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Der Kanton Solothurn will künftig nur noch gemischte Asylzentren
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Wegen Bundeszentrum Deitingen Asylheim auf dem Balmberg wird geschlossen

Weniger Asylsuchende, weniger für den Kanton Solothurn: Die Zahl der Asylgesuche in der Schweiz ist in den letzten Monaten gesunken. Ausserdem gilt, dass Standortkantone eines Bundesasylzentrums weniger Flüchtlinge betreuen müssen. Seit diesem September steht ein solches Bundeszentrum im Schachen Deitingen.

Aus diesen beiden Gründen benötige man weniger «aktive Strukturen», heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei. Das Durchgangszentrum im ehemaligen Ferienheim auf dem Oberbalmberg werde deshalb im Februar 2020 geschlossen.

Kein «Sondersetting» mehr für alleinreisende Männer: Gleichzeitig will das Amt für soziale Sicherheit eine bessere Durchmischung in den Durchgangszentren. «Wir wollen gemischte Zentren führen, das gibt mehr Ruhe im Betrieb» bestätigt Claudia Hänzi, Chefin des Amts für soziale Sicherheit.

Wir wollen gemischte Asylzentren führen, das gibt mehr Ruhe im Betrieb
Autor: Claudia HänziChefin Amt für soziale Sicherheit des Kantons Solothurn

In den letzten Jahren seien Zentren ausschliesslich für alleinreisende Männer nicht zu vermeiden gewesen. Allerdings sei es schwierig, in diesen Zentren «einen ruhigen Betrieb zu gewährleisten». Deshalb will man künftig auf diese Separierung verzichten.

Kurhaus im Winter
Legende: Das Kurhaus auf dem Balmberg bleibt ein Durchgangszentrum, das «Ferienheim» wird aber geschlossen. SRF (Archiv)

Vom Balmberg nach Selzach: Aus diesem Grund eröffnet der Kanton erneut sein Durchgangszentrum in der Villa Schläfli in Selzach. Diese Liegenschaft sei «für alle Personengruppen», also Familien und Alleinreisende, geeignet. Damit erreiche man die gewünschte Durchmischung.

Die Gemeinde Selzach sei informiert und eine «aktive Zusammenarbeit» zwischen Kanton und Gemeinde gewährleistet, so das Amt für soziale Sicherheit. Zudem entlaste man die Gemeinde Selzach und die Sozialregion Oberer Leberberg, indem die Region selbst weniger Flüchtlinge aufnehmen muss. In Selzach nimmt man die Wiedereröffnung des Asylzentrums gelassen. «Wir hatten in der Vergangenheit keine Probleme» und auch künftig vertraue man auf den Kanton und die professionellen Strukuren, betont Gemeindeverwalter Mario Caspar auf Anfrage.

Herrschaftliche Villa mit offenen Fenstern am Strassenrand
Legende: Die Villa Schläfli in Deitingen wird als Asyzentrum «reaktiviert». SRF (Archiv)

Drei Durchgangszentren insgesamt: Der Kanton Solothurn betreibt damit ab 2020 weiterhin drei Durchgangszentren. Das wiedereröffnete Zentrum in Selzach, das Kurhaus auf dem Balmberg und ein Asylzentum in Oberbuchsiten.

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