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Schweizer Gemüseanbau leidet unter den Unwettern
Aus HeuteMorgen vom 14.07.2021.
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Hagelschlag und Dauerregen Unwetter gefährden Versorgung mit Schweizer Gemüse

Seit Wochen regnet und stürmt es in der Schweiz. Beim Gemüse dürfte man die Auswirkungen noch im Frühjahr 2022 spüren.

Nicht nur in der Nacht auf Dienstag, sondern seit Wochen regnet und stürmt es in der Schweiz. Das hat Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Beim Verband Schweizer Gemüseproduzenten (VSGP) spricht man von flächendeckenden Schäden auf den Gemüsefeldern. Hagelschlag und Regen hätten besonders Zucchetti, Blumenkohl und dem Salat stark zugesetzt.

Bei diesem Wetter kann man nicht nachsäen.
Autor: Markus Waber Vizedirektor Verband Schweizer Gemüseproduzenten

Das anhaltend schlechte Wetter habe die Böden derart durchnässt, dass sie keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen könnten, erklärt Markus Waber, Vizedirektor des Verbands. «Die Situation wird sich wahrscheinlich in den nächsten Wochen nicht verbessern, da man bei diesem Wetter nicht nachsäen kann.» Die Wetteraussichten seien nicht besonders ermutigend.

Ganzjährige Gemüseversorgung bedroht

Man werde zu wenig Lagergemüse wie Karotten, Zwiebeln oder Sellerie ernten können. Deshalb werde man die Auswirkungen der Schäden bis in den Frühling 2022 hinein spüren. Eine ganzjährige Versorgung mit Schweizer Gemüse ist deshalb laut Waber kaum mehr möglich. Die Ausfälle beim Gemüse müssten mit mehr Importware kompensiert werden.

Immense Hagelschäden

Die meisten Landwirtschaftsbetriebe haben eine Hagelversicherung. Diese wird zurzeit überdurchschnittlich beansprucht. Seit Juni wurden der Schweizer Hagelversicherung Schäden in Höhe von über 45 Millionen Franken gemeldet. Das ist mehr als die sonst übliche Schadenssumme eines ganzen Jahres.

Wir haben Rückstellungen, die uns erlauben, solche Situationen finanziell zu meistern.
Autor: Pascal Forrer Direktor Schweizer Hagelversicherung

Zwar rechne man nur alle zehn bis 20 Jahre mit so extremen Wetterverhältnissen, sagt Direktor Pascal Forrer auf Anfrage. Bei der Hagelversicherung müsse man jedoch immer auf alles gefasst sein: «Wir haben Rückstellungen, die uns erlauben, solche Situationen finanziell zu meistern.»

8000 Schadensereignisse sind innerhalb der letzten Wochen von den knapp 30’000 Versicherten gemeldet worden. Alle Kulturen, die sich bei der Hagelversicherung versichern können, sind betroffen – von der Baumschule bis zum Weinbau.

HeuteMorgen, 14.07.2021, 06:00 Uhr

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25 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Die Coronakrise ist im Vergleich zur Klimaproblematik eine kleinere Baise. Wenn man sich vorstellt, die Coronamassnahmen hätten zurerst alle parlamentarischen Hürden vielleicht sogar noch mit Volkabstimmungen nehmen müssen, wären wir womöglich in eine Riesen-Coronakatastrophe geschlittert. Wie ineffizient der Weg zum Klimaschutz über die direkte Demokratie läuft, ist bekannt; viele SVP-Leute waren da ein schlechtes Beispiel. Es bräuchte den Bundeskrat mit einem Krisenkapinett, das bestimmt.
  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Man weiss ja längst um die Zusammenhänge bezüglich der Klimaerwärmung. Es ist klar, dass diese enorme Reihe von Unwettern - wir sind zusammengezählt in der 8. Unwetterwoche - einen Zusammenhang mit der Klimaerwärmung haben. Aber in der CH hat eine Mehrheit sogar das sehr seichte CO2-Gesetz, vor allem aus Egoismus, versenkt. Die Natur schlägt zurück. Am meisten wird es auch hier solche treffen, die wirtschaftlich nicht so auf Rosen gebettet sind. Der Egoismus muss pro clima abgelegt werden.
  • Kommentar von Pascal Padrutt  (papa)
    Vielleicht doch keine gute Idee, viele Ackerflächen zu bebauen?