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Die Virus-Varianten beschäftigen nicht nur die Fachleute
Aus Tagesschau vom 22.01.2021.
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BAG-Zahlen Mutierte Coronaviren breiten sich weiter aus

  • Die mutierten Varianten des Coronavirus breiten sich in der Schweiz weiter aus.
  • Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat am Freitag Kenntnis von 674 Fällen.
  • Am Donnerstag waren es 582 und am Mittwoch 479 Fälle.
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Britische Coronavirus-Mutation verbreitet sich rasch
Aus Puls vom 18.01.2021.
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Mit der britischen Mutation B1.1.7 (oder 501Y.V1) steckten sich seit ihrem ersten Auftreten im Oktober im Kanton Waadt 336 Personen an. Das teilte das BAG auf Anfrage der Agentur Keystone-SDA mit.

Am meisten Fälle der britischen Mutation gab es im Kanton Bern mit 88, gefolgt vom Kanton Genf mit 73 und der Waadt mit 51.

Weniger Fälle der südafrikanischen Variante

Der südafrikanischen Variante B1.351 (501Y.V2) liessen sich 13 Fälle zuordnen. Zudem zählte das BAG 325 Ansteckungen durch Viren mit ungeklärter Mutationslinie. Am meisten Fälle traten dabei im Kanton Graubünden auf mit 65, im Kanton Genf mit 51, im Kanton Zürich mit 50 und im Kanton Tessin mit 43.

Das BAG weist darauf hin, dass diese Angaben «nicht repräsentativ» und nur «als deskriptive Information zu gebrauchen» seien. Vor allem in Kantonen, in denen nur wenig oder kein Material sequenziert wurde, würden die Zahlen stark unterschätzt.

Immunantwort nicht mehr so rasch

Tanja Stadler, Biostatistikerin an der ETH Zürich, sagte am Montag in der Sendung «Puls», dass sich die Zahl der Fälle mit der neuen britischen Virusvariante jede Woche verdoppeln. «Momentan sehen wir aber bei Hospitalisationen und Todesfällen, dass es etwas rückläufig ist. Das ist noch sehr fragil in der Schweiz. Wir erwarten, dass wir etwas langsamer steigen mit der neuen Variante.»

Sorge bereite aber die südafrikanische und vor allem die brasilianische Variante, erklärt Stadler. Die drei Varianten seien unabhängig voneinander entstanden. «Aber bei der Variante aus Brasilien wird vermutet, dass das Virus das menschliche Immunsystem gewissermassen ‹ausgetrickst› hat und die Immunantwort nicht mehr so gut darauf reagiert.»

Tagesschau, 22.01.2021, 12:45 Uhr;

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21 Kommentare

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  • Kommentar von Monika Mitulla  (momi)
    Es ist das Vesen des Virus zu mutieren. Es gibt wahrscheinlich nicht nur die Englische, Brasilianische oder Südafrikanische Variante, sondern unendlich viele mögliche andere Mutationen. Wir kennen das von der Grippeimpfung. Dort muss im Frühling entschieden werden, wie der Impfstoff genau aufgebaut sein soll - und man hofft, dass der Impfstoff im Herbst noch auf das Virus passt, eben weil das Virus normalerweise laufend mutiert.
  • Kommentar von Tobias Wackernagel  (beekeeper)
    Auf der Basis von Vermutungen und Unsicherheiten ("nicht repräsentativ", "deskriptive information") wird das nächste Horrorszenario heraufbeschworen.
    Ist sowas seriös?
    1. Antwort von Hans Meuri  (hmeuri)
      Wenn man proaktiv vorgehen will, so kann man das nur auf Grund von Vermutungen tun. Oder sollen wir warten ob die Szenarien eintreffen und dann die Behörden kritisieren, sie hätten die 3. Welle verschlafen?
  • Kommentar von Toni Koller  (Tonik)
    Das mutierte GB-Virus ist seit Oktober bei uns und verbreitet sich schnell - allerdings sind zugleich die Gesamt-Infektionszahlen deutlich am Sinken. Ist die Mutation also vielleicht gar nicht so massiv ansteckender? Und wodurch sind die Zahlen in Irland - nach der explosionsartigen Zunahme - ebenso drastisch wieder zurückgegangen (siehe SRF-Grafik) ? Lauter nicht gestellte Fragen, die Antworten verdienten.
    1. Antwort von Paul Mongre  (paulmongre)
      Natürlich wird die Frage gestellt, die Antwort ist doch die allererste Grafik, die Sie in diesem Artikel sehen. Dort sind drei beschriftete Kurven, die Ihre Frage bzgl. Gesamtinfektionszahlen vs. Mutante beantworten.
    2. Antwort von Hans Meuri  (hmeuri)
      Die neuen Mutationen aus England, Südafrika und Brasilien verbreiten sich exponentiell aber noch auf einem so tiefen Niveau, dass sie auf die Gesamtstatistik noch keinen Einfluss haben. 2, 4, 8, 16, 32, 64, 128, 256, 512, 1024, ... Fälle, spätestens hier wird man es dann sehr wohl bemerken.