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Auswirkungen der Zeitumstellung
Aus Wetterfrage vom 27.03.2021.
abspielen. Laufzeit 05:28 Minuten.
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Sommerzeit Die Uhren sind jetzt umgestellt

In der Nacht auf heute Sonntag hat die Sommerzeit begonnen. Um 2 Uhr sind die Uhren in der Schweiz – wie in den meisten europäischen Ländern – auf 3 Uhr vorgestellt worden. Die Sommerzeit endet laut Angaben des Eidgenössischen Instituts für Metrologie (Metas) am letzten Sonntag im Oktober.

Eines der Probleme, das am Sonntagmorgen jeweils für reges manuelles Umstellen von Uhren sorgte, stellt sich heute immer weniger: Die Mehrzahl der Geräte und Uhren stellt die Zeit autonom um, so zum Beispiel Mobiltelefone, Computer oder Funkwecker. Dennoch: Für die Uhr am Backofen oder an der Wand lohnt sich nach wie vor eine der Eselsbrücken wie «Spring forward – Fall back», um zu wissen, dass im Frühling die Uhren vor-, und im Herbst zurückgestellt werden.

Doch braucht es die Sommer- und Winterzeit überhaupt noch? Zurzeit ist eine mögliche Abschaffung der saisonal bedingten Zeitumstellung ein Thema politischer Diskussionen, insbesondere in den Nachbarstaaten. Weder auf der Ebene der Europäischen Union (EU) noch auf derjenigen aller Einzelstaaten sind bisher Entscheide getroffen worden. Nicht betroffen von der ganzen Situation sind die Isländer: In Island werden seit 1968 die Uhren nicht mehr umgestellt, es gilt das ganze Jahr die gleiche Zeit.

Die Schweiz wartet ab

Die Schweiz verfolge laut Metas die Entwicklung in den Nachbarländern und werde sorgfältig prüfen, ob eine allfällige Anpassung der Zeitregelung sinnvoll und im Interesse der Schweiz sei. Bis auf Weiteres gelte auf alle Fälle die bestehende Zeitregelung.

Bei der Einführung der mitteleuropäischen Zeit (MEZ) Ende des 19. Jahrhunderts und auch bei der Einführung der Zeitumstellung 1980 haben sich Bundesrat und Parlament vor allem aus wirtschaftlichen Gründen für eine Zeitregelung entschieden, die mit derjenigen der Nachbarstaaten übereinstimmt. Bei einer abweichenden Regelung würde die Schweiz zu einer Zeitinsel, mit Konsequenzen, insbesondere im Geschäftsverkehr, im Transportwesen, im Tourismus und der Kommunikation.

Video
40 Jahre Sommerzeit in der Schweiz
Aus Tagesschau vom 27.03.2021.
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Radio SRF1, 27.3.2021, 09:12 Uhr;

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Benny Schmid  (.Ben)
    Und einmal mehr zeigt uns die Politik wie unfähig sie ist wenn es darum geht Entscheidungen zu treffen. Dieses Thema liegt in Europa bereits seit mehreren Jahren auf dem Tisch aber trotzdem bewegt man sich keinen Millimeter. Dieses Spiel mit der Zeit ist in etwa so spannend wie ein Rennen zwischen zwei toten Schnecken und ein absolutes Armutszeugnis. Herzlichen Dank für das jährliche Verstellen meiner inneren Uhr.
  • Kommentar von Ulrich Oberhauser  (Ueli Oberhauser)
    Für die die sich freuen in Zukunft keine Zeitumstellung mehr zu haben:
    Es bedeutet auch, dass ihr für immer jeden Tag eine Stunde weniger Sonne habt.
    Der gesundheitliche "Schaden" einer halbjährlichen Zeitumstellung (um eine Stunde), steht einem gesamtbevölkerischen Mangel an Vitamin D gegenüber.
    Gar nicht zu reden von der verminderten Lebensqualität die jeder einzelne von uns haben wird.
    Ich sehe schon wie alle ihre Vorgesetzten darum bitten eine Stunde früher arbeiten zu dürfen.
    1. Antwort von Andreas Müller  (Hugh Everett)
      Russland hat das gemacht und auch wieder abgeschafft, das es allgemein nicht für gut befunden wurde. Aber wie ich Europa kenn muss man diesen Fehler bestimmt nochmals machen, um ihn dann nochmals Rückgängig zu machen.
    2. Antwort von Andy Gasser  (agasser)
      Die Tageslänge ändert sich durch die Zeitumstellung eben NICHT: Sie haben weder längere noch kürzere Tage. der Tag am 21. Juni dauert 16h und 8:30 am 21. Dezember. Wir sollten unsere Zeitzone immer so ausrichten, dass der Sonnenhöchststand möglichst nahe bei 12:00 ist. UTC+1 ist bereits 30 Minuten hintendrein. Wir die Umstellung abgeschafft, dann nur auf UCT+1. Alles andere wäre gefährlich und würde Depressionen verursachen.
    3. Antwort von Esther Jordi  (ejejej)
      Darum hatte vor Einführung der Sommerzei die gesamte Bevölkerung einen Vitamin D-Mangel ... Sorry, aber das ist nun wirklich Quatsch.
    4. Antwort von markus hadorn  (samos)
      @Oberhausen: Das scheint mir nun doch sehr spitzfindig! Tatsache ist, dass die Zunahme von Depressionen, Suiziden, Angst- und Belastungsstörungen sowie Aggressionszuständen v.a. den Coronamassnahmen geschuldet ist. Das will zwar niemand wahrhaben, aber Zeitumstellungen steckt die Bevölkerung seit Jahren ohne Häufung psychischer Probleme, weg! Was zur Zeit abläuft aber mit Sicherheit nicht!
  • Kommentar von Claude Nobs  (bernstein)
    Vielleicht einigt man sich ja irgendwann in der Mitte und stellt die Uhren auf UTC+1:30 sowas gibts ja anderswo auch...
    1. Antwort von Mark R. Koller  (Mareko)
      An C. Nobs: Lieber nicht. Im 19. Jahrhundert hatte man sich geeinigt, die Welt in 24 Zeitzonen einzuteilen. Der 0° Meridian kam in Greenwich bei London zu liegen, die Datumsgrenze auf den 180° Meridian im Pazifik. Die Zeitzonengrenzen wurden nach Belieben hin und her verschoben. Nun auch noch halbstündige Zeitzonen zu schaffen, würde das System, global gesehen, vorallem deutlich komplizierter gestalten.
    2. Antwort von Andreas Müller  (Hugh Everett)
      Iran +3.5h
      Afghanistan +4.5h
      Indien +5.5h
      Nepal +5 3/4h
      Burma +6.5h
    3. Antwort von Mark R. Koller  (Mareko)
      An A. Müller: Besten Dank, ich wusste diese 5 Länder gerade nicht mehr auswendig, welche sich an eine logische, weltweite Regelung nicht halten wollen (bei einem 24 Stunden Tag), Nepal, ein ost-west-langgestrecktes Land mit 5 3/4 Stunden, macht das, global gesehen, etwa einen Sinn? Wenn alle rund 200 Staaten wieder ihre eigene Logik der Zeiten einführen wollten, hätten wir wieder Zustände wie vor dem Eisenbahnzeitalter.