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Bilaterale Beziehungen Jede fünfte Stelle ist abhängig vom Export in die EU

Das Rahmenabkommen mit der EU ist politisch umstritten. Nun wollen mehrere Ökonomen Gegensteuer geben.

Legende: Video Europas Staaten drängen den Bundesrat zum Handeln abspielen. Laufzeit 02:18 Minuten.
Aus Tagesschau vom 14.02.2019.

Die Ökonomen treten am Freitag in Bern zusammen und wollen mit einer neuen Studie zeigen, wie stark die Schweizer Arbeitsplätze vom Marktzugang in die EU abhängig sind. SRF hatte bereits heute Einblick in die Studie.

Keine politische Wertung

20 Prozent der Beschäftigten in der Schweiz sind vom Export in die EU abhängig, so das Fazit der Studie von Economiesuisse und Avenir Suisse. Das sind alleine im Kanton Aargau 90’000 Beschäftigte und im Kanton Bern 60'000.

Eine politische Wertung nehmen die Forscher aber nicht vor. «Ob das Rahmenabkommen kommt oder nicht, entscheiden am Schluss wohl die Stimmbürger», sagt Avenir-Suisse-Forschungsleiter Patrick Dümmler. Aber eines sei klar: «Wird der Marktzugang in die EU behindert, hat das Einfluss auf die Beschäftigung in der Schweiz».

«Pure Polemik»

Eines von vielen Unternehmen, das stark abhängig ist vom europäischen Markt ist die Möbelfabrik Girsberger im Kanton Bern. Das Unternehmen mit 140 Mitarbeitenden hat auch einen Produktionsbetrieb in Deutschland und tauscht Waren und Personal zwischen diesen beiden Standorten aus.

Er mache sich grosse Sorgen wegen des Marktzugangs, sagt Geschäftsführer Michael Girsberger. «Auch die Personenfreizügigkeit ist zentral für unser Geschäft». Dass die Schweiz mit dem Rahmenabkommen ein Stück Unabhängigkeit verlieren könnte, sei für ihn «pure Polemik».

«Kurzfristiges Denken»

Ganz anders sieht das Thomas Burgherr, Holzbauunternehmer aus dem Kanton Aargau und SVP-Nationalrat. Er unterstellt den Unternehmern, die sich für ein Rahmenabkommen einsetzen, «kurzfristiges Denken». Kurzfristig könne ein solches Abkommen Vorteile bringen, räumt Burgherr ein. Doch längerfristig würde das Rahmenabkommen die direkte Demokratie schwächen.

Was aber niemand bestreitet: Die Abhängigkeit der Schweizer Unternehmen vom europäischen Markt ist sehr gross.

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91 Kommentare

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  • Kommentar von Willy Brauen (Willy Brauen)
    Ich bin nicht so sicher, ob diese Angaben überhaupt stimmen. Was ist mit dem Anteil der Briten? Was ist mit den EU-Bürger innerhalb dieser 20%? Würden die verschwinden? Es ist einfach nur stossend, dass unsere Volksvertreterinnen und Volksvertreter, uns, die Bevölkerung, überreden wollen einen solchen Vertrag anzunehmen? Anbindung, Knechtung, Strafandrohung, Gullotineklauseln, Unionsbürgerrichtlinie, automatische Überhahme von Gesetzen. Wer, um Himmelsgottwillen will so etwas annehmen?
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  • Kommentar von Jürg Brauchli (Rondra)
    Dass sich Ausländer in der CH, auch wenn sie kein Stimmrecht haben, für das RA aussprechen, scheint logisch. Auch auf dieser Plattform. Schliesslich gehts ja auch um die Vorteile bei der UBR, die kommen würde, wie das Amen in der Kirche. Und wenn man sich dieser dann verweigert, gibts Bussen und Diskriminierung, da kann der Schweizer Unterhändler noch so abwiegeln.
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  • Kommentar von Markus Guggisberg (gugmar)
    Die EU will mit den RA abkassieren und am Ende würde es dann heissen es sei ja der "Wunsch" der CH gewesen sich dem RA zu unterwerfen, also müsse die CH jetzt auch in den "sauren" Apfel beissen und für die Gemeinschulden des EU "Binnenmarktes" gerade stehen. Ein schlechter Witz das Ganze. Sorry wer nur ernsthaft an sorcher Destruktion der CH im Bundeshaus arbeitet hat seinen Bundeslohn nicht verdient !
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