Zum Inhalt springen

Header

Video
Sturmbilder von Dienstagmorgen aus Grächen (VS) und Stein am Rhein (SH) (unkomm.)
Aus News-Clip vom 11.02.2020.
abspielen
Inhalt

Wintersturm schwächt sich ab Ist Sturm «Sabine» nun vorbei, Ivo Sonderegger?

Der Wintersturm «Sabine» hat sich in der Nacht mit örtlich erneut heftigen Windböen bemerkbar gemacht. Auf dem Gütsch ob Andermatt UR wurde die stärkste Böe gemessen. Sie brachte es auf 202 Kilometer pro Stunde. Im Verlaufe des Tags schwächt sich der Sturm jedoch gemäss SRF Meteo ab.

Ivo Sonderegger

Ivo Sonderegger

Meteorologe SRF

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen

Ivo Sonderegger studierte Physik an der ETH Zürich mit der Vertiefung Atmosphärenphysik. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Meteorologe für diverse Schweizer Privatradios und Zeitungen begann er 2014 bei SRF Meteo als Prognostiker.

SRF News: Was ist von «Sabine» heute Dienstag noch zu erwarten?

Ivo Sonderegger: Der Sturm flaut nun weiter ab. Es gibt noch etwa 70 Kilometer pro Stunde im Flachland. Das heisst, die Orkanböen im Flachland sind vorbei. Auf den Bergen erwarten wir weiterhin noch Windböen bis 130 km/h. Insgesamt bleibt es jedoch windig – die Wetterlage bringt uns sogar schon bald wieder stärkere Winde.

Wie sieht denn die Wetterlage aus?

Wir sind in einer sehr dynamischen Wetterlage, die die Bildung von solchen Sturmtiefs begünstigt: sehr starke Temperaturgegensätze zwischen den südlichen Gegenden und dem Norden Europas. In der Nacht auf Freitag erwarten wir bereits die nächsten stürmischen Böen eines neuen Tiefdruckgebiets mit dem Namen «Tomris».

In welchem Verhältnis stand «Sabine» zu anderen Stürmen wie «Burglind» und «Lothar»?

Lothar war sicher ein herausragendes Ereignis, ganze Wälder wurden zerstört, und die Windböen waren einiges stärker. In Bezug auf «Burglind» gab es viele Orte, an denen «Sabine» nicht so starke Windböen brachte. Zum Beispiel in der Westschweiz oder auf den Bergen – da war «Burglind» verbreitet stärker. Und auch in Wädenswil zählten wir bei «Burglind» 151 km/h. Diesen Wert erreichte «Sabine» im Flachland nirgends. Abschliessend lässt sich das jedoch noch nicht beurteilen.

Am Wochenende wird es wieder mild mit 11 bis 16 Grad im Flachland.

Nun wird es weniger stürmisch und die Schneefallgrenze sinkt. Wird es jetzt überall prächtig weiss?

Nein. Es kann in der Nacht auf Mittwoch und morgen durch den Tag vereinzelt ein Schneegestöber im Flachland dabei haben. Doch ob der Schnee auch im Flachland ansetzt, bezweifle ich. Im Gegenteil: Am Wochenende wird es wieder mild mit 11 bis 16 Grad im Flachland. In der Nordwestschweiz kann es sogar noch wärmer werden.

Das Gespräch führte Luca Froelicher.

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Ja, und der nächste lauert schon. Ab Mitte nächster Woche sinken die Temperaturen wieder und es kommt eine neue Front - genau auf die Fasnacht zu.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Urs Neu  (Urs Neu)
    Die Windgeschwindigkeit ist abhängig vom Temperatur- bzw. Druckunterschied pro Distanz, weniger vom Temperaturunterschied an sich. Das spezielle an der gegenwärtigen Wetterlage ist deshalb weniger die Grösse des Temperaturunterschieds zwischen Norden und Süden an sich (der ist immer gross), als vielmehr, dass dieser Temperaturunterschied sich auf eine kurze (Nord-Süd)-Distanz konzentriert und dies zudem noch über einem grösseren Raum über dem Nordatlantik und Westeuropa.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Hoffe, dass der Sturm nun vorbei ist. Musste das Vogelfutterhaus vom Balkon entferne. Lustigerweise warten einige Vögel bereits am Morgen auf dem Balkongeländer... verstehen es nicht, dass plötzlich kein Futter mehr auf sie wartet. Versuche es Morgen wieder anzubringen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen

Mehr aus PanoramaLandingpage öffnen

Nach links scrollen Nach rechts scrollen