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Riesige Wassermengen im Bahnhof Aarau
Aus News-Clip vom 24.06.2021.
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Anhaltende Gewitter Nächste Unwetterfront unterwegs – Bahnhof Aarau unter Wasser

Seit Mittwochabend ziehen heftige Unwetter über die Schweiz. Das Nächste ist bereits in Anmarsch. Der Überblick:

Aargau: Wegen Gewittern und Starkregen sind am Mittwochabend im Kanton Aargau 49 Feuerwehren im Einsatz gestanden. Die meisten der über 70 Einsätze entfielen auf die Region Mutschellen sowie auf den Westen des Kantons. Auch am Donnerstag am späten Nachmittag regnete es im Kanton erneut heftig. Im Bahnhof von Aarau staute sich das Wasser an. In anliegenden Geschäften mussten Mitarbeiter die Einkaufsläden säubern.

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Bahnhof Aarau unter Wasser
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Zürich: Seit 8:30 Uhr können alle Fernverkehrszüge und die S24 den Bahnhof Zürich-Flughafen wieder bedienen. Am späten Mittwochabend war Wasser in den Bahnhof unter dem Zürcher Flughafen eingedrungen, wie SBB-Sprecher Oli Dischoe mitteilte. Ein Teil der Gleisanlage stand einige Zentimeter hoch unter Wasser und Schlamm.

Thurgau: In Frauenfeld krachte während des Gewitters am Mittwochabend ein Baum auf ein fahrendes Auto. Die 46-jährige Lenkerin wurde verletzt, sie musste ins Spital gebracht werden, wie die Thurgauer Kantonspolizei mitteilte.

Solothurn: Bei der Alarmzentrale der Kantonspolizei Solothurn waren am Mittwochabend über 50 Meldungen wegen Gewittern eingegangen. Die Meldungen betrafen Wassereinbrüche in Häusern und überflutete Strassen. Betroffen von den Gewittern seien insbesondere das Niederamt sowie die Bezirke Wasseramt, Dorneck und Thierstein gewesen. Von verletzten Personen habe die Polizei keine Kenntnisse.

Vorsicht: Flüsse führen sehr viel Wasser

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Die Aare, die Emme und die Birs führen derzeit sehr viel Wasser, so die Kantonspolizei Solothurn. Beim Aufenthalt an einem der Flüsse sei deshalb Vorsicht geboten.

Berner Jura: Im Berner Jura blieben mehrere regionale Bahnlinien vorerst auch am Donnerstag noch gesperrt, die Störungen sind nun aber weitgehend behoben. Auf der Strecke zwischen Sonceboz-Sombeval mussten wegen des Hagelgewitters am Mittwochabend zehn Personen aus einem Zug evakuiert werden, wie die SBB meldete. Es sei auch zu Schäden an den Anlagen im Bahnhof Sonceboz gekommen. Wegen eines Erdrutsches vorübergehend unterbrochen war zudem die Bahnstrecke Solothurn – Moutier.

Bern: Bei der Kantonspolizei Bern gingen am Mittwochabend und in der Nacht auf Donnerstag rund 800 Meldungen ein, darunter 500 aus dem Berner Jura, wie sie mitteilte. Auch am Donnerstagabend traf erneut eine Unwetterfront auf den Kanton. Der Bahnverkehr zwischen Burgdorf und Wynigen und Burgdorf und Herzogenbuchsee auf der Linie Bern-Olten war laut Bahninformationsdienst ab 19 Uhr wegen Unwetterschäden auf unbestimmte Zeit unterbrochen.

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Riesige Wassermassen in Rüegsbach (Gemeinde Rüegsau, Emmental)
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Bereits wieder über 200 Unwettermeldungen

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Zwischen 15 und 20 Uhr sind bei der Kantonspolizei Bern über 220 Unwettermeldungen eingegangen. Es handelte sich vor allem um Wassereinbrüche in Häuser, überflutete Strassen und um Erdrutsche. Besonders stark betroffen waren am Donnerstagabend das Emmental und der Oberaargau. Alleine aus diesen beiden Gebieten gingen rund 150 Meldungen ein. Weitere 50 Meldungen betrafen das Berner Oberland sowie 20 das Seeland und den Berner Jura.

Bereits am Donnerstagnachmittag sorgten zwei Erdrutsche am Thuner- und Brienzersee für Einschränkungen im Bahnverkehr. Wann der Verkehr wieder normal rollt, war am frühen Abend noch nicht bekannt. Die beiden Erdrutsche gingen zwischen Spiez und Interlaken sowie zwischen Ober- und Niederried nieder und sorgten für Zugausfälle und Verspätungen, wie die SBB auf ihrer Internetseite mitteilte.

Oberbaselbiet: Auf der Einsatzzentrale gingen rund 1000 Notrufe ein. Zwischen 20:00 Uhr und bis gegen 23:00 Uhr am Mittwochabend mussten die Feuerwehren rund 300 Mal ausrücken.

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«Wir sind in Zunzgen und hier fliesst gerade die Baustelle weg» (Video: SRF-Augenzeuge)
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Gebäude, Baustellen und Strassen seien überschwemmt worden. Wegen kleinerer Erdrutsche waren mehrere Strassenabschnitte vorübergehend gesperrt. Verletzt wurde niemand.

Verantwortlich für die heftigen Gewitter ist die momentan aussergewöhnliche Wetterlage. Laut SRF Meteo handelte es sich um kräftige Gewitter, die Starkregen und Hagel brachten. Die Hagelkörner seien teilweise drei bis vier Zentimeter gross gewesen.

7500 Schadensmeldungen seit Samstag

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Wegen der seit Samstag verbreiteten Gewitter wurden der Mobiliar bisher rund 7500 Schäden gemeldet, wie die Versicherung mitteilte. Sie rechnete mit einer Schadensumme von über 60 Millionen Franken. Mehr als zwei Drittel beträfen Fahrzeuge.

Inzwischen sind auch erste Schadenschätzungen der heftigen Gewitter in Cressier (NE) vom Dienstagabend bekannt. Allein die Gebäudeversicherung rechnete für die Region mit Schäden im Umfang von 15 Millionen Franken.

SRF 4 News, 24.6.2021, 7:00 Uhr;

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Bernhard Meile  (Augenzwinkerer)
    Herr Bucheli sagte es wohl richtig: Dies sind nicht die Auswirkungen des Klimawandels. Das ist der Klimawandel!

    Die Wetterextreme treten global gehäuft, länger und stärker auf.
    1. Antwort von Samuel Nogler  (semi-arid)
      ich sehe vor allem die hohen Pegel des Inns infolge des kalten Mais und der verspäteten Schneeschmelze.
      Gewitter im Juni im Mittelland sind absolute normal. in der Theorie heisst es seit langem, dass Extremen zunehmen dürften, die Statistik müsste dies aber zuerst auch noch zeigen.
  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Die Macht der NATUR - Einsicht MENSCH!
  • Kommentar von Norbert Zeiner  (ZeN)
    Oder versteckt mit anderen Worten: Das Wetter hat mit dem Klima zu tun, das Klima aber nie mit dem Wetter.
    1. Antwort von Danielo Rüfenachto  (leGierAffe)
      Hui, das klingt aber so als hätte Sie dieser Artikel gleich so richtig "getriggert".. Darf SF nicht mehr über spezielle Wetterkonstellationen und daraus resultierende Schäden berichten..?
    2. Antwort von André Hintermann  (AndreCH)
      Die Summe allen "Wetters" ergibt ja schlussendlich das Klima....
    3. Antwort von Delmar Lose  (DeLo)
      @ZeN -> falsch! Andre hats ja auf den Punkt gebracht ;)