Zum Inhalt springen

Header

Audio
Coronatests: Berset-Ankündigung in der Kritik
Aus HeuteMorgen vom 18.09.2020.
abspielen. Laufzeit 01:47 Minuten.
Inhalt

Ziel des Bundesrats Kantone und Labore: 50'000 Tests nicht unmöglich, aber schwierig

  • Derzeit liegen die maximalen Corona-Testkapazitäten in der Schweiz bei 25'000 pro Tag.
  • Mit Blick auf die Grippesaison peilt der Gesundheitsminister eine Verdoppelung auf bis zu 50'000 Tests pro Tag an.
  • Eine Vorgabe, die umstritten ist.

Beim Dachverband der Schweizerischen Labormedizin sagt Präsident Wolfgang Korte, man setze alles daran, Bersets Vorgabe möglich zu machen: «Aber das ist ein sportliches Ziel – und wir können nicht von vorneherein davon ausgehen, dass wir das in jedem Fall erreichen werden.» Nichtsdestotrotz müsse man es versuchen.

Personal und Material knapp

Zum einen brauche es dafür Personal: Das müsse vor allem bei jenen Laboren berücksichtigt werden, die nicht auf einen 24-Stunden-Betrieb eingestellt seien. Knapp sei zum anderen auch immer noch das Material.

So werden für die Tests sogenannte Reagenzien benötigt. Das sind Stoffe zum Nachweis des Coronavirus. Und auch Abstrichtupfer seien knapp. Produziert werde das Material von nur wenigen Firmen, bestellt werde es derzeit aber quasi von der ganzen Welt. Noch immer herrsche daher Knappheit, so Korte.

Kooperation notwendig

Vorsichtig äussern sich auch die Kantone. Ein Ausbau sei möglich, betont Michael Jordi von der Gesundheitsdirektorenkonferenz. So seien die Testkapazitäten seit dem Frühling bereits deutlich aufgestockt worden: «Aber es gibt natürlich schon Restriktionen.» Wenn das Herauffahren der Testkapazitäten schnell gehen müsse, werde es schwierig. Trotzdem: «Ein kontinuierlicher Anstieg ist sicherlich machbar und nötig.»

Zu packen sei die Aufgabe aber nur mit anderen zusammen, betont Jordi: mit Spitälern oder Ärzten – und den Laboratorien, die derzeit Lager aufbauen und Personal planen.

Noch bleibt bis Dezember etwas Zeit, um die Voraussetzungen für 50'000 Tests pro Tag in der Schweiz zu erreichen.

SRF 4 News, Heute Morgen vom 18.9.2020, 06:00 Uhr

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

65 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Max Borer  (BorerMax)
    Es gibt vom BAG keine Liste wo man überall in der Schweiz einen Corona Test machen kann. Es gibt auch keine Liste in welchen Labors die Tests durchgeführt werden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Max Borer  (BorerMax)
    "Ein Ausbau sei möglich, betont Michael Jordi von der Gesundheitsdirektorenkonferenz"

    Testcenter in Baselland, völlig überlastet. 4 Stunden Wartezeit. Wie sieht denn ein Ausbau aus. 10h Wartezeit. Gut haben die Arbeiter in Münchenstein 1h über Mittag geschlossen, damit alle essen können während die Schlange länger wird.
    Welches Labor hat einen 24h Betrieb welches nicht. Werden die Tests über Nacht auf Pause gestellt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Henoch Stolz  (Henoch Stolz)
    Wenn man 1 Million Männer mit einem Schwangerschaftstest mit einer Spezifität von 99% testet, findet man 10.000 schwangere Männer. Der Covid-19 Test hat auch eine Spezifität von 99%...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Er hat eine Spezifität von 99.8% (Roche) was ein beachtlicher Unterschied darstellt. Dann wären es noch 2'000 false-positive. Wie beim Schwangerschaftstest, würde man auch beim SARS-CoV-2 auf Plausibilität prüfen. Die 2'000 müsste man dann noch ins Verhältnis mit den tatsächlich Infizierten setzen und dann würde die Zahl vernachlässigbar. Diese Mechanik kennt man seit Jahrzehnten.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Marc Schlatter  (Marc Rafael)
      Könnte mir vielleicht hier jemand erklären, weshalb Püschel et al. von einer ,hervorragenden Spezifität von 95%' schreiben? Liegt es am Konfidenzintervall? Ich meine, ein Medizinprofessor, Leiter der Rechtsmedizin am UKE Hamburg wird doch wissen, wovon er handelt?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Es ist halt ein Thesenpapier und nachdem ich es gelesen habe, scheint mir die Arbeit nicht besonders ergebnisoffen gewesen zu sein. Die Mitarbeitenden sind auch nicht gerade Fachpersonen, wenn es um solche Fragen geht aber jedem seine Meinung...
      Ablehnen den Kommentar ablehnen