute schwätzt jeder Prophet einfach irgend etwas dahin, was er von seinem Guru gehört hat. Nur damit er die Menschen verängstigen kann. SF: Wäre es nicht mal Zeit einen "Faktencheck" von "Al Gore die unbequeme Wahreit" zu machen?
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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Ein historisches Wetterereignis war gestern zu verzeichnen mit diesem Hurricane, der auf die Azoren traf. Zum Glück nur noch auf Stufe 1 von 5. Dennoch richtete der Sturm grosse Verwüstungen an. Die Dynamik dieses Sturmes wurde dadurch begünstigt, dass die Meersestemperaturen weiter angestiegen sind gegnüber vorher.Das bedeutet, dass noch mehr Energie freigesetzt werden kann. Dies ist Ausdruck des Klimawandels. Wer dies immer noch leugnet, redet und handelt verantwortungslos der Welt gegenüber.
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    1. Antwort von Dani Keller  (¯\_(ツ)_/¯ ____)
      An den US Küsten des Golfs von Mexiko und Atlantilks konnte in den letzten 50 Jahren statistisch weder eine Häufigkeit, noch höhere Intensität von Hurricans festgestellt werden. Selbst bei einer Betrachtung von 150 Jahren.
      Die mediale Berichterstattung suggeriert ein anderes Bild. Ist wie bei Kriminalität: je mehr davon im TV&Co gezeigt wird, umso mehr haben das Gefühl einer Zunahme dessen und fühlen sich immer mehr bedroht, obwohl statistisch keine Zunahme stattfindet.
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  • Kommentar von Adrian Weber  (Pöbel)
    Glück im Unglück: es gibt keine Verletzten. Die Ursache solcher zunehmenden Wetterextreme (2019 ist das verherenste Jahr seit Messbeginn, srf) sollte langsam allen klar sein: Die Erd- und Ozeanerhitzung. Ich hoffe, die Azoren bleiben langfristig bewohnbar.
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