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Legende: Video Bergunfälle nehmen zu abspielen. Laufzeit 02:09 Minuten.
Aus Tagesschau vom 11.08.2019.
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Bergunfälle in der Schweiz So ungefährlich ist Bergwandern nicht

Das schöne Wetter lockt immer mehr Wanderer in die Berge. Der Boom hat aber auch seine Schattenseiten.

Mit der steigenden Zahl der Berggänger steigt auch die Zahl der Unfälle. Im vergangenen Jahr sind in den Schweizer Alpen und im Jura über 130 Personen ums Leben gekommen.

Bergwanderwege werden unterschätzt

Auch der Sommer 2019 hat bereits seine Opfer gefordert; seit Anfang August sind neun Alpinisten ums Leben gekommen. Die meisten Unfälle ereignen sich aber beim Bergwandern. Die rot-weiss markierten Bergwanderwege werden oft unterschätzt, sagt Ueli Mosimann vom Schweizer Alpenclub (SAC):

«Ein Bergwanderweg stellt höhere Anforderungen, weil man abstürzen kann, wenn man strauchelt. Das erfordert entsprechend passendes Schuhwerk und keine Höhenangst oder wie man es oft nennt, Schwindelfreiheit.» Feste Schuhe und Trittsicherheit seien unerlässlich, so Mosimann.

Infokampagne der BfU

Rund 50 Bergwanderer sterben jedes Jahr. Die Zunahme der Unfälle hat die zuständigen Stellen alarmiert. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) setzt darum auf Aufklärung mit ihre Bergwanderkampagne.

«Wir versuchen beim Bergwandern zu sensibilisieren dafür, dass es nicht einfach ein Spaziergang ist», sagt Monique Walter von der BfU. Wer eine Bergwanderung plane, sollte sich daher gut vorbereiten und die Route den persönlichen Fähigkeiten anpassen.

Besonders Augenmerk gelte dem Abstieg. Hier würden die meisten Unfälle passieren. Laut der BfU wisse jeder vierte nicht, dass die rot-weiss markierten Bergwanderwege, Link öffnet in einem neuen Fenster schwieriger sind als die gelb ausgeschilderten Wanderwege, Link öffnet in einem neuen Fenster. Keine ideale Voraussetzung für eine unfallfreie Wanderung.

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Manfred Sommer  (FrediSommer)
    Viele der Bergwanderwege sind nicht ausgesetzt und können gut begangen werden. Es müsste bei jedem Todesfall festgestellt werden ob medizinische Gründe für den Tod verantwortlich sind. Damit könnte die Gefährlichkeit des Weges beurteilt werden!
    Mit der nötigen Sorgfalt können alle Bergwege begangen werden. Übrigens Bergwanderer sind keine Alpinisten.
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  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Im Kanton Uri stellen wir fest, dass viele vorallem Senioren ihr Kondition überschätzen und sich zuviel zumuten, Zeitmässig kleinere Bergwanderungen wären da "mehr"!
    Auch sollt man möglichst früh aufbrechen, erst um 10-11Uhr ist meist zu spät! Wenn man mehr will, sollten 2 Tage geplant werden mit einer Übernachtung in einer Berghütte!
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  • Kommentar von Beatrice Steiner  (Beatrice Steiner)
    Ich bin passionierte Wanderin, Tagestouren mit 14-1900 Höhenmetern und 7-9 Stunden Dauer sind für mich optimal. Da muss man aber "hineinwachsen" und sprichwörtlich "Schritt für Schritt" gehen. Dabei ist das Kennen der Wanderweg-Kategorien (gelb / rot-weiss / blau resp. Skala T1-T6) unabdingbar. Die eigene Kondition, die Ausrüstung und die Umgebung bilden weitere Rahmenbedingungen. Was viele nicht beachten: zum Umherschauen, Fotografieren und Diskutieren IMMER stehen bleiben.
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