Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Wahlen Kanton Nidwalden SVP wird neu die stärkste Kraft im Nidwaldner Landrat

  • Am 8. März hat Nidwalden sein Parlament neu gewählt.
  • Neu stärkste Kraft im Landrat wird die SVP mit 17 Sitzen.
  • Für die insgesamt 60 Sitze sind 221 Kandidierende angetreten.

Die SVP hat damit zwei Sitze dazugewonnen und so die anderen beiden bürgerlichen Parteien überholt. Mitte und FDP kommen auf je 15 Sitze.

SRF-Regionalredaktorin: «Nicht viel Neues in Nidwaldner Politik»

Box aufklappen Box zuklappen

SRF-Regionalredaktorin Julia Stirnimann

Im 60-köpfigen Landrat wird in der kommenden Legislatur vieles beim Alten bleiben. Ganz klar dominiert wird das Nidwaldner Kantonsparlament nach wie vor von den drei bürgerlichen Parteien SVP, FDP und Mitte. Sie besetzen gemeinsam gut dreiviertel der Sitze. Allerdings setzt sich die SVP vor den anderen beiden mit 17 Sitzen ab. Sie wird somit stärkste Kraft im Parlament.

Wenig zu melden haben im Kanton Nidwalden auch künftig die linken Parteien und die Grünliberalen. Die Grünen müssen einstecken. Von den sieben Sitzen bleiben nur noch fünf. Dafür gewinnt die SP (bisher 2) einen Sitz, womit die gemeinsame Fraktion «nur» von 9 auf 8 Sitze schrumpft. Ihre 5 Sitze und somit Fraktionsstärke halten kann die GLP, welche erst seit den Wahlen 22 im Kanton Nidwalden und im Landrat vertreten ist.

Um ihren Anliegen wie zum Beispiel günstigen Wohnraum, Entlastung für Menschen mit mittleren und tieferen Einkommen und mehr Klimaschutz Gehör zu verschaffen, werden sie ihre Politik weiterhin vor allem ausserhalb des Rathauses in Stans betreiben – mittels Unterschriftensammlungen und Abstimmungen.

Verhältnismässig klar untervertreten bleiben die Frauen. Sie hatten bislang 16 Sitze, künftig sind es 17.

Deutlich kleiner ist die Vertretung der anderen drei Parteien: Die Grünen müssen eine deutliche Niederlage einstecken – sie verlieren zwei Sitze und kommen noch auf fünf Mandate. Dafür kann die SP einen Sitz zulegen und zählt nun deren drei. Auch in der nächsten Legislatur bilden Grüne und SP eine gemeinsame Fraktion.

GLP kann ihre fünf Sitze halten

Spannend war es für die Grünliberalen: Die GLP war 2022 die Überraschung und hat mit fünf Sitzen eine eigene Fraktion bilden können. Diese fünf Sitze hat die GLP nun verteidigen können.

Menschen in einer Sitzung in einem holzgetäfelten Raum.
Legende: Blick in eine Sitzung des aktuellen Nidwaldner Landrats. SRF/Julia Stirnimann

Von den 39 angetretenen Bisherigen haben 38 die Wiederwahl geschafft. Die Gewählten werden am 1. Juli 2026 ihr Amt für die vierjährige Legislatur antreten. Mit 17 Frauen (2022: 16) wird der Frauenanteil im Landrat gegenüber heute um 1.7 Prozent steigen.

Regierungsratswahlen sind schon gelaufen

Box aufklappen Box zuklappen

Die Eingabefrist für Kandidaturen für den Regierungsrat lief am 19. Januar 2026 ab. Da nicht mehr Kandidaturen als zu vergebende Sitze eingereicht worden sind, gelten die sechs bisherigen und wieder antretenden Regierungsmitglieder als gewählt:

  • Justiz- und Sicherheitsdirektorin Karin Kayser, Mitte
  • Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger, Mitte
  • Baudirektorin Therese Rotzer, Mitte
  • Landwirtschafts- und Umweltdirektor Joe Christen, FDP
  • Finanzdirektorin Michèle Blöchliger, SVP
  • Gesundheits- und Sozialdirektor Peter Truttmann, GLP

Neuer Bildungs- und Kulturdirektor ist Armin Odermatt, SVP. Er wurde neu gewählt, weil er ohne Konkurrenz kandidierte. Die Regierungsratswahlen vom 8. März 2026 entfallen somit.

Abstimmungsdossier

Box aufklappen Box zuklappen

Regionaljournal Zentralschweiz, 8.3.2026, 12:10 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel