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Angst vor Krawallen Anti-WEF-Demonstration beim Berner Bahnhof aufgelöst

  • Linke Gruppierungen haben zu einer Anti-WEF-Demonstration in Bern aufgerufen.
  • Die Polizei hat den Demonstrationszug auf dem Berner Bahnhofplatz eingekesselt und die Demonstration aufgelöst.
  • Das WEF findet nächste Woche vom 19. bis 23. Januar statt.

Hunderte Menschen haben sich am Samstagnachmittag auf dem Bahnhofplatz in Bern versammelt, um an einer unbewilligten Anti-WEF Demonstration teilzunehmen. Die Polizei hat die Kundgebung nach kurzer Zeit aufgelöst. Bei der Einkesselung standen nur noch wenige Dutzende Demonstrierende dem massiven Polizeiaufgebot gegenüber. Zuvor hatte die Polizei die Menschen aufgerufen, den Platz zu verlassen.

Dieser wurde von Einsatzkräften in Vollmontur weiträumig abgesperrt. Der Zugang zum Bahnhof war nicht mehr möglich, wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. Demnach führte die Polizei auch Personenkontrollen durch.

Zur unbewilligten Kundgebung unter dem Motto «Gemeinsam gegen den Mördertreff» aufgerufen hatten linke und linksautonome sowie propalästinensische Gruppierungen. Die Stadt hatte im Vorfeld davon abgeraten, an der Kundgebung teilzunehmen. Auch das Grossaufgebot der Polizei war angekündigt.

Eine Platzkundgebung werde toleriert, teilte die Polizei zuvor via Durchsage auf dem Bahnhofplatz mit – nicht aber ein Umzug. In der gesamten Innenstadt standen Polizistinnen und Polizisten in Vollmontur bereit. Der Bundesplatz war abgesperrt, zudem warteten zahlreiche Einsatzfahrzeuge vor dem Bundeshaus, darunter solche aus anderen Kantonen.

Polizei kontrollierte 200 Personen

«Insgesamt wurden rund 200 Personen kontrolliert und weggewiesen», teilte die Kantonspolizei Bern mit. Weiter wurden 25 Personen angehalten und für weitere Abklärungen in Polizeiräumlichkeiten gebracht, unter anderem wegen mutmasslicher Straftaten wie Hinderung einer Amtshandlung sowie Gewalt und Drohung gegen Beamte.

Im Zuge der Personenkontrolle und der Kontrollen der umliegenden Abfalleimer beim Besammlungsort konnte die Kantonspolizei diverses Vermummungs-, Wurf- und Schlagmaterial sowie Pyrotechnika sicherstellen.

Sieben Mitarbeitende der Kantonspolizei Bern wurden durch die Kundgebungsteilnehmenden mit Laser geblendet, drei davon hatten Beeinträchtigungen und mussten sich zur Kontrolle ins Spital begeben.

Weitere Kundgebung gegen den Iran

Der Umzug wurde aufgrund «vergangener ähnlich gelagerter Kundgebungen» nicht toleriert, aber auch, weil zeitgleich vor der iranischen Botschaft eine bewilligte Kundgebung vorgesehen war. Einem Augenschein zufolge hatten sich dort um 14 Uhr rund 200 Menschen versammelt.

SRF 4 News, 17.01.2026 ; 

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