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Die Ukraine hat Potential für Schweizer Investoren
Aus HeuteMorgen vom 21.07.2020.
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Beziehungen Schweiz-Ukraine Die Ukraine – ein Land mit Potenzial für Schweizer Firmen

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga beginnt heute ihren Staatsbesuch in der Ukraine – ein interessanter Markt für Schweizer Unternehmer und Investoren.

Die Ukraine ist ein grosses Land mit über 40 Millionen Einwohnern – und sie ist gar nicht so weit weg von der Schweiz. Ein solches Land müssen international tätige Unternehmen natürlich im Auge behalten.

Tatsächlich liegen Unternehmen aus der Schweiz auf Rang fünf der ausländischen Investoren in der Ukraine. Zudem exportieren Schweizer Firmen auch ihre Güter in die Ukraine, bislang vor allem Pharmaprodukte und Maschinenteile.

Sommaruga trifft auf Präsident Selenski

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Bundesrätin Simonetta Sommaruga
Legende:Die Ukraine ist das erste Land, das Sommaruga seit Ausbruch der Corona-Pandemie besucht.Keystone
  • Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga ist am Montag in die Ukraine geflogen.
  • Es ist die erste Auslandsreise der Schweizer Bundespräsidentin seit Ausbruch der Corona-Pandemie.
  • Der Besuch soll die bilateralen Beziehungen vertiefen, heisst es in Bern.
  • Sommaruga hat ein breites Programm: Sie trifft den ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski, dazu kommen Gespräche mit Geschäftsleuten und Vertretern der Zivilgesellschaft.

Bescheidenes Exportvolumen

Die Gesamtzahl der Exporte sei bislang allerdings noch eher bescheiden, erörtert Jan Atteslander, Verantwortlicher für Aussenwirtschaft beim Wirtschaftsdachverband Economiesuisse. «Mit 400 Millionen Franken sind die Schweizer Exporte natürlich sehr tief verglichen mit der Grösse und der Bevölkerung dieses Landes», so Atteslander. Es gebe «einen sehr grossen Nachholbedarf».

Mit 400 Millionen Franken sind die Schweizer Exporte natürlich sehr tief, verglichen mit der Grösse und der Bevölkerung dieses Landes.
Autor: Jan AtteslanderEconomiesuisse

Auch für Schweizer Investitionen im Land selber gibt es durchaus noch Potenzial, zum Beispiel beim Ausbau des Strassen- und Schienennetzes und im digitalen Bereich. Vielleicht kann der Staatsbesuch von Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga für Schweizer Unternehmen ein Türöffner sein.

«Solcher Besuche mit einer Wirtschaftsdelegation bringen immer etwas», sagt Atteslander – auch wenn die Delegation diesmal etwas kleiner sei. «Nur schon vor Ort die Gespräche zu führen, aus erster Hand einen Eindruck zu bekommen, wie das Land dasteht und wie die weitere Entwicklung – was auch die Regierungsprogramme betrifft – ist, ist immer sehr wertvoll.» Die Geschäfte müssen die Unternehmen dann aber selbst tätigen.

Jan Atteslander spricht an einer Podiumsdiskussion
Legende: Auslandsbesuche seien für Wirtschaftsdelegationen immer interessant, sagt Jan Atteslander. Keystone

Zurückhaltung bei Schweizer Firmen

Doch bislang sind viele Schweizer Unternehmen noch zurückhaltend – einerseits wegen des Konflikts in der Ostukraine und der Spannungen mit Russland, andererseits wegen der Korruption und Bürokratie. Wenn die angestossenen politischen Reformen in der Ukraine erfolgreich sein sollten, würden wohl deutlich mehr Schweizer Firmen in diesem grossen Land investieren.

Video
Sommaruga in der Ukraine
Aus Tagesschau vom 21.07.2020.
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HeuteMorgen, 21.07.2020, 6:00 Uhr

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30 Kommentare

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  • Kommentar von David Neuhaus  (Um Neutralität bemüht)
    Bin immer wieder erstaunt wie oberflächlich und egoistisch gewisse Zeitgenossen sind. Während über 90% der Ukrainer quasi am verhungern sind oder sich als billige Arbeitssklaven im Ausland verkaufen müssen, geniessen diese "Westler", dank ihrer x-fach höheren Kaufkraft, die paar wenigen und für die Mehrheit der Ukrainer unerschwinglichen hypen Lokalitäten, und schwärmen dann hier von "kreative Gastronomie, Wyshywankas, Musikkultur/ das neue Berlin" Kein einziger Gedanke für die Notleidenden!
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  • Kommentar von Michael Strickler  (Michael Strickler)
    Ich kann Fritz Meier nur in allen Punkten Recht geben. Für mich sind Kyiv und vor allem Lemberg das neue Berlin hinsichtlich Kreativität, Kultur und Innovation, zusätzlich mit einer riesigen Gastfreundschaft. Genau deshalb hat es bis jetzt durchwegs allen Freunden und Bekannten die da waren zu 100% gefallen.
    Was die Politik angeht wurde seit dem Maidan einiges richtiges gemacht, aber auch vieles verschlafen (z.B. Justizreform).
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    1. Antwort von Fritz Meier  (FriMe)
      ... merci Herr Strickler.
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  • Kommentar von Roger Gründler  (Roger G.)
    Warum erwähnt die SRF Redaktion nicht auch, dass Frau Sommaruga heute Fr. 108 Millionen für humanitäre und technische Hilfe der Ukraine (gemäss des Pressedienstes des Präsidialamtes von Selenski) versprochen hat. Notabene werden unsere Steuergelder in ein Fass ohne Boden geworfen! Haben die 200 Millionen Kredit von der SNB noch nicht gereicht (2017 von Doris Leuthard ausgehandelt)? Die Ukraine ist ein „failed State“ und nichts anderes. Da mag Herr Fritz Meier die Lage noch so beschönigen.
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    1. Antwort von Fritz Meier  (FriMe)
      Noch etwas zum "Failed State"(FS)-Argument: Wäre dem so, dann gäbe es diesen Staat seit 2014 nicht mehr. Unter FS verstehe ich Staaten, die de facto aufgehört haben, zu existieren. Ich weiss, dass es vielen Russo-Imperialisten nicht passt, dass dieser Staat trotz Problemen, dem Putin-Stalker den Rücken gekehrt hat. Daher versuchen diese mit aller Wucht, die UA schlecht zu reden. Die UA hat die CH NIE um Geld gebeten. Es ist die CH, welche an die Chance dieses Land glaubt - mit recht übrigens.
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    2. Antwort von Roger Gründler  (Roger G.)
      @Meier nun, was Sie als *Failed State“ verstehen ist nicht wirklich relevant. Die Zahlen zeigen die nackte Wahrheit. Die Ukraine ist ohne IWF, EU Geld nicht überlebensfähig. Aber wenn ich Ihre Kommentare so durchlese (auf die ich übrigens geantwortet habe, aber leider wurden es nicht veröffentlicht), dann muss ich schon sagen, bei Ihnen ist „Hopfen + Malz“ verloren. Bei Ihnen kommt Idealismus vor Realismus. Sie sollten die Rosa-Brille ablegen und vor allem die Leser nicht für Dumm verkaufen.
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