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Jeder soll sich bei der Bergbahn testen lassen
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 29.12.2020.
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Corona-Schnelltests für alle Bergbahnen wollen in Flims flächendeckend testen

In eigener Regie wollen die Bergbahnen im Skigebiet Flims/Laax/Falera künftig Tests für sämtliche Gäste anbieten.

In Sachen Coronatests haben in der Regel die Kantone das Heft fest in der Hand. Sie entscheiden wer, wo und wie getestet wird. Anders ist dies in der Region Flims. Dort wollen die Bergbahnen flächendeckende Tests möglich machen. Erste Erfahrungen haben sie in den vergangenen Tagen bereits gesammelt.

Zwei positive Testresultate

Zuerst wurden die Mitarbeitenden getestet. Über 500 Tests haben die Bergbahnen so in den letzten Wochen gemacht. Dabei habe es keine positiven Resultate gegeben, heisst es in einer Mitteilung.

Sessllift
Legende: Mit reduzierter Transportkapazität unterwegs: Die Bergbahnen in Flims setzten auf eine unkonventionelle Testvariante. Keystone

Kurz vor Weihnachten haben die Bergbahnen ihre Testaktion ausgeweitet und haben 1900 Einwohnerinnen und Einwohner, aber auch Gäste in den Gemeinden Flims, Laax und Falera einen Test machen lassen. Dabei waren zwei Tests positiv.

Noch diese oder nächste Woche wollen wir die Schnelltests den Gästen zugänglich machen.
Autor: Markus WolfCEO Weisse Arena Gruppe

Jetzt will die Weisse Arena Gruppe, das Bergbahnunternehmen von Flims/Laax noch einen Schritt weiter gehen. Jeder soll sich bei der Bergbahn testen lassen. Jetzt sei alles bereit, sagt CEO der Weissen Arena Gruppe, Markus Wolf: «Noch diese oder nächste Woche wollen wir die Schnelltests den Gästen zugänglich machen».

Kosten von rund einer halben Million

In Flims setzt man auf eine unkonventionelle Testvariante. Dafür reicht eine einfache Speichelprobe. Der Test sei aber fast so zuverlässig wie ein herkömmlicher PCR-Test, sagt Markus Wolf. Wenig Klarheit gibt es zu Kosten. Diese hingen von der Anzahl durchgeführter Tests ab, so Wolf. Er schätzt, dass die ganze Testaktion in der Region bis Ende Winter eine halbe Million Franken verschlingen wird.

PCR-Test

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Die Polymerase-Kettenreaktion (englisch polymerase chain reaction) PCR ist eine Methode, um das Coronavirus SARS-CoV-2 nachzuweisen. Mittels Nasen-/Rachenabstrich wird eine Probe entnommen und zur Analyse ins Labor geschickt. Das Resultat liegt innert 24 bis 48 Stunden vor.

Der Kanton Graubünden steht im Austausch mit den Organisatoren dieser Testaktion. «Wir sind sehr interessiert», sagt Martin Bühler vom Führungsstab Graubünden und beobachten diese Testaktion sehr genau. Der Kanton begrüsse diese private Testinitiative.

Wir begrüssen jede Initiative, die uns in der Bekämpfung der Pandemie unterstützt.
Autor: Martin BühlerChef Kantonaler Führungsstab Graubünden.

Grundsätzlich sei es wichtig, dass getestet werde, ob von den Behörden angeordnet oder aus privatem Interesse heraus, sagt Bühler weiter.

Regionaljournal Ostschweiz, 29.12.2020, 06:32 Uhr

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29 Kommentare

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  • Kommentar von Reto Derungs  (rede)
    Ich finde das einen ganz guten Ansatz. Ein Schritt in die richtige Richtung. Es ist einfach absurd, ganze Regionen vom Wintersport abzuschotten obwohl es klar ist, dass beim Schneesport das Ansteckungsrisiko viel, viel tiefer ist als beispiesweise im öffentlichen Verkehr. Es sieht ganz so aus, dass sich mindestens in einigen Regionen die Vernunft durchsetzt.
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    1. Antwort von Hans Meuri  (hmeuri)
      Das Ansteckungsrisiko ist tiefer, aber dennoch vorhanden. Daher sollte man alle nicht zwingend benötigten Einrichtungen für 1 - 2 Monate schliessen. Sport für die Gesundheit kann man sehr gut auch ohne kommerzielle Angebote/Anbieter treiben.
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    2. Antwort von markus ellenberger  (ELAL)
      @derungs Vernunft wäre wenn die Leute einfach Skifahren könnten mit alem drum herum.
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    3. Antwort von markus ellenberger  (ELAL)
      @meuri bei meinem letzten Kommentar haben sie mir indirekt vorgeworfen ein Verschwörung Theoretiker zu sein. In meinem Kommentar ging es um eine Aussage von unserem Bundesrat Bereset welche gesagt hat, dass es eine neue Welt Ordnung geben wird.
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  • Kommentar von Thomas Schneebeli  (TS+LL)
    "Jeder soll sich bei der Bergbahn testen lassen."...?
    Ist das der Beginn der Diskriminierung...?
    Wenn das so ist, hat für mich die Weisse Arena Gruppe für sehr lange ausgedient.
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    1. Antwort von Astrid Meier  (Swissmiss)
      Nein, das ist ein praktischer Versuch, die Bergbahnen und den öffentlichen Raum in Flims möglichst virenfrei zu halten. Das Angebot des niederschwelligen Speicheltests ist grosszügig.
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    2. Antwort von Thomas Schneebeli  (TS+LL)
      Frau Meier, werden wir bald auch beim Migros-Eingang Schnelltests machen müssen...?
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    3. Antwort von Hans Meuri  (hmeuri)
      Herr Schneebeli, ja warum denn nicht, wenn es bei der Bekämpfung von Corona hilft und Todesfälle damit vermieden werden können?
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    4. Antwort von Reto Derungs  (rede)
      @Thomas Schneebeli: Ich habe keine Ahnung, in was für einer Welt Sie leben. Aber Schnelltests werden in Zukunft an viele Orten üblich sein. Viele Fluggesellschaften denken bereit darüber nach, nur noch Passagiere zu befördern die einen negativen Test vorweisen. Auch der Österreichische Bundeskanzler sagte, dass wir uns an Schnelltests gewöhnen müssen, es werde so normal sein wie Zähneputzen. Da wären Tests beim Zutritt von Supermärkten ein gutes Mittel......
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    5. Antwort von Thomas Schneebeli  (TS+LL)
      Herr Meuri, nur zu, Schnelltests vor den Einkaufsläden. Solche Test-Exzesse können sich nur einige Länder in Europa leisten. Dann wandere ich aus, aus Solidarität mit der Bevölkerung vieler Länder, die momentan wegen Corona-Massnahmen kein Essen auf den Tisch bekommen.

      @Reto Derungs. In was für eine Welt ich lebe..?
      Ich dachte, ich lebe in der CH, die gerne in den armen Ländern Entwicklungshilfe leistet und nicht in einem Staat, der gerne täglich 1 Mio Franken für Tests ausgibt.
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  • Kommentar von Urs Dupont  (udupont)
    Bravo Flims, sehr positiv, dass wenigstens die Bahnbetreiber klaren Kopf bewahren. Testen, erkrankte Personen herausholen und Begrenzung der Bergbahnkapazität bzw. nur eine begrenzte Anzahl Gäste zulassen, das ist vernünftig. Einfach alles zu schliessen sind reine Alibimassnahmen bzw. noch schlimmer, sie sind kontraproduktiv, aber das stört natürlich Politiker, die keine Ahnung haben, wie gut sich das coronaconforme Skifahren, Schwimmen, etc. organisieren lässt, natürlich keinen Deut.
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    1. Antwort von Hans-Peter Grüter  (HP Grueter)
      Grundsätzlich finde ich den Ansatz richtig. Um die wirklich stark Gefährdeten zu schützen, würden soche Corona-Tests an den Pforten der Alters- und Pflegeheime mehr bringen.
      Und @ udupont: positiv getestet mit Schnelltest, dieses Resutat wird danach, normalerweise, nochmal mit dem genaueren PCR Test überprüft. Covid19-krank ist man erst mit Symptomen. Ansteckend schon vorher.
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