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Besuch bei Swissmint Swissmint: Hier entsteht der Schweizer Franken

Die Eidgenössische Münzstätte Swissmint prägt jedes Jahr Millionen Schweizer Münzen, deren Design sich kaum verändert.

Am 8. März stimmt die Schweizer Stimmbevölkerung über die Bargeld-Initiative ab. Diese will die Verfügbarkeit des Bargelds und den Franken als schweizerische Währung in der Verfassung verankern. Dafür, dass «Fünfliber» und Co. überhaupt im Umlauf sind, sorgt Swissmint – die Eidgenössische Münzstätte in Bern.

Gleich über der Eingangspforte des Gebäudes prangen zwei kreisrunde Abbildungen, die frappant an das Zehnrappenstück erinnern. Kein Zufall – denn von hier kommen die 5.9 Milliarden Schweizer Münzen, die im Umlauf sind.

Relief mit Frauenprofil und der Inschrift «Confoederatio Helvetica»
Legende: Das Gemäuer von Swissmint, der Eidgenössischen Münzstätte SRF

Die Münzen werden zwar alle bei Swissmint geprägt. Das Metall dafür kommt jedoch aus dem Ausland, zum Beispiel aus Südkorea. Nach wenigen Sekunden in der Maschine und nach einer sorgfältigen Prüfung werden sie zu den allerersten 1-Franken-Münzen des Jahrgangs 2026.

«Wir prägen genau die Menge, welche die Nationalbank benötigt», sagt Delphine Meyer, stellvertretende Leiterin Marketing bei Swissmint. In diesem Jahr sind es 35 Millionen Münzen. Letztes Jahr waren es 40, in anderen Jahren 16 oder auch einmal 75 Millionen.

Die Münzen haben sich im Lauf der Zeit kaum verändert. «Ein Grund dafür, dass der Franken eine sehr sichere Währung ist», erklärt Meyer.

Eine Währung, die verbindet

Für den Historiker Jan Chiarelli war der Franken bei seiner Einführung im Jahr 1850 eine Art nationaler Kitt. Er ersetzte damals rund 700 verschiedene Währungen. Name und Design wurden stark vom französischen Franc inspiriert:

Die Beständigkeit des Frankens und die Verbundenheit der Bevölkerung mit ihren Münzen hätten einen Grund, weiss der Historiker: «Das spiegelt eine stabile Gesellschaft wider, ein Land, in dem es seit einem Jahrhundert kaum politische Spannungen gibt und in dem die Wirtschaft im Vergleich zu Europa gut läuft.» Der Franken sei gewissermassen zum Symbol für ein erfolgreiches Land geworden.

Auch wenn der Trend zum Bargeld rückläufig ist – die Produktion der Münzen in Bern geht weiter. Denn Nachfrage besteht weiterhin: Laut der Schweizerischen Nationalbank haben die Menschen hierzulande im Schnitt 130 Franken in Form von Noten und Münzen im Portemonnaie.

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Heute Morgen, 25.2.2026, 6 Uhr; herb

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