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Wasserentnahmeverbot Thurgau Gemüsebauern bereiten sich auf Wasserknappheit vor

Die Böden sind vielerorts trocken. Die Pegel der Gewässer sinken. Der Fachstab Trockenheit des Kantons Thurgau rät darum dem Kanton, ein Wasserentnahmeverbot zu verhängen.

Für die betroffenen Gemüsebauern, die kein Wasser mehr aus den Bächen pumpen dürfen, könne ein solches Verbot gravierend sein, sagt Hans Ott, Präsident des Verbands der Thurgauer und Schaffhauser Gemüseproduzenten. «Ein Totalverbot kann auch Totalschaden bei der Ernte und dem Verkauf bedeuten», so Ott.

Ein Totalverbot kann auch Totalschaden bei der Ernte und dem Verkauf bedeuten.
Autor: Hans OttPräsident Verband Gemüseproduzenten Thurgau und Schaffhausen

Allerdings seien die Bauern im Thurgau trockene Phasen und solche Verbote gewohnt. Sie hätten beispielsweise Abmachungen mit der Gemeinde, um Trinkwasser zu beziehen, zusätzliche Leitungen zu einem grösseren Gewässer oder sie würden andere, sicherere Felder für die nächste Aussaht wählen.

Vom Wasserentnahmeverbot betroffen sind bei weitem nicht alle Thurgauer Bauern. Weiterhin Wasser bezogen werden darf aus dem Bodensee, dem Untersee, dem Rhein, dem Seerhein und aus Grund- und Quellwasser.

Das Entnahmeverbot wird voraussichtlich mit dem Erscheinen des Amtsblattes am Freitag gültig.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Künzi (Unbestimmt)
    Der aussergewöhnlich Klimawandel in dem wir uns Befinden lässt sich nicht beweisen. Allerdings können wir dem normalen Klimawandel immer mit mehr Gelassenheit und Inteligenz begegnen. Ab un zu ein Baum im Feld oder eine gezieltere Bewässerung oder eine ausgewogene Demografie oder weniger Fleisch und auf den eigenen Wasserfussabdruck achten sind nur einige wenige Beispiele wie wir dem entgegen wirken können.
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    1. Antwort von Thomas Leu (tleu)
      @ Rolf Künzi: Der "normale Klimawandel" ist ein sehr träger Prozess und spielt sich über Jahrtausende ab, was dazu führt, dass er vom einzelnen Menschen nicht wahrnehmbar ist. Was jetzt abgeht, spürt sogar eine einzige Menschheitsgeneration und ist also nicht das, was natürlicherweise abgeht. Wenn sie jetzt mit Demografie uns solchen Ansätzen kommen, müssen sie 300 Jahre warten, bis Wirkung eintrifft. Bis dann hat uns der Klimawandel längst den Garaus gemacht.
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  • Kommentar von René Balli (René Balli)
    Die Hauptgefahr des Klimawandels ist weltweiter Hunger!
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    1. Antwort von Samuel Müller (Samuel Müller)
      Ich würde die Aussage nicht unbedingt auf Trockenheit beziehen. Wärmere Luft kann bedeutend mehr Feuchtgkeit aufnehmen.
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  • Kommentar von Thomas Leu (tleu)
    An die lieben Klimaleugner: Solche Szenarien wurden seit den 90er Jahren, als es langsam klar wurde, dass die Verbrennung fossiler Energieträgern zu einem Treibhauseffekt führen könnte, vorausgesagt. Jetzt treffen die Prognosen mehr und mehr ein und wir erleben Wettersituationen, die wir noch vor 30 Jahren in Mitteleuropa nicht für möglich gehalten hätten. Ich hoffe, jetzt wacht langsam der hinterste und die letzte auf und macht den Politikern Feuer unter dem Hintern, damit es rascher geht.
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