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Betäubungsmittelgesetz Patienten erhalten leichteren Zugang zu Cannabis-Arzneimitteln

  • Ärztinnen und Ärzte können Cannabis-Arzneimittel künftig direkt auf Rezept verschreiben.
  • Das Parlament hat einer Änderung des Betäubungsmittelgesetzes zugestimmt.
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Aus dem Archiv: Cannabis als Arzneimittel
Aus Tagesschau vom 19.01.2019.
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Wer auf Cannabis-Arzneimittel angewiesen ist, kann diese künftig einfacher von der Ärztin oder dem Arzt beziehen, wie die beiden Kammern entschieden haben. Die Ärztinnen und Ärzte bleiben jedoch verpflichtet, Behandlungen dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) zu melden. Heute müssen sie vor einer Verschreibung eine Ausnahmebewilligung beim BAG einholen.

Der Ständerat nahm die Gesetzesanpassung einstimmig an. Der Nationalrat stimmte bereits in der Wintersession zu. Er ergänzte gegenüber der Vorlage des Bundesrats, dass beim Monitoring durch das BAG insbesondere auch Daten zu den Nebenwirkungen erhoben werden sollen. Der Ständerat ist mit diesem Zusatz einverstanden.

Das Geschäft ist damit bereit für die Schlussabstimmung. In der Gesetzesänderung geregelt werden auch der Anbau, die Herstellung, die Verarbeitung und der Handel von medizinisch genutztem Cannabis. Als Bewilligungsbehörde ist Swissmedic vorgesehen. Die Bezahlung der Cannabis-Arzneimittel ist noch nicht geregelt.

SRF 4 News, 08.03.2021, 1:00 Uhr;

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28 Kommentare

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  • Kommentar von Stefano Fehr  (Stefano Fehr)
    Ich konsumiere schon seit fast 20 jahren Cannabis, und seit 2 jahren habe ich die Sonderbewilligug des BAG wegen der Diagnose RLS (Restles Leg Syndrom).
    Anfangsweise war Cannabis für mich eine neugier zum probieren, und es half mir gegen ADHS um besser den Tag und die Konzentration besser zu bestehn.
    Wenn eine unerwartete krankheit im leben auftaucht, wird der/die Spasskiffer/kifferin automatisch zum Cannabis Patient/in, egal für welche Indikation zur zweck es lindern kann.
  • Kommentar von Philip Badertscher  (Pippo91)
    Legalisiert doch endlich!! Dasnn kann man auch offener über übermässigen Konsum reden und Hilfe bereitstellen. wenn jemand schon vor dem Mittag Alkohol trinktwirde er von Freunden meist darauf angesprochen. Dies ist der Ilegalität verschuldet weil Cannabis heimlich konsumiert werden muss.
    Abgesehen davon geht jeder Tote der durch gestrecktes CBD gras draufgeht auf das Konto verfehlter Politik
  • Kommentar von Michel Koller  (Mica)
    Für rein medizinische Behandlungen sehe ich kein Problem. Als "Genussmittel" ist es allerdings sehr problematisch. Ich bin mit schwerstsüchtigen aufgewachsen.
    1. Antwort von Melchior Walcher  (melchiorwalcher)
      Ich bin mit vielen Leuten zusammen. Und einige viele davon konsumieren Cannabis zum Genuss praktisch täglich, seit Jahrzenten!
      Im Schnitt haben sie so um ca. 100'000.-- Jahreseinkommen, Familie, Hobbies, sind kreativ, haben keine Krankheiten, wenige Fehl- oder Krnakheitstage im Geschäft.
      Hören Sie doch endlich auf mit diesen Amenmärschen. Ihre schwerstsüchtigen haben ganz andere Probleme! Die sie ohne Cannabis einfach mit etwas anderen gehabt hätten!
    2. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Wäre gespannt, wie viel von dieser Schönfärberei noch übrig bleibt, wenn ich mich da durchwühlen würde. Haben Sie sich nie gefragt, wieso den überhaupt konsumiert wird, bei solch perfekten Verhältnissen? Sinne betäuben, runter kommen etc. entstammen meist einer Problematik.
    3. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Es gibt auch zahlreiche Kokain- und Medikamentensüchtige, welche über Jahrzehnte funktional bleiben. Nichts desto trotz deutet das Verhalten auf ein Problem hin. Meist tritt es erst dann Zutage, wenn aussergewöhnliche oder unerwartete Dinge passieren, wie beispielsweise eine Pandemie.
    4. Antwort von René Balli  (René Balli)
      Mit allem Respekt Herr Koller, von Cannabis haben Sie anscheinend keine Ahnung.
    5. Antwort von Melchior Walcher  (melchiorwalcher)
      Das ist überhaupt keine Schönfärberei.
      Haben Sie sich schon einmal überlegt, warum Leute Alkohol konumieren, Sport treiben usw.
      Meinen beobachtungen nach sind 'betäuben, runter kommen etc' natürliche Bedürfnisse der Menschen. Und der ganz grosse Teil der Menschen kann auch sehr gut damit umgehen. Seit tausenden von Jahren!
    6. Antwort von Melchior Walcher  (melchiorwalcher)
      Es geht nicht darum 'funktional' zu bleiben. Das können oft schwere Alkoholiker auch.
      Es geht um die Suchtproblematik. Und dabei kann problematisches Verhalten mit sehr vielen, sich in Süchten ausartenden, Stoffen oder Tätigkeiten gepflegt werden. Auch Sport kann Such sein und schwere Probleme mit sich bringen. Cannabis ist da nachweislich relativ harmlos.
    7. Antwort von Astrid Meier  (Swissmiss)
      Ich wiederum hatte schwerstsüchtige Alkoholiker in der Familie und im beruflichen Umfeld kennengelernt, die am Schluss nicht mehr arbeitsfähig waren. Leute, die abends Cannabis als Genussmittel konsumieren, sind ziemlich häufig. Ich hab‘s mir abgewöhnt, als ich zu Rauchen aufhörte. Mit den Zigaretten hatte ich deutlich grössere Probleme, die vermisste ich noch jahrelang, den Joint eigentlich nie.
    8. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Zumindest genug Ahnung um jeden Absturz der Leute vorauszusehen. Erfahrungsgemäss ist es Schönfärberei. Die Leute könnten ja ab sofort für 28 Tage verzichten und mal darauf achten, was bloss der Gedanke daran schon auslöst. Alkohol halte ich ebenso für problematisch wie auch das rauchen. Lasse ich daher als relativierende Ausrede nicht gelten.
    9. Antwort von Melchior Walcher  (melchiorwalcher)
      'Leute könnten ja ab sofort für 28 Tage verzichten und mal darauf achten, was bloss der Gedanke daran schon auslöst.'
      Mehrfach versucht. Ich und andere. Stellte niemand vor grössere Probleme.
      Es glilt aber zu beachten! Bei den Leuten, über die ich spreche, handelt es sich immer um Erwachsene zwischen 30 und 50 jahren, die fest im Leben stehen und eine gefestigte Persönlichkeit haben und frei von allfälligen psychischen Problemen oder sonst schwierigen Lebensumstände sind.
    10. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      @Walcher: Das würde bedeutet, dass Sie nur die eine Seite kennen und ich nur die Andere.
    11. Antwort von Melchior Walcher  (melchiorwalcher)
      Ich denke, ich kenne schon beide Seiten ganz gut: Ich war in den 90igern rund 20. Meine damalige grosse Liebe hatte dann den Drang zu Heroin. Ich habe Suchtproblematik dann also ziemlich Hautnah miterlebt (nicht am eigenen Leib). Was mich dazu gebracht hat, mich sehr genau mit der Thematik auseinander zu setzen.
    12. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Dann passt die getätigte Aussage "Amenmärschen" allerdings nicht wirklich.
    13. Antwort von Alfons Bauer  (frustriert)
      Als Jugendlicher hatte ich einen Freundeskreis mit lauter Kiffern, nur ich und ein anderer haben nicht geraucht. Aus allen Kiffern ist was geworden, aus mir nicht.