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Legende: Video Füglistaler: «Wir beurteilen die Situation der DB als schwierig» abspielen. Laufzeit 02:19 Minuten.
Aus News-Clip vom 15.12.2018.
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Bahnangebot in Deutschland «Uns macht Sorgen, dass die Qualität so schlecht ist»

Der Tarifstreit zwischen der Deutschen Bahn und den massgeblichen Gewerkschaften ist beendet, doch die Probleme des Unternehmens bleiben. Von diesen ist in hohem Masse auch die SBB und also auch die Schweizer Bahnfahrer betroffen, betont der Direktor des Bundesamts für Verkehr.

Peter Füglistaler

Peter Füglistaler

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Peter Füglistaler ist Direktor des Bundesamtes für Verkehr.

SRF News: Herr Füglistaler, wie beurteilen Sie die Situation der Deutschen Bahn?

Peter Füglistaler: Wir beurteilen sie als schwierig. Denn wir sind sehr davon abhängig, wie gut die Deutsche Bahn arbeitet. Wir leben von diesem Nord-Süd-Korridor. Und der führt zu weiten Teilen durch Deutschland. Und wenn die Qualität in Deutschland schlecht ist, dann ist sie auf der ganzen Achse schlecht.

Was läuft in Deutschland falsch?

Ich glaube, es wurde in den letzten Jahren eindeutig zu wenig investiert. Das ist vor allem die Aufgabe des Staates. Es wird sehr viel weniger investiert als in der Schweiz. Das wurde, glaube ich, teilweise erkannt. Das muss jetzt aber umgesetzt werden.

In der Schweiz haben wir die Hausaufgaben gemacht.

Wie ist die Zusammenarbeit der Schweiz mit der Deutschen Bahn?

Wir haben traditionell sehr enge Beziehungen. Wir haben regelmässige Kontakte. Vor allem mit dem Ministerium, aber auch direkt mit der Deutschen Bahn. Wir tauschen uns aus, wir haben regelmässige Treffen.

Was hat die ganze Situation für Auswirkungen auf den Ausbau der Nord-Süd-Achse?

In der Schweiz haben wir die Hausaufgaben gemacht. Die Neat wurde realisiert. Jetzt folgt dann noch der Ceneri 2020. Und jetzt müssen vor allem auch die Zufahrtslinien ausgebaut werden. Das beginnt jetzt auch in Deutschland. Es wurden Mittel gesprochen.

Aber was uns kurzfristig viel mehr Sorgen macht, ist, dass die Qualität so schlecht ist. Wir würden gerne heute schon die Effekte der Neat den Kunden weitergeben.

Früher war Italien das Sorgenkind. Ist es heute eher Deutschland?

Ja, das hat sich leider verschoben. In Italien gibt es Fortschritte. Vor allem unter der alten Regierung wurden Projekte aufgesetzt. Da sehen wir eine Besserung. Leider bleibt es in Deutschland auf ziemlich tiefem Niveau stabil.

Welches sind denn die Forderungen der Schweiz an die Deutsche Bahn im Hinblick auf den Ausbau der Nord-Süd-Achse?

Es ist nicht primär eine Forderung der Schweiz, sondern eine Forderung der Kunden. Die wollen pünktliche, zuverlässige Transportleistungen. Das ist auch die Stärke der Bahn. Nur mit einer hohen Pünktlichkeit kriegt man mehr Güter von der Strasse auf die Schiene. Das ist ja das Ziel der schweizerischen Verkehrspolitik. Und ohne, dass da die Deutsche Bahn mithilft, werden wir das nicht schaffen.

Das Gespräch führte Ladina Triaca.

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51 Kommentare

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  • Kommentar von Ernst von Allmen (MEVA)
    Typisch EU, die Schweiz wird kritisiert, man macht uns Vorschriften ind hält selber die Bedingungen nicht ein. Beim Rahmen Abkommen wird es genau das gleiche sein.
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  • Kommentar von jean-claude albert heusser (jeani)
    Tom Duran, die DB ist nicht einmal den "billigeren Ticketpreis" Wert! Und betreffend Japan würde sich mancher CH Pendler bedanken in "mvollgepferchten Zügend stehend zu reisen"!
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  • Kommentar von Walter Ott (Walter Ott)
    Was mich mehr beunruhigt ist, dass bei uns bei der SBB inzwischen fast deutsche Verhältnisse herrschen wie die Zeitung "DIE ZEIT" am 6.12.2018 berichtete. Weiter schreibt die Zeitung: Im November war zwischen Zürich und Bern jeder 3. Zug verspätet ... Mal war eine Lok defekt, mal zickte ein Stellwerk, mal klemmte eine Tür. Oder eine Weiche war kaputt. Ist aber nicht verwunderlich, denn der Chef der SBB kam ja von der DB her - darum müssen auch wir uns langsam an DE-Verhältnisse gewöhnen.
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