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Asylstatistik September Starker Rückgang bei Asylgesuchen

  • Von Januar bis September dieses Jahres haben 7753 Personen ein Asylgesuch eingereicht.
  • Das bedeutet ein Rückgang von 27.7 Prozent, gemäss Staatssekretariat für Migration (SEM).
  • Grund seien unter anderem die Coronapandemie und die damit verbundenen Grenzschliessungen.
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Aus dem Archiv: Neues Asylverfahren ist schnell, aber teils unfair
03:37 min, aus Rendez-vous vom 19.06.2020.
abspielen. Laufzeit 03:37 Minuten.

Die Pandemie habe zu einer Zäsur der Asylmigration geführt, heisst es in der neuesten Asylstatistik des SEM. Auch die Asylmigration in die Schweiz sei ab Mitte März 2020 praktisch zum Stillstand gekommen. «Grenzkontrollen, Grenzschliessungen und Ausgangsbeschränkungen behinderten auch die Migration in einem grossen Ausmass.»

An den Grenzen Europas, im Nahen Osten und in Afrika hielten sich jedoch weiterhin viele Geflüchtete auf, schreibt das SEM. Im dritten Quartal, als die Grenzen wieder offen waren, war der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr mit 14.3 Prozent weniger gross. Die Zahlen sind im Vergleich zu den Vorjahren immer noch tief. Das SEM führt dies auf die Aktionen der türkischen Grenzschutzbehörden zurück.

Meiste Gesuche aus Afghanistan

Im September gingen 1131 Gesuche ein, was 5.5 Prozent weniger sind als im September 2019. Die wichtigsten Herkunftsländer der Personen, die im September ein Asylgesuch eingereicht haben, sind Afghanistan mit 222 Gesuchen, Türkei (167 Gesuche), Eritrea (142 Gesuche), Algerien (123 Gesuche) und Syrien (75 Gesuche).

Wiederaufnahme des Resettlement-Programms

Die Zahl der Rückführungen steigt nach dem Lockdown im Frühling wieder. 295 Personen verliessen im September die Schweiz kontrolliert oder wurden zurückgeführt. Die Schweiz fragte bei 381 Personen einen Dublin-Staat um Übernahme an und 91 Personen wurden in den zuständigen Dublin-Staat überführt. Gleichzeitig wurde die Schweiz im September von anderen Dublin-Staaten um die Übernahme von 309 Personen ersucht. 94 Personen wurden der Schweiz überstellt.

254 Personen sind im Zusammenhang mit dem Resettlement-Programm im August und September in die Schweiz eingereist. Das Programm sieht die Aufnahme von bis zu 1600 besonders schutzbedürftigen Geflüchteten in den Jahren 2020 und 2021 vor. Diese Einreisen waren aufgrund der Coronapandemie zwischenzeitlich unterbrochen worden.

SRF 4 News, 23.10.2020, 12:00 Uhr;

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Franz Lehmann  ((DrFranz))
    Na dann sind ja viele der Rechtskonservativen endlich glücklich wie eine Biene im Honigkuchen, oder etwa nicht?
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Man ist nicht unbedingt glücklich wein einem der Sündenbock abhanden kommt.
    2. Antwort von Samuel Herrmann  (Samuel Herrmann)
      Der momentane Rückgang ist nur wegen der Pandemie, steht auch so im Artikel. Dass illegale Migration bekämpft werden muss, ist mittlerweile auch bis weit in der politischen Mitte angekommen. Diese Erkenntnis hat nichts mit rechtskonservativ zu tun. Ich hoffe das wir diese ruhigere Zeit nutzen, um die Schengen-Grenzen zu verstärken, und uns gesamteuropäisch für Rückführungsabkommen einsetzen. Der Migrationsdruck wird langfristig eher wieder zunehmen.
  • Kommentar von Heinz Berger  (wedemeinsch)
    Schöne Nachricht. Hält leider nur solange die Pandemie anhält. Oder soll der Titel uns suggerieren, dass wir das Migrationsproblem im Griff haben?
    Das werden uns gewisse Kreise und Politiker wohl so verkaufen wollen.
    Wer es glaubt, wird selig...
    1. Antwort von Franz Lehmann  ((DrFranz))
      Es ist eine Nachricht. Eine Erhebung. Nicht mehr nicht weniger. Sollte Sie doch glücklich machen, aber Nein es wird schon wieder rumgemotzt. Ich hoffe Sie sind sonst etwas zufriedener!
  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    7753 Personen haben ein Asylgesuch eingereicht. Viel zu viele. Die wichtigsten Herkunftsländer der Personen, die im September ein Asylgesuch eingereicht haben, sind Afghanistan mit 222 Gesuchen, Türkei 167 Gesuche, Eritrea 142, Algerien 123 und Syrien 75 Gesuche. Wie sind diese Flüchtlinge bis an die CH Grenze gekommen?Bereits in einem EU Land angekommen bevor sie in CH Asylgesuche einreichen konnten. 1600 besonders schutzbedürftigen Geflüchteten in den Jahren 2020 und 2021 kommen noch dazu.
    1. Antwort von Franz Lehmann  ((DrFranz))
      Immer noch zu viele? Puh...