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Bundesrat: Vorerst keine Lockerungen und Druck auf ungeimpftes Pflegepersonal
Aus HeuteMorgen vom 29.07.2021.
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Corona-Massnahmen Bund verzichtet vorerst auf weitere Lockerungen

  • Der Bund verzichtet vorerst auf eine Anpassung der Corona-Massnahmen, wie Bundesrat Alain Berset mitteilte.
  • In der Schweiz sollen sich ungeimpfte Gesundheitsfachleute künftig bei der Arbeit obligatorisch auf das Coronavirus testen lassen müssen.
  • Dies schlägt der Bund neben einer Zertifikatspflicht bei Besuchen in Spitälern, Pflegeheimen und Betreuungshäusern den Kantonen vor.

Die Situation sei zwar gut, es gebe aber eine «negative Dynamik» und Unsicherheiten, etwa im Hinblick auf die Ferienrückkehrer, schrieb Berset nach einem Telefonat mit mehreren kantonalen Gesundheitsdirektoren auf Twitter. Darum verzichtet der Bundesrat auf die Konsultation für einen allfälligen Lockerungsschritt am 11. August.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) machte derweil den Kantonen und Sozialpartnern in einem Schreiben mehrere Vorschläge für Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Gemäss dem Schreiben auf der BAG-Internetseite will der Bund, dass die Kantone in ihrer Eigenkompetenz in den kommenden Wochen Massnahmen ergreifen, um vor allem Kinder, Jugendliche und besonders gefährdete Personen zu schützen.

Der Bund empfahl den Kantonen dabei «dringend», repetitive Tests für das nicht geimpfte und nicht genesene Gesundheitsfachpersonal in Spitälern, Pflegeheimen, Betreuungseinrichtungen und Spitex-Organisationen für obligatorisch zu erklären. Asymptomatische Personen würden erheblich zur Übertragung des Virus beitragen, schrieb das BAG. Tests seien deshalb als Ergänzung zur Impfung und zu den Schutzkonzepten nötig.

Covid-Zertifikat für Heim- und Spitalbesucher

Weiter regte der Bund an, dass Besuche in Spitälern, Pflegeheimen und Betreuungseinrichtungen künftig nur mit Covid-Zertifikat oder mit einem Antigen-Schnelltest vor Ort möglich sein sollen. Damit wollen die Behörden die Einschleppung des Virus in Gesundheitseinrichtungen reduzieren.

Als wirksamstes Mittel gegen die Pandemie propagierte der Bund weiterhin die freiwillige Impfung. Die Kantone sollen die Impfkampagnen weiter vorantreiben und den Zugang zu den Wirkstoffen «so einfach wie möglich» gestalten, hiess es.

Als weitere Massnahmen forderte das BAG von den Kantonen intensivere Kontrollen zur Einhaltung der Zertifikatspflicht und mit Blick auf den Schulbeginn nach den Sommerferien eine Ausdehnung der repetitiven Tests an den Schulen.

«Gute» Gesamtsituation

Trotz der jüngst gestiegenen Fallzahlen will der Bund auf eine Verschärfung der allgemeinen Massnahmen verzichten. Gleichzeitig seien aber vorerst auch keine Lockerungen angezeigt, hiess es. Dies hatten die Fachexperten des Bundes bereits vergangene Woche durchblicken lassen.

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Die Gesamtsituation präsentiere sich weiterhin gut, schrieb das BAG. Die aktuellen Werte seien mit Ausnahme der Reproduktionszahl «sehr weit» von den vom Bundesrat festgelegten Verschärfungskriterien entfernt. Zudem habe sich der Anstieg der Fallzahlen in den letzten Tagen wieder verlangsamt.

Die Entwicklung der Pandemie müsse jedoch aufgrund der ansteckenderen Delta-Virusvariante, der erfolgten Trendwende mit ansteigenden Fall- und Hospitalisationszahlen sowie der Unsicherheit wegen der Ferienrückkehrenden weiterhin beobachtet werden, erklärte das BAG weiter. Der Bundesrat will an seiner ersten Sitzung nach den Sommerferien am 11. August die Lage erneut beurteilen.

SRF 4 News, 28.7.21, 20 Uhr;

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39 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Zyler  (Peter Zyler)
    Die Haltung des Bundesrates steht im Widerspruch zu dem, was im Frühjahr kommuniziert wurde. Da wurde klar vermittelt, dass die Massnahmen aufgehoben werden, wenn alle Impfwilligen ihre Impfung erhalten haben. Dieser Punkt ist nun erreicht. Nun müssen wir auch den Mut haben, wieder Eigenverantwortung zu übernehmen und die Masken fallen zu lassen.
    1. Antwort von Mike Steiner  (M. Steiner)
      Sie haben wohl den Schuss auch nach anderthalb Jahren nicht gehört. Eigenverantwortung: Fehlanzeige. Masken schützen. Und nein, man hat nie gesagt, dass alle MAssnahmen automatisch aufgehoben werden, wenn alle Impfwilligen auch aun Angebt erhielten, sondern man hat sich auf Kriterien abgestützt, die nun wieder gefährdet sind. Man kann nicht immer das annehmen, was einem am liebsten wäre.
    2. Antwort von Werner Gerber  (1Berliner)
      Diese Behauptung stimmt trotz Wiederholung nicht, wurde hier schon öfters widerlegt. Man hört halt, was man hören will: selektive Wahrnehmung,
  • Kommentar von Otto Schwarzenbach  (_)
    Eine Verwandte liegt zur Zeit im Spital auf der Intensivpflegestation. Ein Besuch ist nur mit PCR-Test möglich; auch für geimpfte.
    Warum soll es Ungeimpften und nicht getesteten Pflegenden möglich sein, solche Personen zu betreuen? Wie absurd ist das? Darum ist klar, dass sich das Pflegepersonal mindestens regelmässig testen lassen muss. Alles andere kann das Todesurteil für IPS-PatientInnen sein!
    1. Antwort von Marco Zuber  (Marco Zuber)
      So brutal das tönen mag, Herr Schwarzenbach: Ihre Verwandte hat das Recht, nur von Geimpften Pflegenden betreut zu werden, nur ist dies kein Servicestandard, der in der Grundversicherung enthalten ist. Vergessen Sie bitte auch nicht das Recht der Pflegenden, als mündige Bürger selber über ihre Gesundheit zu entscheiden. Darum geht es nämlich primär: die Gesundheit des Einzelnen, und da gibt es unterschiedliche, je plausible Argumente, ob hierfür die Impfung ein Segen oder ein Risiko ist.
    2. Antwort von Luzerner Marcel  (Cello-1964)
      die Impfung hat eine bedingte Zulassung, weil sie nicht alle Testkriterien erfüllt ...
  • Kommentar von Erik Eisermann  (ECATWEAZLE)
    Guten Tag.
    das derzeit einzig Vernünftige. Schauen wir uns die Bilder auf Mallorca, Fussball EM an und auf die Zahlen in Tokio. Dazu braucht es keine Worte.
    Freundliche Grüsse, Ee