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327 Asylsuchende ausgeflogen
Aus HeuteMorgen vom 15.12.2016.
abspielen. Laufzeit 01:52 Minuten.
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Abschiebung von Asylsuchenden Ausschaffungsflüge erreichen Rekordzahl

Das Wichtigste in Kürze

  • Rekordzahlen bei Ausschaffungen per Flugzeug in diesem Jahr: 327 Asylsuchende auf insgesamt 65 Flügen abgeschoben. Ein Drittel mehr Menschen und ein Drittel mehr Flüge als in den letzten beiden Jahren.
  • Über 20 Mal hat die Schweiz 2016 zusammen mit der EU Flüge durchgeführt und dabei fast 90 Asylsuchende ausgeschafft.
  • Ein EU-Ausschaffungsflug ist vierfach kostengünstiger als ein Schweizer Flug.

Die Schweiz hat dieses Jahr 327 Asylsuchende ins Flugzeug gesetzt – Befund: kein Asyl. Auf insgesamt 65 Flügen sind diese Menschen zurück in ihre Heimatländer gereist. Beides ist Rekord, ein Drittel mehr Menschen und ein Drittel mehr Flüge als jeweils in den letzten Jahren.

«Grössere Zahl von Destinationen»

2015 waren besonders viele Asylsuchende in die Schweiz gekommen, nun müssen auch vergleichsweise viele wieder gehen. Aufhorchen lassen die vielen Flüge.

Die Schweiz hat sie der EU zu verdanken. Sie basierten auf einer vor kurzem eingeführten Zusammenarbeit, sagt Martin Reichlin vom Staatssekretariat für Migration: «Was die Sammelflüge mit anderen europäischen Staaten bieten, ist, dass man eine grössere Zahl von Destinationen zur Auswahl hat, die angeflogen werden.»

Via EU-Land in die Heimat

Über 20 Mal hat die Schweiz dieses Jahr zusammen mit der EU eine «Destination angeflogen», dabei fast 90 Asylsuchende ausgeschafft – auch das ein Rekord. Sie hat diese Asylsuchenden zuerst in ein EU-Land gebracht. Von dort aus ging es dann zurück ins Heimatland, meistens ins südliche Afrika – zusammen mit Flüchtlingen aus der EU und unter Aufsicht der EU-Grenzschützer.

Reichlin lobt diesen Umweg über Europa. Schon nur aus Kostengründen sei es sinnvoll, mit Europa zusammenzuarbeiten. Wenn man eine grössere Gruppe von Personen habe, die überstellt werden müssten, koste dies pro Person weniger.

Schneller und günstiger

Ein EU-Ausschaffungsflug ist vier Mal billiger als ein Schweizer Flug. Trotzdem schaffe die Schweiz nun aber nicht mehr Menschen aus, betont Reichlin: «Die Sammelflüge sind ein neues Instrument, welche die Praxis etwas vereinfachen. Aber die Sammelflüge allein sind natürlich jetzt nicht ein Grund, weshalb jemand aus der Schweiz weggewiesen wird oder nicht.»

Ethisch gesehen laufe alles korrekt auf den Sammelflügen. Das bestätigt auch die nationale Kommission zur Verhütung von Folter.

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61 Kommentare

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  • Kommentar von Nour Helena Hänggi  (nourhelena)
    Die Wüste wächst und das schon seit über 50 Jahren, jedes Jahr um einen Meter. Wir wissen hier auch nicht, was in den nächsten Jahren auf uns zukommt. Die erste Katastrophe ist schon da, denn wir können die AKWs noch nicht abschalten und Frankreich möchte mitsammt den AKWs alle Ziele betreffend Lufthygiene bis 2030 sogar locker erreichen?.?. Ich weiss nicht, wer in 10 Jahren die armen Länder sein werden.
    1. Antwort von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
      Die Wüste wächst, seit Menschen entwalden, übernutzen, überweiden und demzufolge zu viel Grundwasser entnehmen müssen, das dann auf jedem Kontinent schon gebietsweise unter den Meeresspiegel sinkt und sich mit Salzwasser vermischt. Versalzte Böden sind tot. Unser Konsumverhalten, inkonsequent kontrollierter Import, Korruption, Geldgier, aber auch Not der Menschen in Herkunftsländern machen es möglich.
  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Tagesschau: mehr als 4000 Eritreer haben dieses Jahr um Asyl gebeten. Sie warten immer noch auf einen Asylentscheid. Dagegen wurde die gigantische Summe von 327 Asylabgewiesene erwähnt, die dieses Jahr ausgezogen wurden. NB: Es waren nicht nur Eritreer, die bei uns um Asyl baten. Undank ist der Schweiz Lohn. Das bewies ein im Fernsehen gezeigter Eritreer, der nicht einverstanden ist, dass in seinem Land geholfen wird. Er beharrt auf die Auswanderung nach Europa
    1. Antwort von Franz NANNI  (Aetti)
      Genau, sowas wollte ich schreiben.. danke dass Sie mir die Arbeit abgenommen haben...
  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Der Bundesrat muss sparen - für die Asylanten, die er nicht ausschauen kann - und will.
    1. Antwort von Franz NANNI  (Aetti)
      Ausschaffen... meinen Sie.. und RECHT haben Sie!