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Corona-Impfung Zürich: Nur die Hälfte des Heimpersonals will sich impfen lassen

  • In den Alters- und Pflegeheimen im Kanton Zürich lässt sich rund die Hälfte des Personals (52 Prozent) impfen.
  • Das sei enttäuschend, sagt die Co-Leiterin der kantonalen Impfkampagne in den Heimen, Gabriela Bieri, gegenüber der «NZZ am Sonntag».
  • Frappant: Wenn sich Vorgesetzte impfen lassen, liegt die Quote höher.

Die Kultur der Vorgesetzten in den jeweiligen Heimen hat einen grossen Einfluss auf die Mitarbeitenden. In den Heimen der Stadt liegt die Impfquote der Angestellten bei 53 Prozent, in den Pflegezentren bei 55 Prozent. Der kantonale Durchschnitt in den Heimen beträgt 52 Prozent.

Damit steht das Heimpersonal schlechter da als die restliche Bevölkerung: Gemäss einer neuen Studie wollen sich in der Schweiz 73 Prozent impfen lassen, schreibt die «Schweiz am Wochenende». Auch bei den Ärztinnen und Ärzten in den Heimen sei die Bereitschaft gross, sagt Bieri. Von den 40 im städtischen geriatrischen Dienst liess sich nur einer nicht impfen – sowie jene Ärztinnen, die schwanger waren.

Tiefe Quote «enttäuschend»

Gerade in den Alters- und Pflegeheimen ist die Quote tief, obwohl die Pandemie ihre Bewohnerinnen und Bewohner besonders traf. Viele erkrankten schwer, starben und auch das Personal war durch die Situation und Isolation stark gefordert.

Das ist schon etwas enttäuschend.
Autor: Gabriela BieriCo-Leiterin Impfkampagne

Grundsätzlich erklären könne sie sich die tiefe Quote des Personals in den Alters- und Pflegeheimen jedoch nicht, so Kampagne-Co-Leiterin Gabriela Bieri. «Das ist schon etwas enttäuschend.» Sie hätten viel Aufklärungsarbeit geleistet. Es sei eine grosse Herausforderung gewesen, der Skepsis mit Fakten zu begegnen.

Bei den Bewohnern wurde eine Impfquote von über 80 Prozent erreicht. Doch das allein genüge nicht zu deren Schutz, betont Bieri: «Wir haben Hinweise, dass die Impfung bei Schwerkranken und Hochbetagten teilweise nicht wirkt.« Sie bauten keinen guten Immunschutz auf. «Wir müssen also weiterhin vorsichtig sein.»

SRF 4 News; 9.5.21; 14 Uhr;

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170 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Tanner  (Tanner1981)
    Fragen über Fragen. Wenn eine Person geimpft ist, die das wollte, kann sie ja von einer ungeimpften Person nicht mehr angesteckt werden, oder? Warum also versucht man mit allen Mitteln, die Diskussionen um eine Diskriminierung von nicht geimpften Personen anzuheizen und auch durchzusetzen mit Privilegien und dergleichen? Ist es nicht auch im Heim so, dass man geschützt ist, wenn man geimpft ist? Dann kommt es doch auch nicht darauf an, ob die junge Pflegerin geimpft ist, oder? Verstehe es nicht
    1. Antwort von Tom Mau  (sonor)
      Es gibt in Heimen auch Menschen, die sich nicht Impfen lassen dürfen, selbst wenn sie wollten. Darum.
    2. Antwort von Tom Mau  (sonor)
      Und im Artikel wird zudem erwähnt:

      «Wir haben Hinweise, dass die Impfung bei Schwerkranken und Hochbetagten teilweise nicht wirkt.« Sie bauten keinen guten Immunschutz auf.
    3. Antwort von Willi Meier  (wm)
      Die Impfung schützt nicht zu 100%.
  • Kommentar von Stephan Baumann  (Stephan Baumann75)
    Die Sterblichkeit in den Heimen an Corona ist, seit die Bewohner geimpft sind, auf annähernd 0 gefallen. Es kommt noch zu Fällen, wohl aufgrund der beschriebenen ungenügenden Immunantwort eines Teils der Bewohner, aber mit milden Verläufen. Bitte nicht Probleme herbei schreiben, die es in der Realität nicht gibt. Ich bin geimpft, bin also kein Impfgegner. Aber Impfen ist freiwillig und soll es für alle bleiben.
  • Kommentar von Patrick Steiner  (vb22)
    Heisst Selbstbestimmung also auch, dass jeder der will, das Restaurant besuchen darf, ohne Quarantäne einreisen darf und ohne Maske einkaufen gehen darf?
    Darf der Chirurg auch selber bestimmen, ob er sich vor einer OP desinfiziert?

    Diejenige und derjenige, der diese Fragen mit Ja beantworten kann, die/der darf auch gegen eine Impfung sein.