Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Nach Enthüllungsinterview Prinz William: «Wir sind keine rassistische Familie»

  • Prinz William hat die von seinem Bruder Prinz Harry und dessen Frau Meghan erhobenen Rassismusvorwürfe gegen das britische Königshaus zurückgewiesen.
  • «Wir sind keine rassistische Familie», sagte der 38-Jährige beim Besuch einer Schule in London.
Video
Aus dem Archiv: Prinz Harry und Herzogin Meghan teilen aus
Aus Tagesschau vom 08.03.2021.
abspielen

Seit Tagen schwebt der Vorwurf nun wie eine dunkle Wolke über dem Buckingham-Palast. Die Royals – ein versteifter, erzkonservativer Clan, der dunklere Hautfarben als nicht akzeptable Bedrohung ansieht?

Meghan und Prinz Harry haben in ihrem weltweit beachteten Interview mit US-Moderatorin Oprah Winfrey von der anderen Seite des Atlantiks aus genau dieses Bild entstehen lassen. Nun meldet sich erstmals einer der Royals persönlich zu Wort.

Knappe Antwort von Prinz William

«Wir sind keine rassistische Familie», sagte Harrys Bruder Prinz William am Donnerstag beim Besuch einer Schule in London. Es ist eine knappe Antwort auf Reporterfragen, dahingeworfen im Vorbeigehen.

Thronfolger Nummer Zwei schlägt damit deutlich klarere Töne an als die offizielle Linie des Königshauses. Meghans und Harrys schwerster Vorwurf hat es in sich: Es sei im Königshaus vor der Geburt ihres Sohnes Archie Thema gewesen, wie dunkel dessen Hautfarbe sein würde, erzählten die beiden.

Ein hochrangiger Royal habe die Überlegung, wie die Hautfarbe nach aussen wirken könne, gegenüber Harry geäussert, hiess es. Wer das war, will das Paar um keinen Preis verraten. Lediglich Ihre Majestät – Queen Elizabeth II. persönlich – und Prinz Philip nahm man nachträglich aus der Schusslinie.

Viele Krisentreffen im Buckingham Palace

Der Palast liess sich Zeit für eine Reaktion, im Hintergrund soll Insidern zufolge ein Krisentreffen nach dem nächsten stattgefunden haben.

Am Dienstagnachmittag dann schliesslich die Antwort: Man nehme die Vorwürfe «sehr ernst», hiess es in einem schriftlichen Statement. Die angesprochenen Themen, besonders der Rassismusvorwurf, seien besorgniserregend.

Obwohl die Erinnerung teilweise anders sei, würden die Vorwürfe von der Familie privat aufgearbeitet. Wie die «private Aufarbeitung» aussehen soll, dürfte die Öffentlichkeit wohl nie erfahren. Dennoch sind die sorgfältig gewählten Worte aus dem Palast kein klares Dementi.

Sie sind vorsichtig, einfühlend, um Glättung der Wogen bemüht. Harry, Meghan und Archie blieben «geliebte Familienmitglieder», so der letzte Satz.

Prinz William zerstört leiseste Hoffnungen

Umso bezeichnender, dass Prinz William gerade einmal zwei Tage später nachlegt und mit seiner Absage wohl auch die leiseste Hoffnung zerstört, der Palast könne sich intern ernsthaft mit unangenehmen Fragen zur eigenen Haltung beschäftigen.

Ich habe noch nicht mit meinem Bruder gesprochen, aber ich werde das tun.
Autor: Prinz William

Er habe noch nicht mit seinem Bruder gesprochen, sagte William, dessen Beziehung zu Harry schon lange als angespannt gilt. «Aber ich werde das tun.»

Wer ist der Beschuldigte?

Der engste royale Familienkreis befindet sich unter Generalverdacht. Ist Prinz Charles, der zeitweise Harrys Anrufe abgelehnt haben soll, der Beschuldigte? Oder William selbst? Vielleicht sogar Herzogin Kate? Die Wetten der britischen Buchmacher laufen auf Hochtouren.

Kommentatoren kritisieren, dass sich durch die diffusen Anschuldigungen kaum ein Royal entspannt zurücklehnen, aber erst recht nicht verteidigen kann. Und so rumort es weiter im Königshaus – ohne Aussicht auf eine baldige Glättung der Wogen.

Tagesschau, 08.03.2021, 19.30 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

30 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Angela Nussbaumer  (Angela N.)
    Was ist das doch nur für ein kompletter Habakuk, mit dem sich die Welt hier befassen ... muss?
    Zwei "erwachsene" Leute jammern, klagen an, machen einen Haufen Geld mit ihren Äusserungen. Vergessen die unzähligen TEUREN Privilegien und Extrawürste, die Grosi Elisabeth ihrem Vorzugsenkel alle gewährte. Die "Opfer" sind natürlich wichtiger als die Ex-Military Members, die auf Britanniens Strassen schlafen (müssen), wichtiger als die Folgen von COVID und Brexit und Elend weltweit. Ga-ga, finde ich.
  • Kommentar von Werner Gürr  (FrMu)
    Who cares. Es gibt Wichtigeres auf der Welt als die Hautfabe eines Babys.
  • Kommentar von Ernst von Allmen  (MEVA)
    Rassît sicher nicht, aber unnötig