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Sommaruga: «Wegen geringer Fälle können wir ausserordentliche Lage beenden»
Aus News-Clip vom 19.06.2020.
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Bars, Clubs, Veranstaltungen Das sind die Lockerungsmassnahmen des Bundesrates

«Wir erhalten viele unserer alten Freiheiten zurück», sagte Bundesrätin Simonetta Sommaruga. Hier erfahren Sie, welche.

Ursprünglich hatte der Bundesrat angekündigt, erst am kommenden Mittwoch über weitere Lockerungen der Corona-Massnahmen zu informieren. Nun ging es doch schneller. Schon ab Montag, dem 22. Juni werden die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus weitgehend aufgehoben. Konkret:

  • Veranstaltungen mit bis zu 1000 Personen sind möglich. Grössere Veranstaltungen sollen ab September durchgeführt werden können, wenn es die Lage erlaubt.
  • Das Verbot von Demonstrationen wird bereits ab Samstag aufgehoben – alllerdings gilt eine Maskenpflicht.
  • Die Sperrstunde für Restaurationsbetriebe, Discos und Nachtclubs ist aufgehoben.
  • In Restaurants besteht zudem keine Sitzpflicht mehr.
  • Der Mindestabstand zwischen zwei Personen wird angesichts der tiefen Fallzahlen von 2 Metern auf 1.5 Meter reduziert.

«Wir erhalten nun viele unsere alten Freiheiten zurück», sagte Bundesrätin Simonetta Sommaruga. Jassabende seien ebenso wieder möglich wie Bergwanderungen. Einzig Grossveranstaltungen bleiben bis Ende August verboten. Diese sollen ab September wieder möglich sein. Voraussetzung ist laut Bundesrat, dass sich die epidemiologische Lage nicht verschlechtert.

Kommen die Lockerungen zu früh?

Kommen die Lockerungen zu früh?

Noch am Donnerstag hatten die Experten der Covid-Taskforce des Bundes angesichts wieder leicht steigender Zahlen vor weiteren Lockerungen gewarnt. Dazu sagte Gesundheitsminister Berset: «Das ist eine politische Entscheidung. Man muss abwägen.» Mit der neuen Verordnung gebe es viele Vereinfachungen, und die Kantone kämen zurück ans Steuer. «Selbstverständlich bleibt es aber möglich, zu intervenieren, wenn es die Lage erfordert.»

Auf spezifische Regeln für einzelne Kategorien von Betrieben, Veranstaltungen oder Bildungseinrichtungen wird verzichtet. Neu gelten dieselben Vorgaben für alle Konzepte; Musterschutzkonzepte gibt es keine mehr.

Appell an Eigenverantwortung

Es gelte künftig selbstverantwortlich im täglichen Leben dazu beizutragen, dass sich das Virus nicht wieder ausbreite, sagte Gesundheitsminister Alain Berset. Die Menschen sollen weiterhin die Hygiene- und Abstandsregeln einhalten.

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Berset: «Wir setzen auf Eigenverantwortung»
Aus News-Clip vom 19.06.2020.
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Diese Handlungsanweisungen und Empfehlungen konkretisiert der Bund wie folgt:

  • Im öffentlichen Verkehr wird dringend das Tragen einer Maske empfohlen, sofern die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können.
  • Bei Veranstaltungen bis 1000 Personen empfiehlt der Bundesrat, Sektoren einzurichten, damit die Zahl zu kontaktierender Personen beschränkt ist.
  • Bei Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen, zum Beispiel im Konzert oder im Kino, reicht das Leerlassen eines Sitzes.
  • Falls an Veranstaltungen, Anlässen oder in Schulen Abstandhalten nicht möglich ist, müssen Kontaktlisten geführt werden.
  • Die Home-Office-Empfehlung wird aufgehoben. Die Entscheidung darüber ist den Arbeitgebern überlassen.
  • Besonders gefährdete Personen können wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Sie müssen aber geschützt werden.

Der Bundesrat hat sich auch darüber verständigt, wie er auf eine zweite Welle reagieren würde. Im Gegensatz zur ersten Welle solle die Hauptverantwortung bei einem Wiederanstieg der Fallzahlen bei den Kantonen liegen. Der Bund soll aber dafür sorgen, dass rasch detaillierte Daten zu Verfügung stehen oder die Versorgung mit den notwendigen Heilmitteln und Schutzausrüstungen sichergestellt ist.

G_200619_Bundesrat_Ausstiegsfahrplan_ysoWeiterhin giltAb 15. JuniAb 20. JuniAb 22. JuniDeutschland, Frankreich und ÖsterreichPräsenzunterrichtan Mittel-, Berufs-und HochschulenZoos,botanische GärtenTheater, KinosVeranstaltungenmit bis zu300 PersonenBergbahnenTrainings füralle SportartenGrössere Gruppenin RestaurantsCampingplätzeFerienlager(max. 300 Personen)Schwimmbäderund WellnessDiscotheken,Nachtclubs undErotikbetriebeSpontaneVersammlungen bis max. 30 PersonenGottesdienste und Feiern allerReligionenMuseen, BibliothekenobligatorischeSchulen(Kantone entscheiden)kompletterDetailhandelGastronomier 4er-GruppenöffentlicherVerkehrSporttrainings imBreiten- undLeistungssportReisebürosschrittweiseLockerung derEinreisebeschränkungCoiffeure, Kosmetik-und Massagesalonsambulante BehandlungenSpitäler, Arztpraxen,PhysiotherapieBeerdigungenim grösserenKreisGartenbedarf,Blumenläden &BaumärkteQuelle: Bundesrat, 19.06.20Ausstiegsfahrplan des Bundesrats

SRF 4 News, 19.06.2020, 16 Uhr;

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55 Kommentare

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  • Kommentar von Roy McMoshi  (Roy's Meinung)
    1 Meter 50....langsam wird es lächerlich
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  • Kommentar von Peter Fehlmann  (Peet)
    Wo ist eigentlich Greta? Haben wir kein Klima mehr? Nach dem ausgedehnten medialen Corona-Hype wäre etwas Abwechslung angebracht. Das letzte halbe Jahr hatten die Virologen das Wort. Zur Ausgewogenheit wären jetzt die Klimatologen wieder an der Reihe. Oder gibt es womöglich eine andere Idee um die Menschen in Schrecken und Entsetzen zu halten.
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  • Kommentar von Franziska Beetschen  (Himbeeri)
    Ich bin hier an einer Weiterbildung für Körpertherspeuten. Ich bin die EINZIGSTE, welche eine Maske ausserhalb der Schulungsräumen trägt. Bei der nahen Arbeit muss mann die Teilnehmer manchmal dazu auffordern, eine Maske zu tragen...

    Ich bin erstaunt wie liederlich mit dem Schutz umgegangen wird. Ich meine, wir haben täglich mit vielen verschiedenen Menschen zu tun... Wir haben Verantwortung auch ANDERN gegenüber!

    Umd wohlverstanden, ich komme von den Bergen her... ;-)
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    1. Antwort von Margot Olivia Strebel  (m.o.strebel)
      Es ist unverantwortlich, dass Panik wegen Covid19 geschürt wird.Ich bin besorgt wie viele Menschen in Ängsten leben.Angst schwächt das Immunsystem,der logische Verstand setzt aus.Masken sind Gesundheit gefährdend,schützen nicht vor Viren, haben negative soziale & neurologische Wirkung und halten die Angst aufrecht.Der Mensch ist ein Biotop mit Viren etc.2020 mehr Influenza als Covid19 Tote! Grippe=jedes Jahr Shutdown?Ich bin für Verhältnismässigkeit & vertraue auf meine Mitbürger und die Ärzte.
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