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Alertswiss: Die Nachfrage nach der App steigt
Aus HeuteMorgen vom 31.03.2020.
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Alarmierung in Corona-Krise Nutzerzahlen der Alertswiss-App wachsen rasant

Die gestiegene Nachfrage während der Corona-Krise freut die Behörden, auch wenn sie noch lange nicht am Ziel sind.

Die Fäden für die Alarmierungs-App Alertswiss, Link öffnet in einem neuen Fenster für Handy oder Tablet laufen beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz zusammen. «Seit drei bis vier Wochen haben wir 120'000 neue Nutzer», stellt Kommunikationsleiterin Sandra Kobelt fest. «Jetzt zählen wir 570'000 Nutzer – das ist eine enorme Entwicklung.»

Seit drei bis vier Wochen haben wir 120'000 neue Nutzer.
Autor: Sandra KobeltBundesamt für Bevölkerungsschutz

Seit die Corona-Krise in der Schweiz angekommen ist, haben sich also 120'000 Menschen die App aufs Handy heruntergeladen. Lanciert wurde Alertswiss vor zwei Jahren mit dem Ziel, die Bevölkerung direkt alarmieren zu können – im Fall von drohenden Naturgefahren oder Unfällen, als Ergänzung zu den Warnungen über das Radio oder per Sirenenalarm.

Behörden wollen alle erreichen

Anfang März haben die Behörden begonnen, auch ihre Informationen und Empfehlungen rund um das Coronavirus über die App zu verbreiten. Wer sie herunterlädt, kann die Informationen auf sich zuschneiden. So kann man z. B. die Informationen um Umkreis von 20 Kilometern um den eigenen Standort erhalten oder man kann sich ausschliesslich an seinem Wohnkanton orientieren – je nachdem, wie man sich die App einrichtet.

Handy mit der Alertswiss-App
Legende: Die Alertswiss-App informiert auch über das Aufgebot für Armeetruppen während der Coronavirus-Pandemie. Keystone

Daten würden allerdings keine gesammelt, versichert Kobelt vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz. Technisch sei dies gar nicht möglich.

Für die Behörden sind die steigenden Zahlen von Alertswiss erfreulich, aber längst noch nicht ausreichend. Der Bund will mit der App die ganze Bevölkerung erreichen, insgesamt etwa 3.8 Millionen Haushalte. Das würde eine Versechsfachung der aktuellen Zahlen bedeuten.

Heute Morgen, 31.3.2020, 6:00 Uhr

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12 Kommentare

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  • Kommentar von René Rohr  (René Rohr)
    Ich hatte die App bis jetzt installiert, ohne Berechtigung des Zugriffs auf meinen Standort. Nachdem ich gerade die Nutzungs- und Datenbestimmungen anfange zu lesen, stelle ich folgenden Satz fest: 2. Zweck von Alertswiss/ keine Gewährleistung/ keine Haftung, Absatz 2: Obwohl die Bundesbehördenmit aller Sorgfalt..., kann hinsichtlich der inhaltlichen Richtigkeit, Genauigkeit, Aktualität, Zuverlässigkeit und Vollständigkeit...keine Gewährleistung übernommen werden.

    Wird gerade wieder gelöscht!
  • Kommentar von Thomas Heimberg  (tomfly)
    Ich unterstelle dem Bund keine bösen Absichten. Aber von was genau soll mich denn diese App warnen? Dass es um mich 20 Infizierte hat? Und was soll ich dann machen? Die Flucht ergreifen? Ich hatte mal die Meteo-Warnungen aktiviert und wurde von Gewitterchen, Windchen, Sonnenschein, UV, Glatteis etc gewarnt, bis ich (wieder) merkte, dass dies zum normalen Leben gehört.
    Mir scheint, spätestens seit der Klimakrise wird überall mit der Angst gehandelt und soll über eine App bewirtschaftet werden.
  • Kommentar von Karin Schnyder  (K.Sch)
    George Orwell / 1984

    ...und niemand merkt`s...
    1. Antwort von Andreas Burkhart  (Burkharta)
      Jeder hat ein Facebook-App auf dem Smartphone (WhatsApp), sowie die ganze Google- (oder Apple-)Suite. Aber erst beim offiziellen App des Bevölkerungsschutzes kommen Datenschutzbedenken. Schon komisch.
    2. Antwort von Karin Schnyder  (K.Sch)
      Selbst Schuld, wem die Bedenken erst jetzt kommen.
    3. Antwort von Andreas Morello  (Andreas Morello)
      Dann machen wir mal den 1984 Check:

      - Eine einzige, diktatorische Staatspartei?
      - Der Staat ist ein einen einzigen, nie endenden Krieg involviert?
      - Massive Geschichtsrevision durch den totalitären Staat?
      - Überwachung des Einzelnen durch den Staate bin in die Privaträume?
      - Eine Zweiklassengesellschaft für Parteimitglieder und alle anderen?
      - Folter und Gehirnwäsche für Abweichler?
      - Eine Säuberung der Sprache, der berühmte "Neusprech"?

      Würden Sie so die Schweiz beschreiben?
    4. Antwort von Karin Schnyder  (K.Sch)
      Wer redet denn von der Schweiz?
      Haben Sie sich in der Welt einmal umgesehen?