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Abstimmungen vom 8. März Grosse Zustimmung zum Gegenentwurf der Bargeld-Initiative

  • Eine klare Mehrheit der Stimmenden will den Franken in der Verfassung verankern.
  • Das Stimmvolk und die Kantone haben den Gegenentwurf zur Bargeld-Initiative angenommen.
  • Nichts wissen wollte der Souverän von der Initiative.

Bargeld-Initiative

Eidg. Vorlage: Volksinitiative «Bargeld ist Freiheit»

  • JA

    45.6%

    1'380'852 Stimmen

  • NEIN

    54.4%

    1'646'498 Stimmen

Standesstimmen

  • JA

    9.0

  • NEIN

    14.0

Gegenentwurf Bargeld-Initiative

Eidg. Vorlage: Bundesbeschluss über die schweizerische Währung und die Bargeldversorgung

  • JA

    73.4%

    2'168'295 Stimmen

  • NEIN

    26.6%

    786'049 Stimmen

Standesstimmen

  • JA

    23.0

  • NEIN

    0.0

Mit der Annahme des Gegenentwurfs wird der Währungsartikel in der Verfassung mit zwei Sätzen ergänzt. So wird zusätzlich stehen, dass der Franken die Währung der Schweiz ist. Ebenso wird ergänzt werden, dass die Versorgung mit Bargeld in der Schweiz gewährleistet ist. Damit wird eine Regelung, die heute auf Gesetzesstufe besteht, in die Verfassung geschrieben.

SRF-Inlandredaktor: «Gewonnen hat das Behördenvertrauen»

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SRF-Inlandredaktor Tobias Gasser

Die Initiantinnen und Initianten waren angetreten, Münz, Banknoten und den Schweizer Franken zu retten. Ein Anliegen, das grundsätzlich auf Sympathie stiess. Bundesrat und Parlament haben einen direkten Gegenvorschlag gezimmert. Die beiden Vorlagen unterscheiden sich nur in Nuancen.

Trotzdem beharrten die Initiantinnen und Initianten auf ihren Formulierungen. Sie wollten den «Schweizerfranken» als Währungsbezeichnung in der Verfassung schreiben – der Gegenvorschlag spricht vom Franken. Die Initianten verwiesen darauf, auch einige afrikanische Länder verwendeten einen «Franken» (den «Franc CFA»).

Dieses Beharren auf den eigenen Formulierungen kam nicht gut an – oder interessierte gar nicht. Die Ablehnung der Initiative zeigt, die Stimmbevölkerung vertraute bei diesem berechtigten Anliegen Bundesrat und Parlament und nicht den diffusen Argumenten der Initiantinnen und Initianten. Gewonnen hat beim Bargeld das Behördenvertrauen. 

Über 70 Prozent der Stimmberechtigten folgten den Behörden und stimmten Ja zum Gegenvorschlag. Die Initiative hingegen ist mit 54.4 Prozent der Stimmen abgelehnt worden.

Nahaufnahme einer Münze und Geldscheinen auf grüner Geldbörse.
Legende: Der angenommene Vorschlag wurde als Gegenentwurf zur Bargeld-Initiative erarbeitet. KEYSTONE/Gaetan Bally

Ein Blick auf das Ständemehr – welches für eine Verfassungsänderung nötig ist – zeigte ein ähnliches Bild: Sämtliche Kantone stimmten laut dem Zwischenergebnis dem Gegenvorschlag zu, während die Initiative von 14 der 23 Ständen abgelehnt wurde.

Weder Volksinitiative noch Gegenentwurf haben praktische Auswirkungen. Es entstehen keine neuen Aufgaben und keine zusätzlichen Kosten.

Abstimmungsdossier

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SRF 4 News, 8.3.2026, 7 Uhr ; 

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