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Wasserplanung Thurgau Ab 2030 wird mancherorts das Wasser knapp

Legende: Audio «Wir müssen das Wasser besser verteilen», Dominique Zimmer, Wasserversorgung Kanton Thurgau abspielen. Laufzeit 04:38 Minuten.
04:38 min, aus Regionaljournal Ostschweiz vom 14.03.2019.

Grundsätzlich verfüge der Kanton Thurgau auch in Zukunft über genug Trinkwasser, das schreibt die Regierung in einer Mitteilung zur Wasserversorgungsplanung. Die Frage ist aber, wo dieses Wasser ist.

Ab 2030 gibt es Defizite

Die Bevölkerung nimmt zu, und mit trockenen Sommern wie dem vergangenen ist auch in Zukunft zu rechnen. Für die Regionen Frauenfeld und Amriswil könnte es ab 2030 Defizite geben, wie die koordinierte Wasserplanung aufzeigt. Und das schon bei normalem Betrieb und mittlerem Bedarf.

Wasserversorgungsplanung

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Wasserversorgungsplanung

Der Thurgauer Regierungsrat hat Ende 2015 das Amt für Umwelt beauftragt, eine neue koordinierte Trinkwasserversorgungsplanung von regionaler und überregionaler Bedeutung (kurz KWVP) zu erarbeiten. Das Projektteam bestand aus Vertretern von kantonalen Fachstellen und Wasserversorgungen der Gemeinden. Das Ergebnis liegt nun in Form eines Berichts vor.

Ab dem Jahr 2050 könnte es in den Regionen Kreuzlingen, Amriswil, Frauenfeld und Münchwilen zu «erheblichen Fehlmengen» kommen, wenn man von einem maximalen Bedarf ausgeht. Die Region Amriswil kann bis 2050 solche Defizite ausgleichen, wenn der Ausbau der Seewasserwerke wie geplant verläuft.

Der Richtplan soll helfen

Anhand dieser Berechnungen hat die koordinierte Trinkwasserversorgungsplanung achtzehn Massnahmen erarbeitet, damit alle Thurgauer Regionen langfristig mit Trinkwasser versorgt sind. Der Schwerpunkt liegt auf der Überarbeitung des kantonalen Richtplans. Darin könnten die Erschliessung von neuen Grundwasservorkommen oder grosse Wassertransportleitungen festgehalten werden.

Besonders gefordert mit Sanierungen sind die lokalen Trinkwasserversorger – mehrheitlich die Gemeinden.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    Wir alle müssen von denen lernen, die bereits gute und sinvolle Praktiken vorexerziert haben. Das eine ist sicher, dass eine jede von uns Wasser als das Lebenselexir per se sieht und es auch ehrt. Ja wir brauchen wieder die Heiligung des Alltags in all seinen Aspekten. Zudem empfehle ich allen, halt immer wieder sich Leute wie Sepp Holzer, mit den Wasserretetntionslandschaften und Peter Berthold mit den Biotopverbünden zu studieren. Zudem: Wasser ist Gemeingut. Niemand darf es besitzen.
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    1. Antwort von W. Pip (W. Pip)
      Es ginge noch einfacher: einfach mal drüber nachdenken, was uns dieses völlig geistestgestörte Wachstum auf allen Ebenen alles kaputtmacht. Um es dann zu bekämpfen. Vielleicht ist man ja irgenwann mal kein Ausländerfeind mehr, wenn man das tut, sondern ein echter Umweltschützer (vor 30 Jahren wäre man es jedenfalls noch gewesen).
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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Und wieviele neue Verbraucher (Hausanschlüsse und Wasserhähne) hat der Thurgau in den letzten 20 Jahren erstellt? Ah... da muss man nicht von Trockenheit sprechen, sondern wohl eher vom übermässigen Verbraucher-Zuwachs.
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    1. Antwort von Jeff Kastens (JeKaMo)
      Die Bevölkerungsexplosion ist das Eine, die Verschwendung des Trinkwassers ein Weiteres und die Veränderung des Klimas ein Drittes. Lamentieren und Schuldzuweisungen bringen nichts. Jeder muss bei sich selbst beginnen. Schüler und Studierende scheinen es zu begreifen. Wirtschaft und Politik verharren im Wachstumswahn.
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    2. Antwort von Konrad Pfister (Konrad Pfister)
      @JeKaMo Warum? Trinken Schüler und Studierende weniger Wasser?
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