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Corona-Test: Bei den Testkapazitäten wird es kritisch
Aus HeuteMorgen vom 29.09.2020.
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Corona-Tests Schweizer Labore sind sauer auf das BAG

Medizinische Laboratorien müssen die Corona-Teststrategie des Bundes umsetzen, ihr Ärger über das BAG ist allerdings gross.

Testen, testen, testen – das ist die Corona-Strategie des Bundes. Bis zu 40'000 Corona-Tests pro Tag will das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mittelfristig durchführen. Nur hat der Bund den Betrag, den die Labore pro Test bekommen, vor knapp zwei Wochen erneut gesenkt. Das sei kostendeckend, befand das BAG.

Es fehlt an Nachschub

Die Labore aber sind damit nicht glücklich. «Viele Kollegen haben da nicht sehr erfreut reagiert», sagte Willi Conrad, Präsident des Verbandes der medizinischen Laboratorien der Schweiz.

Dies aus zwei Gründen: Einerseits müssten die Laboratorien mit dem hohen Preisdruck auskommen, andererseits seien «die Tests, die Maschinen, etc.» auf dem Markt sehr knapp, sagt Conrad: «Das heisst, dass im Moment weniger Tests in die Schweiz geliefert werden, als wir aktuell produzieren müssen.»

Im Moment werden weniger Tests in die Schweiz geliefert, als wir aktuell produzieren müssen.
Autor: Willi ConradVerband der medizinischen Laboratorien Schweiz

Seit etwa zwei Wochen würden weniger Materialien, welche die Labore für die Tests bräuchten, geliefert – d.h. Tupfer, aber auch die Stoffe, die das Coronavirus nachweisen.

Mehr Testbedarf im Winter

Laut Bund gibt es im Moment genug Testkapazitäten für die Anzahl Tests, die derzeit durchgeführt werden. Allerdings werde der Bedarf im Winter steigen. Man sei in Kontakt mit den Herstellern, um die Materialien, die in die Schweiz geliefert werden, zu erhöhen, schreibt das BAG auf Anfrage.

Für Willi Conrad braucht es für den Winter allerdings eine ganz neue Strategie – möglichst viel testen, sei unter den gegebenen Umständen nicht das richtige: «Wenn wir nur beschränkt Testkapazitäten zur Verfügung haben, ergibt es natürlich Sinn, dass diese Testkapazitäten denjenigen Patienten zugutekommen, die sie wirklich am nötigsten brauchen», so Conrad.

Eine Frau beim Corona-Test
Legende: Im Winter sollen noch deutlich mehr Menschen auf das Coronavirus getestet werden. Keystone

Das BAG schreibt dazu, man versuche, auf verschiedenen Wegen zu vermeiden, dass Tests zur Mangelware werden. Zudem seien die neuen Schnelltests eine Möglichkeit, um trotzdem viele Tests durchzuführen.

Heute Morgen, 29.9.2020, 6:00 Uhr

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76 Kommentare

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  • Kommentar von Judith Köppel  (Judith70)
    Nachdem uns das BAG Anfang Jahr punkto Masken angelogen hat, traue ich denen nicht mehr - was mich selber erschreckt und wütend macht. Die Laboratorien sind für mich glaubwürdiger jetzt.
    1. Antwort von Marc Schlatter  (Marc Rafael)
      Glauben Sie denn, die Masken, so verwendet, wie sie jetzt verwendet werden, nützen und sind nicht gefährlich? Haben Sie sich die Studien angesehen? Dass Hygienemasken Tröpfchen abfangen, wusste man immer schon, dafür sind sie gemacht. Von Übertragungen mit Aerosol im öffentlichen Raum (nicht Karneval) weiss man so gut wie nichts; weder, ob sie wahrscheinlich sind noch, ob sie jemals vorgekommen sind; nur auszuschliessen sei es nicht. Auch das war immer schon jedem halbwegs versierten Laien klar.
  • Kommentar von Pascal Odermatt  (PDOdermatt)
    Wer immer noch behauptet es gäbe kein Sars-Cov-2 Isolat, gehe bitte auf die favorisierte Suchmaschine und suche 'Institut Pasteur isolates strains of Coronavirus 2019-nCoV detected in France' und lese min. die ersten 2 Sätze des Artikels. Das sollte allfällige Zweifel endgültig ausräumen.
  • Kommentar von Roger Gasser  (allesrotscher)
    Die einzig effiziente Methode wäre: Weltweite Vorbereitung von ca. 1 Monat. Danach weltweit gleichzeitig ein Lockdown von 3 Wochen, heisst Isolation für allee, ausser für den überlebensnotwendigen Bereich.
    Damit wäre das Problem zu 99,99999 Prozent gelöst!! Aber dazu braucht es das Bewusstsein dass die Menschheit EINE EINHEIT ist. Soweit sind wir leider noch nicht, aber Covid 19 verhilft uns einen kleinen Schritt in diese Richtung zu machen, nicht freiwillig, LEIDER
    1. Antwort von Gabriella Itin  (Salat)
      oder alles Freigeben und der Natur ihren Lauf lassen . Für mich die bessere Methode .