In Plaffeien FR wird kein neues Hallenbad gebaut. Das Projekt für 27.3 Millionen Franken ist in der Volksabstimmung gescheitert. Zwar fand das Projekt in acht der 15 Gemeinden eine Mehrheit. Doch die Bevölkerung des Bezirks sagt insgesamt mit 60.7 Prozent Nein zum Projekt. Für ein Ja wäre eine doppelte Mehrheit nötig gewesen – das heisst: eine Mehrheit der Abstimmenden im ganzen Bezirk sowie eine Mehrheit der 15 Gemeinden.
Von den gut 27 Millionen Franken sollten alle Sensler Gemeinden zusammen 15.8 Millionen Franken übernehmen. Die Gemeinde Plaffeien und der Kanton hätten den Rest gezahlt. Doch offenbar sahen viele Gemeinden den Sinn dieses Bades nicht: Der Blick auf die Resultate zeigt, dass die Gemeinden im Unterland, die weiter weg sind vom geplanten Standort, das Projekt ablehnten, während das Oberland in der Nähe von Plaffeien Ja sagte.
Im Hallenbad hätte es es ein 25-Meter-Schwimmbecken geben sollen, ein Lehrschwimmbecken, einen Sprungturm und weitere Freizeitangebote. Das Bad sollte von den Schulen des Sensebezirks für den Schwimmunterricht genutzt werden, aber auch von der Bevölkerung und vom Tourismus. Der Mehrzeweckverband des Sensebezirks, der das Bad bauen wollte, hatte vor der Abstimmung bereits angekündigt, dass er das Projekt bei einer Ablehnung nicht weiterverfolgen wolle.