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Wahlen Kanton Obwalden Die FDP schafft es zurück in die Regierung – SVP fällt raus

  • Marius Küchler holt den vor vier Jahren an die Mitte verlorenen Sitz der FDP zurück.
  • Die SVP schafft es nicht, den Sitz des abtretenden Regierungsrats Daniel Wyler zu verteidigen.
  • Alle vier bisherigen Regierungsrätinnen und Regierungsräte sind wiedergewählt.

Der FDP-Kandidat und die SVP-Kandidatin lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Marius Küchler erhielt 8413 Stimmen, Franziska Kathriner 8286 Stimmen. Die Kantonsrätin und Sarner Gemeinderätin konnte nicht genügend mobilisieren. Die SVP Obwalden politisiert somit die nächsten vier Jahre wieder in der Opposition.

Ein Mann und eine Frau schütteln sich die Hände.
Legende: Franziska Kathriner gratuliert Marius Küchler zum Sieg. Es war sehr knapp. Doch am Ende machte der FDP-Kandidat das Rennen. Keystone/Urs Flüeler

Der neu gewählte FDP-Regierungsrat Marius Küchler sitzt seit zwei Jahren im Obwaldner Kantonsparlament. Er freut sich sehr über den Sieg und beschreibt seine Gefühle an diesem Wahltag so: «Grosse Dankbarkeit! Es gibt eine Veränderung. Aber ich gehe freudig in diese Veränderung.» Was bedeutet seine Wahl für die Obwaldner Regierung? «Es sitzt nun wieder eine gute liberale Stimme in der Regierung. Eine Stimme, die vielleicht manchmal auch auf Eigenverantwortung setzt. Das ist sicher wichtig und richtig.»

SVP-Kandidatin als Überzählige ausgeschieden

Alle sechs Kandidierenden haben bei den Gesamterneuerungswahlen das absolute Mehr von 7902 Stimmen erreicht. SVP-Kandidatin Franziska Kathriner schied aber als Überzählige aus. Ihr fehlten nur 127 Stimmen auf Marius Küchler. Franziska Kathriner verlor also äusserst knapp. «Ich bin natürlich enttäuscht. Ich hätte sehr gerne gewonnen. Aber selbstverständlich respektiere ich das demokratische Ergebnis.»

Obwaldner Kantonsregierung: Das sind die Gewählten

Die vier Bisherigen – Cornelia Kaufmann (Mitte), Christoph Amstad (Mitte), Josef Hess (parteilos) und Christian Schäli (CSP) – machten alle mehr als 10'000 Stimmen.

SRF-Regionalredaktorin: «Der Zufall entschied das Rennen»

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SRF-Regionalredaktorin Maria Schmidlin

Die Gründe, dass der 34-Jährige Marius Küchler das Rennen gegenüber der SVP-Kandidatin Franziska Kathriner machte, sind am ehesten beim Zufall zu suchen. Beim Schlussresultat lagen die Kandidierenden gerade einmal 127 Stimmen auseinander. Auch in ihren Positionen unterscheiden sich die beiden nicht stark. Beide setzten im Wahlkampf auf die Themen Wirtschaft, Finanzen und Sicherheit. Auffällig ist, dass die SVP trotz des verlorenen Regierungsratssitzes im Obwaldner Parlament deutlich zulegen konnte und neu die stärkste Kraft ist.

Die vier Bisherigen in der Regierung schafften die Wiederwahl solide. Die Obwaldner Wahlbevölkerung scheint mit der Arbeit von Christoph Amstad und Cornelia Kaufmann (Mitte), Josef Hess (parteilos) und Christian Schäli (CSP) zufrieden zu sein.

Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass die bisherigen Regierungsmitglieder ihre Departemente behalten wollen. Das würde heissen, dass dem neu gewählten Marius Küchler das Volkswirtschaftsdepartement bleibt. Das würde ihn freuen, sagte er nach der Wahl: «Das Volkswirtschaftsdepartement beinhaltet ganz verschiedene Bereiche, die sehr spannend und interessant sind und Schnittstellen zu anderen Departementen beinhalten. Ich würde es sehr gerne übernehmen.»

Abstimmungsdossier

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Regionaljournal Zentralschweiz, 8.3.2026, 12:10 Uhr ; 

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