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Die Zukunft der Schnupperlehre
Aus HeuteMorgen vom 29.12.2020.
abspielen. Laufzeit 02:02 Minuten.
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Auswirkungen der Pandemie Hat die traditionelle Schnupperlehre ausgedient?

Wegen Corona konnten weniger Schnupperlehren stattfinden. Das könnte die Schnupperlehre langfristig verändern.

Die SBB, die Post, die Migros und Coop – viele Firmen laden Oberstufenschülerinnen und -schüler zu Schnupperlehren ein. So erfahren die Jugendlichen, wie ein Betrieb funktioniert, und sie lernen das Arbeitsumfeld kennen. «Für die Schülerinnen und Schüler, die für sich den passenden Beruf suchen, ist das wichtig», sagt Annika Keller, die bei Coop für die Berufsbildung zuständig ist.

Man könne über jeden Beruf so viel nachlesen, wie man wolle, die Schnupperlehre ersetze das nicht. Es sei wichtig, sich selbst in das Umfeld hineinzubegeben, mitzuarbeiten und die Atmosphäre zu spüren. Auch Fragen stellen zu können, sei essenziell. Das alles werde erst bei einem Schnuppertag möglich, so Keller.

Veranstaltungen statt Schnupperlehre

Jedoch gibt es grössere Firmen, die schon seit geraumer Zeit keine Schnupperlehren mehr anbieten, sondern nur noch Veranstaltungen für Gruppen von Schülerinnen und Schüler. So hat zum Beispiel die Zürcher Kantonalbank ZKB auf solche Gruppenevents umgestellt. Der Grund liegt laut dem Unternehmen im grossen Interesse. Es gebe zu viele Schülerinnen und Schüler, die die Bank besuchen möchten, sagt Daniel Alig, Leiter Personal Nachwuchs bei der ZKB.

So ein Info-Halbtag bei der ZKB hat dann auch seinen genauen Ablauf. Zuerst gibt es einen Postenlauf durch die Bank, damit die Interessierten einen Einblick in die verschiedenen Bereiche des Bankgeschäfts oder in das IT-Geschäft erhalten. Am Schluss trifft man sich wieder im Plenum, um einen Ausblick zu erhalten, wie man zu einer Lehrstelle bei der Zürcher Kantonalbank kommt.

Schnupperlehre nur noch online

Ähnlich sieht es bei der Swisscom aus. Auch das Telekommunikationsunternehmen bietet so genannte Erlebnistage für Gruppen von Oberstufenschülerinnen und -schülern an statt einzelner Schnupperlehren. Und dieses Jahr musste wegen der Corona-Pandemie sowieso alles per Videokonferenz stattfinden. Doch in diesen Online-Formaten sieht die Swisscom auch die Zukunft, auch nach Corona.

«Denn wir haben festgestellt, dass wir mit Online-Veranstaltungen viel mehr interessierte Schülerinnen und Schüler erreichen können», sagt Swisscom-Sprecherin Sabrina Hubacher.

SRF 4 News, 29.12.2020, 06:00 Uhr

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46 Kommentare

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  • Kommentar von Jens Pettersson  (Sverige_Invandrare)
    Ich hatte kein Interesse an Schnupperlehren oder irgendeine Lehre. Ich hatte mein Ziel, dies bereits sehr früh. Das ist auch ein Grund wieso ich nun in Schweden lebe, hier kann ich meine Ziele verfolgen, zumindest sobald ich die schwedische Staatsbürgerschaft habe. Soldat beim Amphibienkorps lautet mein Ziel, in der Schweiz bei einer Amateurarmee nicht möglich und hier gibt es keine Altersdiskriminierung. Es gibt nur ein Minimumalter aber kein Höchstalter.
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    1. Antwort von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
      Sollten Sie, nach bestandenen Prüfungen, Ihr Ziel erreichen schön für Sie. Gut zu wissen, nur wenige CH peilen wohl dasselbe an. Das Gedränge wäre sonst riesig. Ich nehme an nach Erreichen der schwedischen Staatsbürgerschaft geben Sie den CH Pass ab. Es gibt ja keinen Grund Doppelbürger zu sein, sollte Ihr Traum in Erfüllung gehen. Zudem wäre es in der Schweizer «Amateurarmee» ziemlich schwierig Ihrem Wunschberuf nachzugehen. Ich wüsste nicht, welche Küste in den Alpen verteidigt werden müsste.
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    2. Antwort von Krebs Alfred  (A.Santiago)
      Und was machen sie Herr Pettersson wenn sie ihr Ziel nicht erreichen? Ohne Beruf ist das Leben nicht so einfach. Das sind dann immer diese Leute, die für für wenig Geld arbeiten und mit ihrem Leben hadern.
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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Da würden sich aber die Unternehmen einen "Bärendienst erweisen", denn gerade beim schnuppern lernen sie die Kandidaten für eine Lehrstelle so kennen und erfahren ihren Charakter und Fähigkeiten!
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  • Kommentar von Dominik Meier  (echoderzeit)
    Der Artikel nimmt die Sichtweise der SchülerInnen ein. Dabei geht's doch den Unternehmen v.a. darum, die Kandidaten oder den Kandidaten kennenzulernen. Wie verkauft sie/er sich, taugt sie/er, will ich diese Person in meinem Betrieb etc.
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    1. Antwort von Krebs Alfred  (A.Santiago)
      Nein der Artikel nimmt wie geschrieben die Sichtweise von ZKB und Swisscom ein. Wenn sich natürlich viel zu viele Bewerber zum Schnuppern bei einer Firma melden, müssen sie ja etwas unternehmen. Bin aber auch der Meinung, dass die Schnupperlehre wichtig ist.
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