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Parmelin: «Bundesrat bestätigt den eingeschlagenen Weg»
Aus News-Clip vom 24.02.2021.
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Corona-Massnahmen Der Bundesrat will sich alle Optionen offenhalten

«Wir können auch nicht mehr», sagt Alain Berset und schaut zu Guy Parmelin. «Deshalb wollen wir einen Schritt Richtung Öffnung tun.» Der Bundesrat verkündet heute der coronamüden Bevölkerung ein Lockerungs-Zückerchen. Ein Grillfest mit bis zu fünfzehn Freunden (empfohlen mit Abstand), shoppen im Kleiderladen (mit reduzierter Kundenzahl), Fussballtrainings (für unter 20-Jährige) – alles ab dem ersten März wieder möglich.

Parlament könnte weiter öffnen

Indem er weitere Öffnungen für den 22. März in Aussicht stellt – etwa für Restaurants, Fitnesscenter oder die Aufhebung der Homeoffice-Pflicht – hält sich der Bundesrat auch das Parlament vom Leibe. Dieses tagt nämlich ab nächstem Montag für drei Wochen in Bern und könnte mit Änderungen am Covid-Gesetz selber Öffnungen aufs Ende der Session in Kraft setzen. Weitergehende Lockerungs-Vorschläge, etwa vonseiten der SVP, dürften es nun aber schwer haben, eine Mehrheit zu finden.

Die Kurve sinkt nicht mehr

Vorerst dürfen wir unter der Maske etwas aufatmen. Allerdings könnten diese Lockerungen auch schon die letzten gewesen sein – für eine ganze Weile. Denn seit ein paar Tagen ist die Kurve der Ansteckungen nicht mehr steil fallend – die Ansteckungs-Zahlen stagnieren. In vielen Kantonen steigen sie im Vergleich zur Vorwoche schon wieder deutlich. Die Berechnungen der Wissenschaft, dass die Kurve ab Februar wieder anziehen könnte, scheinen derzeit erschreckend punktgenau einzutreffen. Dies wegen der neusten Corona-Virusvarianten, die jetzt schon 60 Prozent aller Ansteckungen in der Schweiz ausmachen.

Der Bundesrat hält sich deshalb mit der heutigen Ankündigung alle Optionen offen. Sollte die Kurve wieder hochgehen, schliesst er erneute Verschärfungen nicht aus. Vor allem müssten dann wohl Wirte, Kulturschaffende und Veranstalter weitere Öffnungsschritte für längere Zeit abschreiben.

Die Bevölkerung ist Corona überdrüssig

Die jetzt angekündigten Öffnungen sind ein Risiko – betont Alain Berset. Nicht nur, weil sie dem Virus in die Hand spielen könnten. Sondern auch für den Bundesrat: Angesichts der steigenden Corona-Müdigkeit dürfte es schwierig werden, die heute verkündeten Lockerungen wieder rückgängig zu machen. Es droht Unmut in der Bevölkerung oder schlichtweg, dass die Corona-Regeln nicht mehr ernst genommen und grosszügig missachtet werden.

Bleibt zu hoffen, dass die Kurve wieder sinkt. Und wir uns bald für eine sehr lange Zeit nicht mehr mit Lockerungen und Schliessungen beschäftigen müssen.

André Ruch

André Ruch

Bundeshaus-Redaktor, SRF

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Reporter André Ruch arbeitet seit 2008 für verschiedene SRF-Sendungen. Etwa als Redaktor und Produzent bei der Gesundheitssendung «Puls», als Reporter bei «10vor10» und seit 2018 als Bundeshaus-Redaktor in Bern.

Tagesschau, 24.02.2021, 19:30 Uhr

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68 Kommentare

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  • Kommentar von Jean-Luc Hadey  (JLHA)
    Natürlich ist es für's BR nicht einfach. Es stimmt aber auch das der Volk immer mehr das Gefühl hat das der BR ihm nicht genügend zulost, und es ist tatsächlich auch.
    Dazu gibt er kein Antwort auf einfache Frage wie:
    Unterschied zwischen zum Beispiel 20 Gast im Hotel Restaurant und 20 Gast im ein nicht hotel restaurant. Solchen unlogischen Entscheidungen verstärkt ncht das Vertrauen an's BR. Un nun die Terrasse story..
    Gruppe von 15 pers stehend ok
    Drei vierer Tisch mit Schutzkonzept nein
  • Kommentar von markus aenishaenslin  (aenis)
    Ich denke, dass der SRF eine bisschen mehr kritisch gegen über Landesregierung wäre, in anderenSender und Forum gehts mehr zu Sache als hier. Der Sender wird vom Volk bezahlt und nicht von welchen Indessen Gruppe aus der Politik und Wirtschaft im Hintergrund.
    1. Antwort von Marco Wolf  (Marco Wolf)
      Bravo ! Das ist leider kein Journalismus mehr... mal in eine andere Richtung recherchieren und ein bisschen Mut haben hinzustehen...
      Das wäre die Vielfalt, die leider zur Einfalt geworden ist.
  • Kommentar von Markus Urs Brenner  (Brenni)
    Die Schweizer sind ein Volk von Nörglern, Motzern und Besserwisser und nichts anders. Wenn diese Krise etwas gezeigt hat, dann die fehlende Bereitschaft zur Solidarität. Beleidigt darüber, dass der BR die Beizen noch geschlossen hält! Was für ein Frechheit!! Er macht das ganz bestimmt um das Volk zu ärgern! Mein Gott schaut mal über den Tellerrand Ihr Pessimisten!!
    1. Antwort von Christa Wüstner  (Saleve2)
      Und der BR muss sich auch alle Optionen offen halten, damit
      er schnell handeln kann. Das Virus wartet nicht auf lange Überlegungen oder Streitereien. Da muss zügig gehandelt werden, auch wenn es manchen weh tut. Die Allgemeinheit steht im Vordergrund.
    2. Antwort von Rainer Fauser  (Rainer Fauser)
      @Brenner: Es ist aber ein Unterschied, ob das Volk gefragt wird oder ob es von oben unterdrückt wird.