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Eine Reportage aus Adelboden: Hält man sich hier an die Regeln?
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 28.12.2020.
abspielen. Laufzeit 05:53 Minuten.
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Schutzkonzept im Skigebiet Skifahren ohne Schnipo zum Zmittag – wie läuft's?

Über die Festtage hat es oft viele Menschen auf der Skipiste. Wir haben einen Tag in Adelboden vorbeigeschaut.

Der Parkplatz: Das Skigebiet Adelboden im Berner Oberland hat sich auf die Menschenmassen vorbereitet, die am langen Weihnachtswochenende auf die Pisten wollen. Doch gekommen sind nicht so viele wie sonst. Es hat noch freie Parkplätze und auch die Talstation ist nur halbvoll.

Viele Autos auf dem Parkplatz in Adelboden.
Legende: Marielle Gygax/SRF

Das Anstehen an der Talstation: Falls sie dann doch über Neujahr in Massen kommen, die passionierten Skifahrerinnen und Skifahrer, wäre man in Adelboden bereit: An der Talstation schauen mehrere «Ranger», dass sich alle an die Abstandsregeln halten. «Gestern, am Stephanstag, hatte es mehr Menschen», sagt eine Rangerin. «Heute verteilt es sich gut.»

Kein Problem, das Anstehen: Es hat genug Platz
Legende: Marielle Gygax/SRF

Die Ranger: «Besonders die Jungen schauen gut aufeinander. Wenn einer die Maske nicht trägt, wird er von den Kameraden darauf hingewiesen», so ein Mann des Adelbodner Infoteams an der Talstation. «Es sind eher die Älteren ab fünfzig, die lernresistent sind.»

Diese Regeln gelten in den Skigebieten

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  • Wer Skifahren oder snowboarden will, muss sich überall an die Abstandsregeln halten und auf den Liften eine Maske tragen.
  • Die Restaurants bleiben geschlossen, an einigen Orten gibt es ein Take-away-Angebot.
  • Skigebiete dürfen dann öffnen, wenn der Kanton dies bewilligt. Alle Zentralschweizer Kantone (LU, ZG, UR, NW, OW, SZ), Zürich, Schaffhausen, Glarus, St. Gallen, Solothurn sowie die beiden Ausserrhoden haben keine Bewilligung erteilt.

In der Gondel: Von der Talstation gehts via Gondel zur Bergstation. Die Maske wird diskussionslos montiert, der Abstand eingehalten – alles gemäss Schutzkonzept.

Die Bergstation: Oben trifft man auf einige Personen, die sich gerade für die Abfahrt bereit machen. Auch hier ist es nicht eng. «Trotzdem fahre ich mit einem komischen Gefühl», sagt eine Skifahrerin, «ich will auf keinen Fall einen Unfall verursachen.» Nicht allen ist dieses Credo gleich wichtig. «Kann halt passieren», sagt ein Mann. «Ich nehme mir immer vor, nicht zu verunfallen. Corona hin oder her», meint ein anderer.

Skifahren ist das Einzige, was wir noch dürfen.
Autor: Skifahrer

Das Essen: Restaurants sind in diesen Tagen geschlossen. Also bleiben zwei Möglichkeiten: Essen selbst mitbringen oder bei einem Take-away holen. «Wir haben heisses Wasser und Fertignudeln mitgebracht», erzählt eine Skifahrerin. Andere stehen beim Take-away in der Schlange – mit Abstand natürlich – und konsumieren am Pistenrand einen Hamburger. Das Essen werde schnell kalt, so ein Skifahrer. Sich mit einem Tee drinnen aufzuwärmen, wäre schon schön.

Menschen kaufen sich Essen fürs Zmittag.
Legende: Marielle Gygax/SRF

Die Bilanz: Das Skifahren ist zurzeit weniger komfortabel als sonst. Es ist kalt und man findet nirgends Unterschlupf, wenn es stürmt oder schneit. Aber trotzdem sind Menschen ins Skigebiet angereist – sie haben sich mit der Situation arrangiert. «Alle geben sich Mühe», meint ein Fahrer, «man will ja, dass die Skigebiete offenbleiben können.» Die Regeln wurden – zumindest an diesem Tag – meist eingehalten.

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 27.12.2020, 17:30 Uhr

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27 Kommentare

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  • Kommentar von René Baron  (René Baron)
    Ob Skifahren oder nich - ist doch egal. Wenn ich 5 Löcher im Boot habe, wäre es ja auch völlig sinnlos darüber zu diskutieren, welches man stopft und welche anderen 4 man extra und voll bewusst offen lässt.
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  • Kommentar von Theresia Weber  (Resi)
    Unterschiede zwischen heute u. vor 25-30 J. : Kein Maskentragen, kein Abstand halten, keine Angst vor Viren, Spitalüberlastung, kein Laptop-gaming, kein McDo auf Skipisten, kein Natel, kein Fernseher, kein Jammern. Und das alles nennt man heute "Riesenfortschritt"!
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    1. Antwort von Mihai Löchli  (Siebenbürgen)
      Wir können uns bei dem sogenannten Progressiven zu bedanken. Gerade aus in die Grube ist auch progressiv.
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  • Kommentar von Conny Hasler  (conhas)
    @jesus
    es gibt durchaus Menschen in unserem Land,die Ihnen und anderen das Skifahren gönnen;wir sehen aktuell das Skifahren als kritisch an,weil wir an unser Spitalpersonal denken,das auf vielen Bettenstationen und Intensivstationen am Limit läuft;und da wir mit Empathie an diese Menschen denken,wünschen wir ihnen nicht,dass sie auf Grund von Skiverletzungen noch mehr ans Limit kommen.Aber gewissen Leuten scheint dies fremd zu sein,Hauptsache,man kann auf der Skipiste heissen Tee kaufen
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