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Legende: Audio Radikaler Abbau am Standort Basel abspielen. Laufzeit 02:32 Minuten.
02:32 min, aus Regionaljournal Basel Baselland vom 09.05.2019.
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Auslagerung von Produktion Nestlé streicht in Basel bis zu 100 Stellen

  • Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé baut an seinem Produktionsstandort in Basel bis zu 100 der aktuell 177 Stellen ab.
  • Grund ist eine Neuausrichtung der Fabrik hin zu einem Kompetenzzentrum für Senf und Mayonnaise.
  • Andere Produkte, die heute in Basel produziert werden, sollen ausgelagert oder verkauft werden.

Die Fabrik Basel werde sich in Zukunft ganz auf die Innovation und Produktion von Senf und Mayonnaise konzentrieren, teilte Nestlé Schweiz mit. Damit unterstreiche Nestlé auch das Bekenntnis zur Marke «Thomy». Das Unternehmen plane, insgesamt 15 Millionen Franken in den Standort zu investieren.

Salatsaucen und Dips werden ausgelagert

Die Produktion von Salatsaucen und Dips soll dagegen künftig an spezialisierten Nestlé-Standorten in Europa erfolgen. Die Produktion von Chicorée-Kaffee unter der Marke «Incarom» wird an das Kompetenzzentrum für getreidehaltige Getränke in Portugal ausgelagert.

Weiter erwägt Nestlé Schweiz einen Verkauf der beiden Marken «Le Parfait» (Brotaufstrich) und «Franck Aroma» (Chicorée-Getränk).

Freiwilliger Sozialplan

Der Wegfall von bis zu 100 Stellen durch die geplante Neuausrichtung soll über die nächsten 18 Monate erfolgen. Die betroffenen Mitarbeitenden sollen mit einem freiwilligen Sozialplan unterstützt werden. Dieser könne unter anderem Stellenangebote innerhalb der Nestlé-Gruppe, Frühpensionierungen oder Outplacement-Beratungen umfassen.

Zu den Gründen für die Neuausrichtung verweist Nestlé Schweiz auf die «sich immer schneller ändernden Konsumentenwünsche». Marken, die nicht in Einklang mit der strategischen Ausrichtung der Nestlé-Gruppe stehen, will man absetzen.

Darüber hinaus entspreche die Fabrik in Basel mit ihrer Komplexität und der breiten Produktepalette nicht mehr den «heutigen Anforderungen an moderne Produktionsstätten».

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé beschäftigt in der Schweiz rund 9700 Mitarbeitende. Er betreibt hierzulande elf Fabriken; an vier Standorten wird Forschungsarbeit betrieben.

Legende: Video Nestlé baut in Basel 100 Stellen ab abspielen. Laufzeit 02:15 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 09.05.2019.
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26 Kommentare

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  • Kommentar von Olaf Schulenburg (freier Schweizer)
    Die rechtspopulistische, wirtschaftsliberale Politik in der Schweiz fördert und unterstützt solche Geschäftspraktiken ja seit 20 Jahren rundum. Es bleibt letztlich an uns Bürgern künftig echte Bürgerparteien zu wählen die solch Geschäftsgebahren nicht freudig begrüssen. Und als Konsument bleibt mir, nicht auf die plumpe Werbung rein zu fallen und einfach Nestléprodukte rundum zu boykottieren. Es geht tiptop, braucht nur manchmal etwas Geduld das Klitzeklein Gedruckte auf den Packungen zu lesen.
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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Ich verstehe die Kritik nicht. Was meinen denn die kritisierenden Herrschaften, was der schöne Begriff "EU-Binnemarktteilnahme" bedeutet? Nur Inhalte, welche uns zugute kommen? naaah, das ist aber sehr-sehr unwissend...
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    1. Antwort von Olaf Schulenburg (freier Schweizer)
      Es handelt sich nicht um eine Binnenmarktfrage sondern um Globalisierung und Ausbeutung. Sowie die Löhne in Portugal steigen zieht die Heuschrecke mit Namen Nestlé unverfroren weiter. Nach China? Ist ja grad der Liebling der wirtschaftsfreundlichen SVP und FDP.
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  • Kommentar von Patrik Müller (P.Müller)
    Das gesagt: Die Komplexität in Basel und die breite Produktepalette entsprechen nicht mehr den «heutigen Anforderungen an moderne Produktionsstätten». Und "die immer schneller ändernden Konsumentenwünsche". Und das gedacht: Basel ist zu klein und mit dem Verkehrsregime sind die Fabriken praktisch mitten in der Stadt unzugänglich. vergrössern geht nicht mehr. Und: Gottseidank erfinden wir immer wieder neues in immer kürzeren Abständen damit unsere Kunden nie genug kriegen!
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