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Nur noch wenige Corona-Ansteckungen im Tessin
Aus HeuteMorgen vom 25.09.2020.
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Corona im Tessin Im Tessin werden Masken freiwillig getragen

Die Corona-Situation im Tessin hat sich beruhigt, es gibt nur noch sehr wenige Fälle. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Der Kanton Tessin war wegen seiner Grenzlage zu Italien im Frühjahr schweizweit am stärksten von der Corona-Krise betroffen. Jeder dritte Fall war damals in der Südschweiz zu finden. Ganz anders heute. «In der Lombardei gibt es aktuell wenige Fälle. Hinzu kommt, dass im Tessin immerhin zehn Prozent der Menschen die Krankheit bereits hatten.» So erklärt der Tessiner Kantonsarzt Giorgio Merlani, warum es im Tessin seit vielen Wochen jeweils nur sehr wenige Neuansteckungen gibt.

«Der wichtigste Punkt ist aber die grosse Sensibilität der Bevölkerung. Die Menschen halten sich an die Hygienemassnahmen», so Merlani weiter. Dass die Menschen im Tessin in Sachen Coronavirus sehr selbstverantwortlich handeln, erkennt man daran, dass die allermeisten in den Einkaufsläden Masken tragen – freiwillig und ohne Vorgaben des Staatsrates.

Lockerungen in Altersheimen

Solche Vorgaben gibt es aber durchaus. Seit Anfang Juli sind Versammlungen über 30 Personen verboten. In Clubs gilt eine Obergrenze von hundert Menschen. Dazu galten bis vor Kurzem sehr strenge Vorsichtsmassnahmen in den Altersheimen. Besuche auf den Zimmern waren verboten. In gewissen Altersheimen war nur einmal die Woche ein Besuch von 45 Minuten möglich.

«Es gab Heime, die sehr strikt waren, weil deren Leiter Angst hatten, für neue Ansteckungen verantwortlich gemacht zu werden», sagt der Tessiner Gesundheitsdirektor Raffaele De Rosa. Diese monatelangen harten Auflagen in den Tessiner Altersheimen waren für viele Bewohner und Bewohnerinnen sehr belastend. Manche von ihnen verloren regelrecht den Lebenshunger.

Hoffen auf tief bleibende Fallzahlen

Jetzt hat die Tessiner Regierung Lockerungen veranlasst. Angehörige dürfen Besuche in den Zimmern machen oder ihre Lieben nach draussen nehmen. «Gott sei Dank», sagt Alberto Pons. Seine 96-jährige Mutter habe sehr gelitten in den letzten Monaten. «Ich hatte viel Kontakt mit anderen Angehörigen von betagten Menschen. Viele waren unglücklich über die rigiden Vorschriften in den Altersheimen. Wir werden sehen, wie die neuen Regeln jetzt umgesetzt werden.»

Die Tessinerinnen und Tessiner hoffen jetzt, dass die Fallzahlen niedrig bleiben und es in den Altersheimen keine neuen Fälle gibt. Denn die Tessiner Behörden haben unlängst klargemacht, dass diese aktuellen Regeln sehr schnell wieder ändern und die Heime wieder schliessen können.

Video
Aus dem Corona-Archiv: So war es im Tessin Ende April 2020
Aus Schweiz aktuell vom 22.04.2020.
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SRF 4 News, Heute Morgen, 25. September 2020, 06:00 Uhr

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91 Kommentare

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  • Kommentar von Nora von Velten  (Norahel)
    So ein Blödsinn, ich wohne im Tessin und praktisch Niemand trägt hier eine Maske..kommt und überprüft es....
  • Kommentar von Maria Heule  (marbel)
    Tessiner tragen Maske freiwillig! Kaum eine gehet ohne Maske einkaufen...es ist so!
    Habe Familie dort.
  • Kommentar von Marc Grut  (Mr.G.)
    Gibt es Zahlen die belegen das tatsächlich die meisten Tessiner Masken tragen oder soll man das einfach so glauben?
    Wieviele % der Tessiner tragen Masken wenn sie aus dem Haus gehen?
    Ich glaube es ist eine kleine Minderheit von dem was ich gehört habe. Vielleicht ein bischen mehr als in Bern aber kaum eine Mehrheit.
    1. Antwort von Michele Keller  (Catmouse)
      Wenn, dann tragen sie die Masken in den Läden und nicht, wenn sie aus dem Haus gehen... von dem war nicht die Rede im Artikel.
    2. Antwort von Rolf Huber  (RolfHuber)
      SRF: können Sie diese Fragen bitte beantworten? Woher stammt die Feststellung, dass (ich zitiere) "die allermeisten in den Einkaufsläden Masken tragen – freiwillig und ohne Vorgaben des Staatsrates." Mehrere Augenzeugen und Bewohner des Tessins berichten das Gegenteil.
    3. Antwort von Ihr Kommentar editor
      @Rolf Huber Guten Abend Herr Huber, die Aussage im Bericht stammt von unserer Korrespondentin, die täglich im Tessin unterwegs ist. Sämtliche Umfragen zeigten ebenfalls, dass die Tessinerinnen und Tessiner die Maske befürworten. Liebe Grüsse, SRF-News
    4. Antwort von Rolf Huber  (RolfHuber)
      SRF: können Sie diese Fragen beantworten? Wie kommt man zur Aussage im Bericht, dass (ich zitiere) "die allermeisten in den Einkaufsläden Masken tragen – freiwillig und ohne Vorgaben des Staatsrates."
      Augenzeugenberichte aus dem Tessin berichten von 10% bis zu einem Viertel, die Masken tragen, das sind ganz sicher nicht "die allermeisten".
    5. Antwort von Ihr Kommentar editor
      @Rolf Huber Guten Abend Herr Huber, die Aussage im Bericht stammt von unserer Korrespondentin, die täglich im Tessin unterwegs ist. Sämtliche Umfragen zeigten ebenfalls, dass die Tessinerinnen und Tessiner die Maske befürworten. Liebe Grüsse, SRF-News
    6. Antwort von Roger Ebischer  (RO.Ebi)
      Gehen Sie doch dort einfach in einen Laden. Ich war vor Ort und habe mehr Masken in Innenräumen gesehen als im Kanton Bern oder Aargau, wo schlichtweg einfach niemand eine Maske trägt. Dies zeigt schon einfach, dass obwohl in all denn Kantonen kein Maskenpflicht herrscht, die Tessiner pro aktiv etwas dagegen tun.
    7. Antwort von Krebs Alfred  (A.Santiago)
      Mark Gut, was nicht sein darf, kann nicht sein! Ich verstehe nicht ganz die negativen Reaktionen ihrerseits und aller anderen negativen Kommentarschreiber. Das Tessin war ja zuerst auch stark gebeutelt, darum verstehe ich, dass sie vorsichtiger sind. Ich finde es auch super, dass sie es freiwillig machen und nicht abwarten, bis die Regierung es befiehlt.