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Wirkung der Corona-Impfung bei Immunsuppression
Aus Tagesschau vom 05.07.2021.
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Allergien und Immunschwäche Fast alle können sich impfen lassen – auch mit Vorerkrankungen

In der Allergiestation des Universitätsspitals Zürich laufen seit Monaten die Telefone heiss. Der Allergologe Eugen Bersuch spricht von einer grossen Verunsicherung: «Wir kriegen sehr viele Anfragen seit Beginn der Impfkampagne. Vor allem von den Hausärzten, aber auch aus Impfzentren oder direkt von Patienten.» Viele Menschen mit Allergien wissen nicht, ob sie sich impfen lassen dürfen.

Impfung auch bei allergischer Reaktion meist möglich

Die Eidgenössische Kommission für Impffragen hat dazu klare Empfehlungen. Ihr Präsident, Christoph Berger, sagt: «Es sind glücklicherweise sehr wenige Personen, die sich nicht mit einem mRNA-Impfstoff gegen das Coronavirus impfen lassen können. Dazu gehören Personen mit einer schweren PEG-Allergie, das ist ein Inhaltsstoff im Corona-Impfstoff mRNA, und Menschen, die auf eine erste Impfung ganz schwer reagiert haben.»

Die meisten Fälle, die selbst eine allergische Reaktion in dem Sinne nach der ersten Impfung hatten, können nach vorhergehender Abklärung bei uns dennoch geimpft werden.
Autor: Eugen BersuchAllergologe Universitätsspital Zürich

Es betrifft gesamthaft nur wenige Hundert Personen in der Schweiz. Und sogar bei diesen sei eine Impfung nicht generell ausgeschlossen, meint Allergologe Bersuch: «Die meisten Fälle, die selbst eine allergische Reaktion in dem Sinne nach der ersten Impfung hatten, können nach vorhergehender Abklärung bei uns dennoch geimpft werden.»

Weniger Antikörper bei geschwächtem Immunsystem

Impfen lassen können sich also gemäss den Fachleuten fast alle in der Schweiz. Das gilt auch für Menschen mit einer Immunschwäche, zum Beispiel nach einer Transplantation, bei Krebserkrankungen oder bei einer Therapie, die die Immunantwort unterdrückt, wie etwa bei Rheuma. Dazu Christoph Berger von der Impfkommission: «Auch diese Personen können sich immer impfen lassen. Wir wissen allerdings nicht, wie gut der Schutz ist nach der Impfung.»

Denn nach der Impfung entwickelt das Immunsystem Antikörper gegen das Virus. Bei Menschen mit einer Immunsuppression – einem geschwächten Immunsystem – bildet der Körper aber meist weniger Antikörper. Davon betroffen sein könnten laut Schätzungen mehrere Hunderttausend Menschen.

Wie hoch oder wie tief bei ihnen der Schutz nach einer Impfung ist, wird noch untersucht. Umso wichtiger sei bei Personen mit einer Immunsuppression, dass sich die Angehörigen ebenfalls impfen liessen, so Christoph Berger.

Tagesschau vom 05.07.21, 19.30 Uhr

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38 Kommentare

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  • Kommentar von Adrian Müller  (Andymüller)
    Kann ich mich mit einer HLA B-27 Erkrankung impfen lassen? Mein Hausarzt weiss es nicht.
    1. Antwort von Anita Rusterholz  (Anita Rusterholz)
      Herr Müller, guten Tag.
      Falls Sie an einer chronisch-entzündlichen Gelenkerkrankung leiden, erkundigen Sie sich bei einem Arzt, der nebst der Schulmedizin, sich in der Alternativmedizin (komplementär) ebenso auskennt. Viel Glück.
    2. Antwort von Adrian Müller  (Andymüller)
      Guten Tag Frau Rusterholz, da war ich schon und er weiss es auch nicht. Leider
    3. Antwort von Dorothee Meili  (DoX.98)
      Adrian Müller: ich "durfte" gleich zu Beginn einen Nachbarn mit HLA B-27 begleiten. Der Hausarzt hatte eine Liste von der kantonalen GD einerseits und eine hotline, bei der er sich erkundigen konnte. Der Nachbar wurde mit moderna geimpft, hatte "normale" Nebenwirkungen: drei Tage erhöhte Temperatur/ Armschmerzen; seit vier Tagen ist das Zertifikat da. Selber (etwas später) mit einigen anderen Erscheinungen ging ich zur Abklärung ins USZ - kein Problem. Holen Sie echt professionelle Zweitmeinung
    4. Antwort von Anita Rusterholz  (Anita Rusterholz)
      Ein grosses unerforschtes Kapitel, Herr Müller. Schwierig zu bestimmen, bei welcher Art Erkrankung, impfen ja oder nein. Das ist so. Ich hoffe, dass Sie Entscheidungshilfe erhalten.
    5. Antwort von Adrian Müller  (Andymüller)
      Laut meinen Ärzten wo es auch nicht wissen wie was, wo. Da ich scheinbar den ganzen "Stamm" habe von der HLA B-27 und nicht "nur" vereinzelte Krankheiten, wissen Sie es nicht was Sie mir empfehlen sollen wegen der Impfung. Dementsprechend bin ich mir unschlüssig. Im generellen bin ich pro eingestellt.
    6. Antwort von Verena Schär  (Nachdenklich)
      Vielleicht finden sie unter diesem Link mehr Info. https://spondylitis.org/research-new/the-effect-of-the-hla-b27-gene-on-covid-19/
  • Kommentar von Thomas Huber  ("Hu" goot au...!)
    Wieder eine Steilvorlage im Spiel Impfbeführworter gegen die -gegner. Es wird ein spannendes Kräftemessen.
    Ich sag mal ein "Unentschieden" voraus.
    1. Antwort von Thomas Huber  ("Hu" goot au...!)
      ...oder besser:
      Verlängerung. Viiiel Verlängerung!... und tiefe Gräben auf dem, was mal ein Rasen war.
    2. Antwort von Mike Steiner  (M. Steiner)
      Ich sage ein desaströses Spiel voraus, bei dem die Geimpften das Spiel abbrechen und fröhlich vom Platz gehen, während die Ungeimpften verschifft werden und mit den Füssen im Sumpf stecken. Aber wissen Sie was? Der Grossteil der Zuschauer hat zu dem Zeitpunkt dann weggeschaltet...
    3. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Sie sind reichlich spät mit ihren Prognosen. Es ist ncht wie im Fussball wo man am Ende sogar noch eine Reihe Penalties erhalten kann. Ist die 50% Marke einmal deutlich geknackt, gibt es kein Zurück mehr. Da also die CH ca. um den 1. August diese Marke überschreiten wird, ist jetzt schon klar, dass die Impfbefürworter siegen werden. Und alles ganz ohne Obligatorium. Das einzige was unklar ist: Wo genau wird die effektive Stagnation auftreten? Prognose: Gegen 2/3 bis Ende Oktober.
    4. Antwort von Thomas Huber  ("Hu" goot au...!)
      Herr Reteler, egal wie lange das Spiel geht, ganz egal wer gewinnt. Hauptsache es Finden sich Kräfte, die den Rasen sanieren und ihn für die nächste Runde wieder bespielbar machen - wenn Sie verstehen, was ich meine. ;-)
  • Kommentar von Roman Rothenbühler  (Redhilleus)
    Ich finde es erstaunlich, was Berger alles zu glauben und zu wissen scheint. Meine Frage: woher weiss Herr Berger so viel, und ist sich dann sogar noch extrem sicher dabei? Ich finde in den Impfstudien nämlich fast nur folgenden Satz: "Wurde nicht untersucht, ist unbekannt."
    1. Antwort von Stefan Huwiler  (huwist)
      Sein Wissen kommt von seiner Ausbildung und jahrzehntelanger Forschung speziell zu den Themen Virusinfektion, Immunantwort und Virusassoziierten Tumoren für das er auch international ausgezeichnet wurde.
      Ausserdem ist er seit 17 Jahren Präsident der Pädiatrischen Infektiologiegruppe Schweiz und seit 6 Jahren Präsident der Eidgenössischen Kommission für Impffragen.
      Ich finde das Wissen nicht erstaunlich, sondern eher, dass man sein Wissen in Frage stellt.
    2. Antwort von Dorothee Meili  (DoX.98)
      Zu @Stefan Huwiler noch etwas: Berger ist sehr gut vernetzt, in der Schweiz und auch international: v.a. arbeitet er mit mRNA-Spezialistinnen und Spezialisten zusammen, die seit gut 30Jahren in Krebsforschung und -therapie tätig sind und ziemlich viel über "(Neben)Wirkungen" wissen. Nachdem ich zwischendurch auch einmal misstrauisch war, habe ich mich mit anderen zusammen an eine gründliche Personenrecherche gemacht.