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Regulierung des Beverinrudels abgeschlossen
Aus Regionaljournal Graubünden vom 08.12.2021.
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Bewilligter Abschuss Dritter Jungwolf in Graubünden erlegt

  • Am Schamserberg wurde in der Nacht vom 7. auf den 8. Dezember ein Jungwolf aus dem Beverinrudel erlegt.
  • Bereits im September wurden zwei Tiere geschossen.
  • Damit ist die vom Bund bewilligte Regulierung des Rudels abgeschlossen.

Kurz nach 3 Uhr morgens wurde ein männliches Jungtier am Schamserberg von der Bündner Wildhut erlegt. Der Abschuss sei in Siedlungsnähe erfolgt, sagt Arno Puorger vom Bündner Amt für Jagd und Fischerei. Das Tier sei im Rudel unterwegs gewesen. «Wir erhoffen uns natürlich, dass die Wölfe lernen, die Siedlung zu meiden», begründet Puorger das Vorgehen.

Wölfe
Legende: Zwei Tiere des Beverinrudels sind im Oktober in eine Fotofalle getappt. Amt für Jagd und Fischerei GR

Das Wolfsrudel rund um den Piz Beverin hat in den letzten Jahren immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Zahlreiche Nutztiere wurden aus geschützten Herden gerissen und in diesem Sommer kam es zu Begegnungen zwischen Menschen und Wölfen, die von den Behörden als problematisch eingestuft wurden.  

Wolfssichtungen erwartet

Diese zwei Punkte waren es dann auch, warum das Bundesamt für Umwelt (BAFU), im September dem Regulierungsgesuch des Kantons Graubünden zugestimmt hatte. Drei Jungwölfe wurden zum Abschuss freigegeben, zwei davon wurden bereits kurz nach dem Entscheid aus Bern erlegt.

Nun, nach dem dritten Abschuss, ist die Regulierung des Beverinrudels abgeschlossen. Das Thema Wolf dürfte in Graubünden aber weiterhin beschäftigen. Hirsch und Reh treibt es wegen der Witterung zurzeit näher an die Dörfer. Es sei zu erwarten, dass deshalb auch der Wolf in gewissen Gebieten wieder vermehrt in Siedlungsnähe auftauche, sagt Puorger.

Es ist wichtig, dass solche Sichtungen sofort der Wildhut gemeldet werden.
Autor: Arno Puorger Akademischer Mitarbeiter Amt für Jagd und Fischerei GR

Erst Anfang dieser Woche hat eine Gruppe Kinder am Heinzenberg am Morgen auf dem Schulweg mehrere Wölfe beobachtet, bestätigt Puorger.

«Es ist wichtig, dass solche Sichtungen sofort der Wildhut gemeldet werden», gibt er zu bedenken. Nur so könne man Massnahmen treffen. Dabei geht es vor allem um Vergrämungs-Aktionen mit Gummischrot oder Ähnlichem. So sollen die Tiere vertrieben werden und vor allem lernen, dass sie nichts in der Nähe von Siedlungen zu suchen haben.

SRF 4 News, 08.12.2021, 14.00 Uhr;

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