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Bundespräsidentin am ESAF Keller-Sutter: «Schwingfest ist Vorbild für das Zusammenleben»

Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter besuchte heute das Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Mollis GL. Bereits in ihrer Festrede propagierte sie die dort gelebten Werte. Auch im Kurzinterview mit SRF sagt sie, das Schwingen habe sehr viele Werte, die heute wichtig seien. Und dass sie hier gern die Seele baumeln lasse.

Karin Keller-Sutter

Bundesrätin

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Karin Keller-Sutter ist seit dem 1. Januar 2019 Mitglied des Bundesrats und seit 2023 Vorsteherin des Eidgenössischen Finanzdepartements (EFD). Die St. Gallerin wurde 1963 geboren, ist ausgebildete Dolmetscherin und Mittelschullehrerin. Bis 2000 arbeitete sie als selbständige Übersetzerin und Lehrbeauftragte einer Berufsschule. Von 2000 bis 2012 war die FDP-Politikerin Regierungsrätin des Kantons St. Gallen. Von 2011 bis zu ihrer Wahl in den Bundesrat war Keller-Sutter im Ständerat.

SRF: Frau Bundespräsidentin, wie fühlt es sich für Sie an am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest?

Karin Keller-Sutter: Ich habe mich wahnsinnig gefreut. Das tut richtig gut – es tut der Seele gut. Das ESAF ist ein Fest der Schweizer Werte. Und wenn man diese friedliche Stimmung hier sieht, ist das wirklich grossartig. Es ist ein wunderschönes Erlebnis.

Das Schwingen hat sehr viele Werte, die heute wichtig sind und die uns auch durch herausfordernde Zeiten bringen.

Was sagt das über die Schweiz aus?

Sehr viel. Es sagt etwas über unsere Werte aus. Anstand, Respekt, die Kameradschaft der Schwinger. Dass man eben nicht einfach triumphiert, sondern dass man, auch wenn man gewinnt, bescheiden bleibt. Ich denke, das Schwingen hat sehr viele Werte, die heute wichtig sind und die uns auch durch herausfordernde Zeiten bringen.

KKS' Rede: «Als Schwingerin würde ich keine gute Figur machen»

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Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter hat in ihrere Rede am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Mollis GL die dort gelebten Werte propagiert. Der Schwingsport ermögliche ein friedliches Fest und sei Ausdruck der Verbundenheit mit der Schweiz.

Als Schwingerin würde sie keine gute Figur machen, scherzte die Bundespräsidentin. Dafür müsse sie 30 Zentimeter wachsen und ihr Gewicht verdoppeln – sagte die Ostschweizerin in der grössten temporären Arena der Welt vor 56'500 Zuschauenden.

Werte wie gegenseitiger Respekt, Achtung und Kameradschaft sollen in der Schweiz auch ausserhalb des Schwingsports vermehrt vertreten sein. «Aktuell ist es besonders wichtig, zusammenzurücken», sagte Keller-Sutter mit Blick auf die aussenpolitisch und wirtschaftlichen Herausforderungen des Landes.

Sie betonte weiter, dass die Schweiz verlässlich und berechenbar sei, dass man sich hier ans Recht halte und demokratisch agiere. «Wir stehen für Anstand und Respekt und suchen Kompromisse.» (SDA)

Einige Leute könnten sich also hier durchaus etwas abschauen – auch in der hohen Politik weltweit?

Ja, ich glaube, dieses Schwingfest ist ein Vorbild für das Zusammenleben, für das Einstehen füreinander. Viele Helferinnen und Helfer haben das Fest möglich gemacht. Und das stärkt den Zusammenhalt in der Schweiz.

Personen sitzen im Freien bei einer Veranstaltung, Frau winkt.
Legende: Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter wird mit der Kutsche in die ESAF-Arena gefahren. Keystone/MICHAEL BUHOLZER

Ist das für Sie auch ein bisschen Erholung nach dieser strengen Zeit?

Ja, absolut. Hier kann man die Seele baumeln lassen. Ich kenne viele Leute, es ist eine positive Stimmung. Ich bin gerne hier.

Das Interview führte Urs Schnellmann.

SRF 4 News, 31.8.2025, 11 Uhr ; 

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