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Armee will Cyberinfrastruktur verbessern – und ökologischer werden
Aus Tagesschau vom 18.02.2021.
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Armeebotschaft 2021 Schweizer Armee soll grüner werden

  • Bis 2030 soll die Armee ihren CO2-Ausstoss um mindestens 40 Prozent reduzieren.
  • So steht es in der Armeebotschaft 2021 des Bundesrats. Gelingen soll dies unter anderem durch Gebäudesanierungen und eigene Solar-Anlagen.
  • Insgesamt will der Bundesrat 2.3 Milliarden Franken in die Armee investieren.

Das sind rund 400 Millionen Franken weniger als im vergangenen Jahr. Laut dem Bundesrat können sämtliche Ausgaben über das ordentliche Armeebudget finanziert werden.

Weg zu einer grüneren Armee

Mit der Armeebotschaft 2021 wird auch dem Klimaziel des Bundesrats Rechnung getragen. Insbesondere soll die Armee die Energieeffizienz erhöhen und zukünftig noch mehr erneuerbare Energie produzieren. Dazu ist der CO2-Ausstoss bis 2030 gegenüber 2001 um mindestens 40 Prozent zu reduzieren.

Mit Gebäudesanierungen oder der Erneuerung der Fahrzeugflotte soll die Armee ihre Energieeffizienz verbessern. Weiter sollen mit dem Immobilienprogramm 2021 Photovoltaikanlagen mit einer Fläche von insgesamt 18'000 Quadratmetern an 13 Standorten gebaut werden.

Aufrüsten gegen Cyber-Attacken

Neben den Bemühungen zum Klimaschutz erläuterte Verteidigungsministerin Viola Amherd (Die Mitte) vor den Medien auch, dass insbesondere die Vorbereitung auf Cyber-Angriffe verbessert werden soll.

Soldat mit Laptop
Legende: Ein Schwerpunkt der Armeebotschaft 2021 gilt der Vorbereitung auf hybride Bedrohungen wie Cyberattacken. Keystone

In modernen Konfliktszenarien setzen Angreifer auf eine Kombination aus klassischen Militäreinsätzen, aus wirtschaftlichem Druck, Computerangriffen bis hin zu Propaganda in den Medien und sozialen Netzwerken. Dafür will die Schweizer Armee gewappnet sein.

Armeematerial und neue Recherchezentren

Auch 2021 beantragt der Bundesrat zusätzlich die Beschaffung von Armeematerial. Es sind Kredite für die persönliche Ausrüstung der Armeeangehörigen, die Munition und die Informatik vorgesehen. Letzterer enthält Massnahmen zur Cyber-Abwehr. «Die Armee braucht geschützte Informatikmittel und Netze», schreibt die Landesregierung. Deshalb werde der Informatikschutz laufend ausgebaut.

Zu Beginn dieser Vierjahresperiode legt der Bundesrat den Fokus auf die Mobilität. Zum einen sollen deshalb die Fahrzeuge für die Panzersappeurinnen und -sappeure erneuert werden. Zum anderen sollen ein- und zweiachsige Anhänger ersetzt werden. Für diese Vorhaben will der Bundesrat rund 426 Millionen Franken ausgeben, also fast ein Fünftel des Gesamtbetrages der aktuellen Verpflichtungskredite.

Zudem will der Bundesrat Führungs- und Kommunikationssysteme ausbauen, «damit die Armee rasch einsatzbereit ist und das gesamte Spektrum ihrer Aufträge erfüllen kann», wie er schreibt. Zu diesem Zweck soll für 178 Millionen Franken das Führungsnetz Schweiz ausgebaut werden.

Nicht zuletzt soll die Ausstattung der Rechenzentren erneuert (79 Millionen Franken), und Führungsinfrastrukturen der Luftwaffe (66 Millionen Franken) sollen saniert und angepasst werden. Diese Investitionen ermöglichen laut dem Bundesrat «eine krisenresistente, geschützte und störungsfreie Kommunikation».

SRF 4 News; 18.2.2021; 10:00 Uhr;

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Peter König  (Vignareale)
    Aber wir haben doch schon die beste Armee in Europa, meine ich
    mal gehört zu haben, oder war das übertrieben?
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Peter König: Man kann sich trotzdem noch verbessern, denn die anderen schlafen auch nicht.
  • Kommentar von Philipp Rittermann  (Philipp Rittermann)
    wir brauchen eine kosteneffiziente, schlagkräftige und professionelle berufs-armee.
    unsere miliz-hobby-armee verschlingt unmengen an kosten und keiner weiss wohin die eigentlich wandern-, bzw. wo der nutzen liegt.
    1. Antwort von Bernhard Roos  (roosbe)
      Grobe Kostenrechnung: 20'000 Soldaten x 200'000 Fr/Jahr = 4x10^9 CHF/Jahr, nur für Lohn + weitere Abgaben. Fehlt noch Material, Materialbeschaffung + Unterhalt, also insgesamt 8x10^9 CHF/Jahr, und als Resultat kriegt man eine Kampfbrigade mit 5000 Mann? Mir persönlich sind motivierte Milizsoldaten quer durch alle sozialen Schichten viel sympathischer als reine Profis. Profis mögen besser sein, aber auch die schiessen nicht 6x besser.
  • Kommentar von Marcel Benjamin  (Benny)
    Also an den Uniformen müssen sie dann nicht viel ändern ;)