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Affäre Pierre Maudet Vertrauen oder Misstrauen?

Die Zukunft Maudets könnte sich am 15. Januar entscheiden. Dann soll die Parteibasis der Genfer FDP Position beziehen.

Legende: Video Aus dem Archiv: Genfer FDP fordert Maudet zum Rücktritt auf abspielen. Laufzeit 04:35 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 03.12.2018.

Die FDP-Sektion des Kantons Genf trifft sich Mitte Januar zu einer ausserordentlichen Generalversammlung in der Sache Pierre Maudet. Unterstützer des angeschlagenen Genfer Staatsrats und auch er selbst hatten darum gebeten. Nach einer Diskussion soll die Parteibasis entscheiden, ob sie Maudet ihr Vertrauen oder ihr Misstrauen ausspricht.

Legende: Video Pierre Maudet: «Man macht seine Wäsche innerhalb der Familie» abspielen. Laufzeit 00:45 Minuten.
Aus News-Clip vom 28.11.2018.

Rücktrittsforderungen der Partei

Der kantonale Parteivorstand hatte bereits am Montag Maudets Rücktritt gefordert. Auch die FDP Schweiz rief Maudet zum Rücktritt auf. Das Vertrauensverhältnis zum ehemaligen Bundesratskandidaten habe nicht wiederhergestellt werden können, erklärte Parteipräsidentin Petra Gössi nach einem Treffen mit Maudet.

Dieser weigert sich nach wie vor, von seinem Amt zurückzutreten. Gezwungen werden kann er aber nicht. Maudet argumentiert formaljuristisch. Er weist darauf hin, dass für ihn die Unschuldsvermutung gelte.

Die Vorwürfe

Die Genfer Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit gegen den 40-jährigen Politiker. Vorgeworfen wird ihm Vorteilsannahme im Zusammenhang mit einer Reise nach Abu Dhabi im Jahr 2015. Zudem soll der dreifache Familienvater von Wahlspenden profitiert haben. Private Gönner sollen seine Mitgliederbeiträge an die FDP bezahlt haben. Diese Zahlungen soll Maudet aber trotzdem von seien Steuern abgezogen haben.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Konrad Pfister (Konrad Pfister)
    Die Unschuldsvermutung gilt nur für den eventuellen strafrechtlichen Aspekt. Seine Lügen und andere Fehlverhalten sind längst unbestritten. Vermutlich klammert er sich an sein Amt bis im nächsten Juni um ein lebenslanges Grundeinkommen sicher zu stellen. Er ist nach der Ausbildung direkt in die Politik eingestiegen und kann wohl nicht viel anderes...
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  • Kommentar von R. Raphael (R.Raphael)
    Es ist erschūtternd dass die Mehrheit betreffend Causa Maudet die zwingende und menschenrechtlich verankerte Unschuldsvermutung nicht respektiert, denn ausser Medien- und Polithetze ist so gut wie noch nichts bewiesen.....
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  • Kommentar von Bernhard Lüthi (Bernhard)
    Es geht mir nicht explizit um Herr Maudet, sondern um all diese Personen, die in einen "Skandal" verwickelt sind: Sie alle sind vom Volk gewählt, eine Parteileitung kann ihnen also nur den Rücktritt empfehlen. Aber warum werden sie nicht aus ihrer Partei ausgeschlossen? Das begreife ich überhaupt nicht.
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