- Die Obwaldnerinnen und Obwaldner wählten ihr Kantonsparlament für die nächsten vier Jahre.
- Die SVP gewinnt fünf Sitze und wird zur stärksten Kraft. Sie löst die Mitte an der Spitze ab, welche vier Sitze verliert.
- Um je einen Sitz zulegen können die Grünliberalen und die CSP. Die FDP büsst einen Sitz ein, die SP zwei.
Die SVP hält neu 18 der 55 Sitze im Obwaldner Kantonsrat. Sie befindet sich nun in der absurden Situation, dass sie die stärkste Kraft im Parlament ist, gleichzeitig aber ihren einzigen Sitz in der Regierung verliert. Parteipräsident Marcel Schelbert spricht deshalb von einem «lachenden und einem weinenden Auge».
Mitte vom Thron gestossen
Den deutlichen Gewinn im Kantonsrat sieht er als klaren Auftrag der Wählerinnen und Wähler. «Wir müssen unsere Werte ins Parlament tragen: Freiheit, Sicherheit und Wohlstand.» Dass die SVP nicht mehr in der Regierung vertreten ist, werde zu gewissen Spannungen führen. Als Oppositions-Partei sehe er die SVP im Kanton Obwalden aber nicht.
Mit diesem Resultat können wir unmöglich zufrieden sein.
Die Mitte, die unter ihrem alten Namen CVP die Politik im Obwaldner Kantonsparlament lange Jahre dominierte, verliert nun ihre Leaderposition und kommt auf noch 15 Sitze. «Mit diesem Resultat können wir unmöglich zufrieden sein», sagt Co-Präsident Dominik Imfeld. «Wir müssen nun genau analysieren, was das bedeutet.»
Fraktionen wechseln
Die CSP, die um einen Sitz zulegen konnte, hat mit 5 Sitzen nun wieder Fraktionsstärke. Co-Präsidentin Sabine Enderlin-Würsch, die selbst frisch gewählte Kantonsrätin ist, zeigt sich zufrieden. «Fraktionsstärke war unser grosses Ziel.»
Die Fraktionsstärke verloren hat hingegen die SP. Sie kommt auf noch 4 Sitze, 2 weniger als bislang. Er bedauere das sehr, sagt der ehemalige Fraktionschef Peter Lötscher. «Ich bin überzeugt, dass wir wichtige Anliegen für diesen Kanton haben. Nun müssen wir uns überlegen, wie wir diese noch gut einbringen.» Es werde herausfordernd in den nächsten vier Jahren.