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Felix Blumer: «Regenschirme werden auch in dieser Woche Hochkonjunktur haben»
Aus Tagesschau vom 13.07.2021.
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Wetterkapriolen weltweit Darum spielt das Wetter derzeit weltweit verrückt

Gewitter und Regen in der Schweiz, Hitze und Dürren in Kanada: SRF-Meteorologe Felix Blumer erklärt den Zusammenhang.

«Die aktuelle Wetterlage ist schon sehr speziell», sagt Felix Blumer. In den letzten Jahren hätten Trockenheit und Sonnenschein dominiert, «nun ist es wieder einmal nass». Der Meteorologe vergleicht den Sommer mit jenem von 2007, als es ebenfalls mehrere Hochwasser gab.

Doch was ist denn der Grund, für die aktuelle Wetterlage? «Das ist primär das Problem des mäandrierenden Jetstreams», so Blumer. Normalerweise würde der Jetstream von Westen nach Osten – mehr oder weniger – gleichmässig verlaufen. «Nun mäandriert er sehr stark.» Wenn eine Region in einem Wellenhoch sei, gäbe es teilweise sehr hohe Temperaturen, wie etwa in Kanada anfangs Juli oder vor einer Woche in Skandinavien. Ist man allerdings im «Bauch» dieser Strömungen, dann ist es eben nass und kalt.

Gemäss Blumer betrifft das aktuell vor allem die britischen Inseln. Die Schweiz befindet sich eher an der Ostflanke. «Das bedeutet, dass von Süden zwar relativ warme Luft kommt, aber diese ist eben auch feucht und vor allem Gewitter-anfällige.»

Und deshalb gilt gemäss Blumer: «Die Regenschirme werden auch in dieser Woche Hochkonjunktur haben.» Die Hundstage würden allerdings noch bevor stehen. «Gegen Ende Sommer kann es durchaus auch noch heiss und sonnig werden.»

SRF 1, Meteo, 13. Juli 2021, 12:55 Uhr;

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80 Kommentare

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  • Kommentar von Nick Schaefer  (Nick Schaefer)
    Traurig wie manche nach jeder Ausrede suchen, um Klimawandel nicht wahrhaben zu müssen.

    Der stärker mäandrierende Jetstream ist eine Folge der zunehmenden Gesamtenergie in der Atmosphäre.

    Welche der zusätzlichen Rückhaltung von Sonnenenergie in der Atmosphäre durch den menschengemachten Klimagas-Strahlungsdeckel geschuldet ist.

    Wie Spaghetti kochen: Wir Menschen legen einen Deckel um die Erde, welcher die sonst aus dem Kochtopf entweichende Energie zurückhält.

    Darum kocht es über.
  • Kommentar von Luzerner Marcel  (Cello-1964)
    Schon komisch, in Kleinandelfingen ist der höchse Wasserstand der Thur von 1789, der in Ellikon am Rhein beim Rest. Schiff von 1888, Strassen waren nicht verbaut u die Thur konnte noch Wild maändrieren. Wie ist das vor dem 21 Jahrhundert möglich gewesen ohne CO2-Klimakatastrophe?
    1. Antwort von Nick Schaefer  (Nick Schaefer)
      Die Gewässer in der Schweiz wurden in den 250 Jahren seit 1789 derart verbaut, begradigt, mit Dämmen gestaut, mit Ausgleichsbecken versehen, umgeleitet, etc, dass eine lokale Wasserstandsmessung von 1789 keinerlei Vergleichbarkeit aufweist.

      Sie müssten wenn schon die Regenmenge einer Region während eines Monats über die Jahrhunderte vergleichen.

      Ansonsten ist es so, als würden Sie den Wasserstand in der Badewanne vergleichen wollen, obwohl sie sowohl Zufuhr wie Abfuhr laufend umbauen.
  • Kommentar von Richard Meier  (meierschweiz)
    Danke, Felix Blumer, für die fachmännische Auskunft. Was für eine Wohltat gegenüber der allgegenwärtigen verkürzten Begründung "menschgemachter Klimawandel".
    1. Antwort von Nick Schaefer  (Nick Schaefer)
      Traurig wie Sie nach jeder Ausrede suchen, um den Klimawandel nicht wahrhaben zu müssen.

      Der stärker mäandrierende Jetstream ist eine Folge der zunehmenden Gesamtenergie in der Atmosphäre.

      Welche der zusätzlichen Rückhaltung von Sonnenenergie in der Atmosphäre durch den menschengemachten Klimagas-Strahlungsdeckel geschuldet ist.

      Wie Spaghetti kochen: Wir Menschen legen einen Deckel um die Erde, welcher die sonst aus dem Kochtopf entweichende Energie zurückhält.

      Darum kocht es über.
    2. Antwort von Hans Maag  (Maag Hans)
      Felix Blumer sollte in diesem Falle erklären, warum der Jetstream "von der Norm" abweicht! Wie gross die Anteil des anthropogenen und des natürlichen Einflusses auf den Klimawandel sind, vermag allerdings niemand zu sagen.
    3. Antwort von Mark R. Koller  (Mareko)
      An N. Schaefer: Meinerseits erkenne ich eine Klimaveränderung, nur denke ich nicht, dass die Menschheit das weltweite Klima massgeblich beeinflussen kann. In 2020 hatten wir hier im Pazifik das ab und zu auftretende Wetterphänomen des "El Nino" und "El Nina", welches uns hier mehr als die doppelte Regenmenge gebracht hatte. Die Auswirkungen gehen jeweils im nachfolgenden Jahr über den Atlantik weiter nach Afrika und Europa. Was Zentraleuropa derzeit heimsucht, ist Wetter und nicht Klima.
    4. Antwort von Patrick Meier  (Pat69)
      @Nick Schaefer: Traurig, wie eine Menge Leute bei jeder Wetterlage "Klimawandel!" blöken. Wäre es seit drei Wochen trocken, dann wäre auch der Klimawandel daran schuld. 1: Den Klimawandel gibt es, das bestreitet niemand. 2: Niemand, auch nicht unsere linksliberalen Kreise (wobei die weder links noch liberal sind) hat bisher ernsthafte Absichten geäussert, den Klimawandel zu bekämpfen. 3: Schade, dass es zwischen "Klimaaktivist" und "Klimaleugner" keinen Raum für Menschen mehr hat.